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Die journalistische Beobachtung von Risiken

  • Alexander Görke
Part of the Studien zur Kommunikationswissenschaft book series (SZK, volume 36)

Zusammenfassung

Auf der Basis der vorliegenden Journalismus-Konzeption, die zweifelsohne die makrostrukturellen Aspekte betont, soll im folgenden ausgelotet werden, welche Konsequenzen sich für eine mögliche Risikojournalismus-Theorie ergeben. Hierbei geht es zunächst um die Frage, unter welchen Bedingungen die Entwicklung einer eigenständigen Risikojournalismus-Theorie aussichtsreich und gewinnbringend sein kann (Kap. 7.1). Ausgehend von unseren journalismustheoretischen Überlegungen beschreiben wir dann die Attraktivität fremder Risikokommunikationen vor dem Hintergrund der Funktion des Risikojournalismus (Kap. 7.2). Abschließend beschäftigen wir uns mit der Frage, was vom Risiko(-)Journalismus der Gesellschaft erwartet werden kann und was nicht (Kap. 7.3).

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Literatur

  1. 142.
    Oftmals linden zudem technische Verbeitungsmedien als Differenzkriterien Verwendung. Unterscheidbar werden dann beispielsweise politischer Fernseh, Radio- und Zeitungsjournalismus. Es ist einsehbar, daß sich dadurch die Zahl denkbarer Journalismen fast beliebig vermehren läßt (vgl. Kap. 4).Google Scholar
  2. 143.
    Systemtheoretisch betrachtet handelt es sich auch bei Risikothemen um vergleichsweise lose gekoppelte Sinnstrukturen, die funktionssystemspezifisch als Prüfmodi zur Ermöglichung von Anschlußkommunikation fungieren (vgl. Kap. 6.2).Google Scholar
  3. 144.
    Entsprechendes gilt für den Wissenschaftsjournalismus (vgl. Kohring 1997: 267 f.).Google Scholar
  4. 145.
    Für sich betrachtet ist aber auch eine an den Leitunterscheidungen anderer Funktionssysteme ausgerichtete Differenzierung kaum weniger kontingent als jede andere Programmunterscheidung des Journalismus. Sie geschieht in jedem Fall systemintern und somit auch im Kontext von eingespurten (aber eben auch wandelbaren) Publikumserwartungen, denen sich Journalismus wiederum anpaßt.Google Scholar
  5. 146.
    Funktionssystemintern ergeben sich ähnliche Irritationspotentiale bei Risikokommunikationen auf der Ebenen der Organisationen. Diese finden dann zwar im selben Sinnmedium statt, können jedoch hinsichtlich der Unterscheidung von Risiko und Gefahr divergieren.Google Scholar
  6. 147.
    Allerdings profitieren auch andere Funktionssysteme von dieser Entwicklung — die Wissenschaft beispielsweise durch die floriende Risikoforschung und das Rechtssystem durch die entstehende Notwendigkeit, neue Rechtsnormen für die Risikogesellschaft zu entwickeln (vgl. Di Fabio 1994; Krücken 1997).Google Scholar
  7. 148.
    Geradezu eine Verschmelzung von Journalismus und Risikojournalismus prognostiziert Fuchs (1992: 135): „Es geht nicht nur darum, daß Nachrichten über irgendwelche Entscheidungen in irgendwelchen Zusammenhängen sich selbst ausflaggen als Nachrichten über irgendwelche Risiken, die irgendwen betreffen. Vielmehr ist jede Nachricht mittlerweile eine, die von einer anderen Stelle aus als eine über ein mögliches Risiko thematisiert werden kann“.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Alexander Görke

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