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Ökonomie, Institution und Macht

  • Willi Küpper
  • Anke Felsch
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Part of the Organisation und Gesellschaft book series (OUG)

Zusammenfassung

Die neuerliche Karriere des homo oeconomicus in den Sozialwissenschaften kann im Kern damit begründet werden, dass das ökonomische Verhaltensmodell (Nutzenmaximierurigunter Restriktionen) im Unterschied zu klassischen soziologischen Verhaltensmodellen (Verhaltensdeterminierung durch symbolisch vermittelte Rollen, Werte und Normen) eine Selektionsregelanbietet, die das konkrete Auswahlverhalten auf individuelle Präferenzen und (soziale) Situations-merkmale zurückführt (vgl. Kunz 1996). Zweifellose Anwendungserfolge dieses Modells konnten deshalb dort verzeichnet werden, wo unter der Annahme konstanter Präferenzen Verhaltensänderungen in Abhängigkeit von veränderten Situationsparametern vorhergesagt wurden (vgl. Becker 1993). Durch die Annahme stabiler Präferenzen wird der vorausgesetzte Handlungsspielraum so geschlossen, dass das Verhalten einer quasi-kausalen Analyse zugänglich gemacht wird. Im Unterschied zu den soziologischen Verhaltensmodellen erfolgt hier also der Übergang zu einer kausalanalytischen Betrachtung über die Zwischenstufe Verhaltensspielraum/Präferenzen. Die dadurch gewonnene Flexibilität in Bezug auf Verhaltenserklärungen bzw. -prognosen endet allerdings dort, wo die Stabilität der Präferenzen und deren Unabhängigkeit von (Verhaltens-)Restriktionen in Frage gestellt werden muss.

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Referenzen

  1. 1.
    Vgl. als frühen Versuch Nelson/Winter (1982); zur Anwendung chaostheoretischer Modelle Baumol/Benhabib (1989) und Radzicki (1990); zur Simulation der Evolution von Kooperation und Konkurrenz mit Hilfe sog. Agent-based Models Axelrod (1997).Google Scholar
  2. 2.
    Für die folgende Diskussion wird ein Basiswissen zur neuen Institutionenökonomik und besonders zum Transaktionskostenansatz vorausgesetzt. Inzwischen existiert eine Vielzahl mehr oder weniger umfassender Überblicksbeiträge (vgl. z.B. Sydow 1992b, Ebers/Gotsch 1995, Joskow 1995, Schoppe 1995, Richter/Furubotn 1996, Windsperger 1996, Picot/Dietl/Franck 1997 sowie die im Folgenden zitierten Beiträge von Williamson). Unser Ziel ist eine kritische Rezeption des Transaktionskostenansatzes vor dem Hintergrund unseres handlungs- und machttheoretischen Bezugsrahmens, so dass nicht alle gegenüber diesem Ansatz geäußerten Kritikpunkte berücksichtigt werden können.Google Scholar
  3. 3.
    “Self-interest seeking with guile, to include calculated efforts to mislead, deceive, obfuscate, and otherwise confuse” (Williamson 1996a, 378).Google Scholar
  4. 4.
    Williamson (vgl. 1998, 23) weist auf die Ähnlichkeit seines Modells mit einem von W. Richard Scott vorgeschlagenen Ebenen-Modell hin. Im Unterschied zu Williamson verzichtet Scott allerdings auf eine Differenzierung zwischen primären und sekundären Kausalrelationen, und es gibt eine direkte Beziehung von der Ebene individueller Akteure zur Ebene gesellschaftlicher Institutionen (bei Williamson die institutionelle Umwelt). Mit Bezugnahme auf verschiedene empirische Untersuchungen will Scott gerade zeigen, dass sowohl von Akteuren ausgehende bottom-up Prozesse als auch von gesellschaftlichen Institutionen ausgehende top-down Prozesse zur Kreation und Diffusion von Institutionen beitragen (vgl. Scott 1995, 140ff.).Google Scholar
  5. 5.
    “The institutional environment is the set of fundamental political, social and legal ground rules that establishes the basis for production, exchange and distribution” (Williamson 1998, 21).Google Scholar
  6. 6.
