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Väter in jungen Familien — Ist ein Ende der Feierabendvaterschaft in Sicht?

  • Wolfgang Prenzel
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Zusammenfassung

Die Anforderungen in der Kindererziehung sind gewachsen, doch sie lasten nach wie vor hauptsächlich auf den Schultern der Frauen (s. den Beitrag von Beck-Gernsheim in diesem Band). Männer widmen sich vor allem der Berufsarbeit, sei es im Erklimmen der Karriereleiter und/oder in gewissenhafter Pflichterfüllung. Zwar gewinnt auch bei ihnen das Ideal der „Partnerschaftlichkeit“ an Boden, doch den Worten folgen kaum Taten: Nur vereinzelt findet sich ein verstärktes Engagement von Männern in der Familie. Als Dreh- und Angelpunkt erscheint die Tatsache, daß Männern — im Gegensatz zu Frauen — seitens der Arbeitswelt kaum die Option einer Reduzierung ihrer Erwerbsarbeit zugunsten der Familie zugestanden wird, es sei denn unter erheblichen Opfern. Karriereverzicht und Beschäftigungsunsicherheit sind der Preis für Reduzierung oder Unterbrechung der Erwerbsarbeit — Frauen wissen ein Lied davon zu singen. Unter welchen Bedingungen sind Männer zu solchen Opfern bereit, wenn sie nicht dazu gezwungen sind? Im folgenden wird die „normale“ Abwesenheit der Väter beschrieben und die Diskussion um die „neuen Männer“ angesprochen. Vor diesem Hintergrund werden Ergebnisse einer Studie über Männer referiert, die freiwillig ihre Erwerbsarbeit eingeschränkt haben. Abschließend wird die Frage gestellt, welche Chancen Teilzeitarbeit für Männer als familienpolitisches Modell hat.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. im folgenden ausführlich Strümpel u.a. (1988) sowie Hoff/Scholz (1985).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich 1990

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Prenzel

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