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Schluß: Perspektiven der vergleichenden Regierungslehre

  • Franz Lehner
Part of the Grundwissen Politik book series (GPOL, volume 4)

Zusammenfassung

Der gegenwärtige Erkenntnisstand der vergleichenden Regierungslehre läßt sich vereinfacht durch folgende Thesen beschreiben:
  • Die vergleichende Regierungslehre hat viel deskriptives Wissen über die institutionellen Strukturen politischer Systeme zusammengetragen. Das gilt nicht nur in bezug auf die westlichen Regierungssysteme, sondern auch für kommunistische Regierungssysteme und immer mehr für die Regierungssysteme der Dritten Welt.

  • Sie hat vor allem für die westlichen Regierungssysteme die normative Logik institutioneller Strukturen weitgehend geklärt. Sie vermag die den einzelnen Institutionen und Verfahren zugewiesenen Funktionen und die Zusammenhänge zwischen den Funktionsprinzipien der unterschiedlichen Elemente von Regierungssystemen systematisch aufzuzeigen.

  • Auch über die reale Funktionsweise unterschiedlicher Regierungssysteme liegt viel Wissen vor. Dieses Wissen besteht jedoch überwiegend aus historisch-deskriptiven Aussagen, die theoretisch nicht systematisch reflektiert sind, und aus partiellen Erklärungen einzelner Funktionszusammenhänge. Systematische Erklärungen auf der Basis allgemeiner Theorien liegen nur ansatzweise vor.

  • Noch schwächer ist der Erkenntnisstand hinsichtlich der Wirkungszusammenhänge institutioneller Strukturen und Verfahren. Hier liegen außer deskriptiven Aussagen mit geringem theoretischen Reflexionsniveau nur partielle Erklärungen vor, wie wir sie im dritten Teil diskutiert haben. Für systematische Erklärungen fehlt die theoretische Basis.

Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Franz Lehner

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