    Natürlich steht das Kausalmodell Williamsons auch im Widerspruch zu marxistischen Ansätzen sowie den Rationalisierungsthesen Max Webers oder den Kolonisierungs thesen von Jürgen Habermas.Google Scholar
  7. 7.
    Williamson behauptet immer wieder, der Transaktionskostenansatz habe sich im Vergleich zu anderen Ansätzen hervorragend empirisch bewährt. Wie der kritische Überblick über entsprechende empirische Forschungen von Howard A. Shelanski und Peter G. Klein (1995) zeigt, stimmen selbst Befürworter des Ansatzes einer solchen positiven Aussage nicht uneingeschränkt zu. Auf der Basis eines konstitutionstheoretischen Verständnisses von Interaktionsprozessen muss die Möglichkeit einer empirischen Validierung einfacher Kausalmodelle grundsätzlich in Frage gestellt werden. Die sich bei vergleichenden Querschnittsanalysen ergebenden Korrelationen lassen sich nicht ohne Willkür als gerichtete Kausalbeziehungen interpretieren; bei zeitlichen Längsschnittstudien können sich je nach Wahl der Zeiteinheit die Richtungen der im Modell vorausgesetzten Kausalitäten verändern (vgl. zu den sich ergebenden methodologischen Problemen empirischer Tests z.B. Romanelli/Tushman 1986; lesenswert ist auch der ironisch-kritische Kommentar von William H. Starbuck, 1994, zu Ansätzen der Modellierung und Validierung von Organisationsdynamik). Hinzu kommt die Unbestimmtheit des Begriffs der Transaktionskosten, die in empirischen Studien nicht absolut und auf direktem Wege, sondern nur relativ und indirekt anhand von Indikatoren “gemessen” werden können (vgl. Richter/Furubotn 1996, 56ff.). Der Leser überzeuge sich selbst, dass etwa die empirischen Ergebnisse von case studies, die in dem von Scott E. Masten (1996) herausgegebenen Sammelband enthalten sind, sehr unterschiedliche kausale Interpretationen erlauben. Beispielsweise lassen die Ergebnisse qualitativer Interviews einer Fallstudie von Thomas M. Palay (ebd., 43ff.) kaum den Schluss zu, dass es sich bei den von den Akteuren vorgenommenen Vertrauensattributionen nur um “calculated trust” handelt.Google Scholar
  8. 7.
    Williamson behauptet immer wieder, der Transaktionskostenansatz habe sich im Vergleich zu anderen Ansätzen hervorragend empirisch bewährt. Wie der kritische Überblick über entsprechende empirische Forschungen von Howard A. Shelanski und Peter G. Klein (1995) zeigt, stimmen selbst Befürworter des Ansatzes einer solchen positiven Aussage nicht uneingeschränkt zu. Auf der Basis eines konstitutionstheoretischen Verständnisses von Interaktionsprozessen muss die Möglichkeit einer empirischen Validierung einfacher Kausalmodelle grundsätzlich in Frage gestellt werden. Die sich bei vergleichenden Querschnittsanalysen ergebenden Korrelationen lassen sich nicht ohne Willkür als gerichtete Kausalbeziehungen interpretieren; bei zeitlichen Längsschnittstudien können sich je nach Wahl der Zeiteinheit die Richtungen der im Modell vorausgesetzten Kausalitäten verändern (vgl. zu den sich ergebenden methodologischen Problemen empirischer Tests z.B. Romanelli/Tushman 1986; lesenswert ist auch der ironisch-kritische Kommentar von William H. Starbuck, 1994, zu Ansätzen der Modellierung und Validierung von Organisationsdynamik). Hinzu kommt die Unbestimmtheit des Begriffs der Transaktionskosten, die in empirischen Studien nicht absolut und auf direktem Wege, sondern nur relativ und indirekt anhand von Indikatoren “gemessen” werden können (vgl. Richter/Furubotn 1996, 56ff.). Der Leser überzeuge sich selbst, dass etwa die empirischen Ergebnisse von case studies, die in dem von Scott E. Masten (1996) herausgegebenen Sammelband enthalten sind, sehr unterschiedliche kausale Interpretationen erlauben. Beispielsweise lassen die Ergebnisse qualitativer Interviews einer Fallstudie von Thomas M. Palay (ebd., 43ff.) kaum den Schluss zu, dass es sich bei den von den Akteuren vorgenommenen Vertrauensattributionen nur um “calculated trust” handelt.Google Scholar
  9. 8.
