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Südafrika pp 297-333 | Cite as

Sanktionen gegen Südafrika

  • Hubert K. Meese
Chapter

Zusammenfassung

Die Apartheid-Politik Südafrikas führte schon früh zu Bemühungen, das Land international zu isolieren und durch wirtschaftlichen Druck eine Veränderung der Grundlagen der südafrikanischen Innenpolitik zu erzwingen. Die moralische Ächtung des Apartheid-Staates hatte dabei ihre Wurzeln vor allem in der anti-kolonialistischen Bewegung der Nachkriegsära. Auch die historischen Erfahrungen der Auseinandersetzung mit dem rassistischen System des Nationalsozialismus und — für die USA — der Emanzipation der schwarzen Bevölkerung in den 60er Jahren spielten eine Rolle.

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Anmerkungen

  1. 4.
    ANC, PAC und einige schwarze Gewerkschaften vertreten diese Position offiziell; Umfragen, dieaufgrund der Zensur in Südafrika immer problematisch sind, zeigen kein einheitliches Bild.Google Scholar
  2. 5.
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  4. 7.
    G.C. Hufbauer, J.J. Schott, ass, by K.A. Elliott, Economic Sanctions Reconsidered, Washington 1985, pp. 79 f.Google Scholar
  5. 8.
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  6. 12.
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  7. 14.
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    Vgl. Beitrag Maull; The Economist Intelligence Unit, Country Report South Africa 2, London 1988, pp. 14 ff.Google Scholar
  9. 18.
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  10. 19.
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    Für eine sehr eingehende Analyse wie es zur Schuldenkrise kam; Jesmund P. Blumenfeld, Reaktionen der südafrikanischen Wirtschaft auf den wachsenden internationalen Druck, Europa Archiv 23, 1985, S. 699–708.Google Scholar
  12. 22.
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    Für eine detaillierte Studie zu deutschen Investitionen; Wolff Geisler, Gottfried Wellmer, DM-Investitionen in Südafrika, Bonn 1983 (= ISSA-Wissenschaftliche Reihe 10 ), S. 12.Google Scholar
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    Der positive Effekt für die südafrikanische Bauindustrie und die Erleichterung der internationalen Zulieferer von technischer Ausrüstung darüber, daß die Programme von ESKOM durch-bzw. weitergeführt werden, wird ausdrücklich hervorgehoben. BfA / NfA (x) 16.10.1987; Börsenzeitung, 9. 4. 1988.Google Scholar
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    Mossel Bay im Indischen Ozean ist der bisher erfolgversprechendste Erdgasfund in der RSA. Die bisherigen Probebohrungen lassen auf langfristig rentable Nutzung schließen, die Kapprovinz könnte einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben. Neue Züricher Zeitung, 29.11.1985; Blick durch die Wirtschaft, 7. 7. 1987.Google Scholar
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    Süddeutsche Zeitung, 16.8.1988. Andererseits will Südafrika seinen Sitz in der Internationalen Atomenergiebehörde nicht aufgeben.Google Scholar
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  20. 42.
    Mit fremder Hilfe, siehe den bisher einzigen Fall, in dem hohe Freiheitsstrafen für Manager der Firma Rheinmetall in der BRD wegen eines Verstoßes gegen Rüstungsexportbestimmungen ausgesprochen wurden. Es ging dabei um die Lieferung von Teilen einer Munitionsfüllanlage, die sich die RSA aus verschiedenen NATO-Ländern besorgen konnte.Google Scholar
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    The Economist Intelligence Unit, Country Report South Africa 2, 1988.Google Scholar
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    Verheugen, op. cit., S. 145 nennt dieses Ergebnis einer 1985 veröffentlichten Studie des ANC und der SWAPO.Google Scholar
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  26. 51.
    Die Terminologie bezüglich Divestment und Disinvestment ist in der Literatur nicht einheitlich, Disinvestment wird häufig als Überbegriff für beides verwendet, ich schließe mich hier der von Braun, Tonndorf, Weiland, op. cit., S. 5 an; vgl. aber Hanlon, Omond, op. cit., p. 14.Google Scholar
  27. 52.
    Für eine detaillierte Auflistung der Aktivitäten siehe: Winrich Kühne, Annette Jünemann, Wirtschaftssanktionen gegen Südafrika. Hinweise und Materialien zur Diskussion, Ebenhausen 1986; und Winrich Kühne, Christiane Stepanek, Wirtschaftssanktionen gegen Südafrika — Materialien Sommer 1986 bis Herbst 1987, o.O. 1987.Google Scholar
  28. 53.
    Blick durch die Wirtschaft, 31.5.1988; eine geringere Zahl multinationaler Konzerne setzt die UN-Studie 1986 an, sie nennt 1068 im Jahre 1984 in der RSA tätige derartige Firmen, allerdings mit mindestens 10% ausländischer Beteiligung. United Nations Centre on Transnational Corporations, Acitivities of Transnational Corporations in South Africa and Namibia and the Responsibilities of Home Countries with Respect to their Operations in this Area, ST/CTC/84, New York 1986.Google Scholar
  29. 54.
    Die Gewinne der Aktien von US Tochtergesellschaften in der RSA fielen von ca. 20% im Jahr 1981 auf ca. 13% 1986, siehe: The Economist, June 13 1987; britische Gewinne aus Südafrika sanken von 520 Mio 1985 auf 310 Mio. £ 1986, NfA (W), 27. 4. 1988.Google Scholar
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  31. 60.
    South Africa Foundation, Information Digest 1986, Johannesburg 1986, p. 91.Google Scholar
  32. 61.
    Ein freiwilliger Boykott südafrikanischer Kohle sorgt inzwischen dafür, daß Südafrika erheblich billiger anbietet, The Economist Intelligence Unit, Country Report South Africa 3, London 1987, p. 7.Google Scholar
  33. 62.
    Die Schätzung von 200000 Arbeitsplätzen war die von der britischen Regierung genannte Maximalzahl, vgl.: Süddeutsche Zeitung 16.10.1985. Andere Meinungen sehen sogar Chancen für einen Gewinn von Arbeitsplätzen, da afrikanische Märkte ohne den Hemmschuh Südafrika erschlossen werden können und da der britische Bergbau Auftrieb gewinnen könnte.Google Scholar
  34. 63.
    Insgesamt scheint der Abbau des Engagements in Südafrika keine Auswirkungen zu haben. NfA (W), 27. 4. 1988.Google Scholar
  35. 64.
    The Commonwealth Group of Eminent Persons, Mission to South Africa, Harmondsworth 1986.Google Scholar
  36. 65.
    Der Handel Schwedens wird von dem Boykott wenig berührt, über Tochterfirmen werden Umwege erschlossen. Süddeutsche Zeitung, 15.3.1988; auch Indien umgeht z.T. den Sanktionsbeschluß, J.P. Hayes, Economic Effects of Sanctions on Southern Africa, London 1987, (= Thames Essay No. 53 ), p. 9.Google Scholar

Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Hubert K. Meese

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