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Die Doktrin der Flexible Response

  • Rolf Wortmann

Zusammenfassung

In dem vorherigen Kapitel sind abschreckungslogische Gründe dargelegt worden, die für eine Abkehr von der „massiven Vergeltung“ sprechen und geltend gemacht wurden. Dabei wurde mehrfach behauptet, dieser Strategiewandel lasse sich aus der Immanenz der Abschreckung alleine nicht hinreichend erklären und von politischen Dimensionen nicht trennen. Wir verlassen hier die Ebene theoretischer Modelle. In diesem Kapitel soll erstens gezeigt werden, wie sehr gerade der Übergang von der massiven Vergeltung zur flexible response in den 60er Jahren in den USA unter Präsident Kennedy und Verteidigungsminister McNamara von politischen Gesichtspunkten, der Vorstellung einer „neuen Bedrohung“ inspiriert war. Zweitens erfahren in diesem Kapitel die allgemeinen Probleme der Abschreckung eine Konkretisierung in der Realgeschichte der NATO-Strategie; drittens sollen damit die Widersprüche herausgearbeitet werden, die der Verteidigungsstrategie der NATO zugrunde liegen. Viertens gilt es, die Auswirkungen der flexible response auf die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik zu analysieren, und fünftens ist eine detaillierte Analyse dieser Militärstrategie eine unabdingbare Voraussetzung zum Verständnis der Debatte über die militärische Funktion des NATO-Doppelbeschlusses.

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© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1988

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  • Rolf Wortmann

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