    “Asset specificity has reference to the degree to which an asset can be redeployed to alternative uses and by alternative users without sacrifice of productive value” (Williamson 1996a, 59).Google Scholar
  10. 9.
    Nur auf der Basis eines kausalanalytischen Denkens wird die Überraschung verständlich, die durch die jüngeren Entwicklungen in der früheren Sowjetunion ausgelöst wurden.Google Scholar
  11. 10.
    Vgl. etwa die exchange theory of teams von Alchian und Demsetz (1972), nach der die Kooperation von Agenten das Auftreten von Managern erfordert, die mit dem Residualeinkommen (Gewinn) dafür belohnt werden, dass sie mit autorisierter Steuerung und Kontrolle das Trittbrettfahren oder die Drückebergerei der übrigen Agenten bekämpfen.Google Scholar
  12. 11.
    Beim ontologischen Individualismus werden sämtliche Eigenschaften einer Ganzheit (Organisation) durch vorab bestimmte Eigenschaften der Komponenten (individuelle Akteure) erklärt. Beim methodologischen Individualismus bilden menschliche Individuen zwar den Ausgangspunkt der Analyse, Rückwirkungen der Systemebene auf die Konstitution der Individuen sind aber nicht ausgeschlossen. Eine mangelnde Differenzierung zwischen ontologischem und methodologischem Individualismus führt häufig zu Missverständnissen (vgl. Khalil 1992, 30ff.).Google Scholar
  13. 12.
    Vgl. besonders seine letzte große Untersuchung Scale and Scope: The Dynamics of Industrial Capitalism (1990) und die Rezension von Teece (1993).Google Scholar
  14. 13.
    Der Begriff Handlungspotential wird in diesem Zusammenhang von Baum/Singh nicht verwendet. Wir wollen mit diesem Begriff den sowohl handlungsbegrenzenden als auch handlungsermöglichenden Charakter von Handlungsstrukturen (Dualität von Struktur) zum Ausdruck bringen.Google Scholar
  15. 14.
    Während Baum/Singh den unbestimmten Begriff der Entitätbenutzen, verwenden wir bewusst den Begriff des (konkreten) Handlungssystems für ökologische Entitäten, um (wie beim Organisationsbegriff von Khalil) den Akteurstatus bzw. Handlungscharakter hervorzuheben.Google Scholar
  16. 15.
    In diesen begrifflichen Differenzierungen wird der Potentialcharakter genealogischer Entitäten nicht deutlich. U.E. werden etwa auch bei der Replikation von Handlungsroutinen nur Handlungmuster reproduziert, das Handeln selbst bleibt mehr oder weniger offen für situationale Anpassungen. In diesem Sinne unterscheiden sich Handlungsroutinen durch ihren Flexibilitätsgrad (füreine ausführliche Diskussion des Begriffs organisationale Routine vgl. Hennemann 1997).Google Scholar
  17. 16.
    Im Sinne unseres Bezuges zu Handlungssystemen wären “Jobs” als kleinste Handlungseinheiten (Stellen) zu begreifen.Google Scholar
  18. 17.
    Daneben sprechen Baum/Singh von organizational hierarchies i.S. eines Oberbegriffs für die genealogische und die ökologische Hierarchie.Google Scholar
  19. 18.
    Vgl. die vergleichsweise umfassende Darstellung und Kritik dieses Ansatzes bei Kieser (1995). Eine kurze, kritische Reflexion evolutionistischer Ansätze in der Organisationstheorie findet man auch bei Becker/Küpper/Ortmann (1992).Google Scholar
  20. 19.
    Die 341 Seiten des Buches von Hannan/Freeman (1989) enthalten nach McKelvey nur 7 Seiten zur Evolutionstheorie (vgl. McKelvey 1994, 323).Google Scholar
  21. 20.
    Vgl. zum Problem der angemessenen Wahl von Selektionseinheiten und zur Bedeutung sog. Gruppenselektion Sober (1981) und Campbell (1994).Google Scholar
  22. 21.
    NC: neo-classical; ND: neo-DarwinismGoogle Scholar
  23. 22.
    Nach Khalil (1993, 23) gilt: “...to submit that a certain type of economic change is historical means that it is, like aging, irreversible at the theoretical, not the statistical level”.Google Scholar
  24. 23.
    “Teleological reasoning can be much humbler, enough to recognize phenomena like the striving of economists to publish in order to achieve respect, and that firms grow in order to attain power” (Khalil 1993, 23).Google Scholar
  25. 24.
    Dass Genotypen exogen und Mutationen rein zufällig sind, wird mit der vollständigen Isolierung der Keimzellen von den Körperzellen eines Organismus begründet (die sog. Weismannsche Barriere). Dies schließt in neodarwinistischer Sicht eine Vererbung erworbener Eigenschaften aus, wie sie von Lamarck behauptet wurde.Google Scholar
  26. 25.
    Vgl. zu unterschiedlichen Bezügen zwischen Ökonomie und Biologie auch die weiteren Beiträge in Hodgson (1995); eine gründliche Auseinandersetzungmit Ansätzen einer evolutionären Ökonomik liefert Hodgson (1993).Google Scholar
  27. 26.
    Mögliche Fehltritte (“identificational slips”) bei Übertragungsversuchen zwischen Biologie und Ökonomie werden ausführlich bei Khalil (1992) diskutiert.Google Scholar
  28. 27.
    Joas (1997) hat sich jüngst den Möglichkeiten endogener Erklärungen der Entstehung von Werten gewidmet und hierbei die hervorragende Bedeutung der Kreativität des Handelns verdeutlicht.Google Scholar
  29. 28.
    Für eine Übersicht über Entwicklungs-, Selektions- und Lernmodelle vgl. Türk (1989, 51ff.).Google Scholar
  30. 29.
    Auch bei der Betrachtung zwischenorganisationaler Beziehungen bzw. von Interaktionen zwischen korporativen Akteuren ist für die Analyse von Handlungsspielräumen eine Unterscheidung zwischen den Geltung beanspruchenden Strukturelementen (formale Regeln, soziale Normen und Werte) und den handlungsleitenden (akzeptierten) Verhaltensstrukturen sowie den hierin eingebetteten aktuell ausgehandelten (konsensualen) Spielstrukturen wesentlich. Die Dynamik von konkreten Handlungssystemen ist von den hiermit unterschiedenen Bezugsebenen des Handelns in je spezifischer Weise betroffen. Die Relationen zwischen diesen Bezugsebenen sind auf der Systemebene für die Wirkungen gesellschaftlicher (institutioneller) Regulationsmechanismen, auf der Ebene individueller und korporativer Akteure für die mit Identitätsbehauptungen verbundenen Handlungsmotivationen maßgebend. Die Analyse der Relationen zwischen gesellschaftlichen Geltungsansprüchen und akzeptierten bzw. konsensualen Handlungsregeln sowie die Analyse der Vermittlung zwischen den verschiedenen Regelsystemen und den konkreten Handlungs- und Interaktionsprozessen ist auf eine Klärung der Dynamik von Herrschaftsverhältnissen und Machtbeziehungen zwingend angewiesen (vgl. hierzu Giddens 1988 sowie mit Bezug auf organisationale Kommunikation Hahne 1998).Google Scholar
  31. 29.
    Auch bei der Betrachtung zwischenorganisationaler Beziehungen bzw. von Interaktionen zwischen korporativen Akteuren ist für die Analyse von Handlungsspielräumen eine Unterscheidung zwischen den Geltung beanspruchenden Strukturelementen (formale Regeln, soziale Normen und Werte) und den handlungsleitenden (akzeptierten) Verhaltensstrukturen sowie den hierin eingebetteten aktuell ausgehandelten (konsensualen) Spielstrukturen wesentlich. Die Dynamik von konkreten Handlungssystemen ist von den hiermit unterschiedenen Bezugsebenen des Handelns in je spezifischer Weise betroffen. Die Relationen zwischen diesen Bezugsebenen sind auf der Systemebene für die Wirkungen gesellschaftlicher (institutioneller) Regulationsmechanismen, auf der Ebene individueller und korporativer Akteure für die mit Identitätsbehauptungen verbundenen Handlungsmotivationen maßgebend. Die Analyse der Relationen zwischen gesellschaftlichen Geltungsansprüchen und akzeptierten bzw. konsensualen Handlungsregeln sowie die Analyse der Vermittlung zwischen den verschiedenen Regelsystemen und den konkreten Handlungs- und Interaktionsprozessen ist auf eine Klärung der Dynamik von Herrschaftsverhältnissen und Machtbeziehungen zwingend angewiesen (vgl. hierzu Giddens 1988 sowie mit Bezug auf organisationale Kommunikation Hahne 1998).Google Scholar
  32. 30.
    Vgl. zu den Grenzen der Mikrofundierung wirtschaftlicher Effizienz im Rationalmodell des Handelns die ausführliche Diskussion bei Beckert (1997). Unter Rekurs auf Émile Durkheim, Talcott Parsons, Niklas Luhmann und Anthony Giddens versucht Beckert, diese Grenzen zu überwinden und Perspektiven für eine Wirtschaftssoziologie zu entwickeln. Die Möglichkeiten einer Reform der ökonomischen Theorie selbst beurteilt Beckert eher skeptisch: “Solange sich das Verhältnis von intentionaler Rationalität und sozialer Erwartungsstrukturen nicht in einer allgemeinen kausalen Theorie darlegen lässt, wird das Maximierungsparadigma der ökonomischen Theorie nicht aufgegeben werden” (Beckert 1997, 414f.). Wir stimmen insofern zu, dass die ökonomische Theorie nur unter Verzicht auf allgemeine Kausalaussagen reformierbar ist.Google Scholar
  33. 31.
    Vgl. den Überblick und die kritische Analyse von Messner (1995); zu den Stärken und Schwächen der sog. ActorNetsvork Theory vgl. die Diskussionsbeiträge in Law/-Hassard (1999).Google Scholar
  34. 32.
    Hierzu zählen Interessenorganisationen (Verbände), zivilgesellschaftliche Organisationen (Selbsthilfegruppen, Bürgerinitiativen) und funktionale Institutionen der Forschung, Beratung und Informationsversorgung.Google Scholar
  35. 33.
    Vgl. zur organisationalen Flexibilität mit besonderem Bezug zum sog. Neuen Steuerungsmodell der öffentlichen Verwaltung die Analysen von Bursee (1999).Google Scholar
  36. 34.
    “My main drift in this book has been negative: to remind us that even on its strongest ground the case for market economies is weaker than is now standardly supposed. Arguments from neutrality, welfarist arguments, arguments from freedom and autonomy, the claim that the market is a sphere of recognition, the suggestion that only the market makes rational social choices possible, the arguments that markets solve the problems of human ignorance, that they run with the grain of human nature, these central arguments in defence of the market economy are weaker and more ambivalent than is often supposed” (O’Neill 1998, 175).Google Scholar
  37. 35.
    Vgl. zur philosophischen Kritik an den Grundlagen der modernen Wirtschaftswissenschaften Karl-Heinz Brodbeck (1998), zur Grundlegung einer Philosophie der Lebenskunst Wilhelm Schmid (1998) sowie das Konzept der lebendigen Vernünftigkeit von Ulrich Pothast (1998).Google Scholar
  38. 36.
    Eine umfassende philosophische Grundlegung der für identitätstheoretische Konstrukte wesentlichen Selbstkonzepte von Individuen liefert Volker Gerhardt (1999).Google Scholar
  39. 37.
    Messner (1995, 243ff.) verweist u.a. auf folgende Problemdimensionen: die Möglichkeit der Durchsetzung von kurzfristigen gegenüber langfristigen Interessen, Verhandlungsdilemmata, die die Herausbildung gemeinsamer Identitäten erschweren, das Spannungsverhältnis von Konflikt und Kooperation sowie Schwierigkeiten, Machtzentren zu identifizieren.Google Scholar
  40. 38.
    Vgl. zum Machtcharakter von Theorien in Bezug auf die Naturwissenschaft Kondylis (1995, 81 ff.).Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Willi Küpper
  • Anke Felsch

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