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Wirtschaft pp 15-36 | Cite as

Sozialprodukt und Volkseinkommen

  • Peter Czada
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Zusammenfassung

Den Versuch, die dargestellten Kreislaufzusammenhänge einer Volkswirtschaft mit Hilfe statistischer Daten wertmäßig zu beschreiben, um auf diese Weise Anhaltspunkte für ihre Leistung, ihr Wachstum und die Bedeutung einzelner Wirtschaftszweige zu gewinnen, bezeichnet man als „Volkswirt-rechnung schaftliche Gesamtrechnung“ oder „Nationale Buchführung“. Ähnlich wie in der Bilanz eines Unternehmens wird hier der Wirtschaftsprozeß der gesamten Volkswirtschaft für einen bestimmten Zeitraum, der üblicherweise ein Jahr umfaßt, rechnerisch verdeutlicht. Ein Hauptergebnis dieser Rechnung ist der Wert des Sozialprodukts. Darunter versteht man die Summe der zu ihren Marktpreisen oder Kosten bewerteten Güter und Dienstleistungen, die innerhalb dieses Zeitraums erzeugt und im gleichen Zeitraum nicht wieder im inländischen Produktionsprozeß verbraucht wurden2) abzüglich der Importe. Letztere müssen abgezogen werden, da es sich um Leistungen anderer Volkswirtschaften (= ausländische Vorleistungen) handelt.

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Literatur

  1. 6).
    Zahlenangaben: Ifo-Spiegel der Wirtschaft 1983/84. Zum Rückgang der Wachstums raten und zu ihren konjunkturellen Schwankungen vgl. unten S. 83f.Google Scholar
  2. 9).
    Ein positiver Saldo (Exportüberschuß) wird hinzugezählt, ein negativer (Importüberschuß, z. B. 1980) abgezogen. Abbildung 610)Google Scholar
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  4. 23).
    Die Ersparnis umfaßt sowohl das Sparen der Unselbständigen als auch das nicht für Konsumzwecke verwendete verfügbare Einkommen der Vermögensbesitzer und derse!bständigen Unternehmen. Soweit letztere Gewinne nicht entnehmen bzw. nicht ausschütten, sondern für Investitionen verwenden, „sparen“ sie diese nichtentnommenen Gewinne. Für die letzten Jahre weist die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung negative Werte der nichtentnommenen Gewinne aus (1980: - 21 Mrd.). Dies bedeutet, daß Unternehmen durch Entnahmen mehr Mittel entzogen wurden als für die Finanzierung der Ersatz-Investitionen erforderlich war. Faßt man diese negativen Werte mit der Ersparnis der Unternehmen mit eigener Rechtsperson zusammen (26 Mrd.), so verringert sich die Ersparnis der Unternehmer auf 5 Mrd. (1980), und die Ersparnis der übrigen Haushalte muß dann entsprechend höher angesetzt werden (123 Mrd. für1980). Vgl. hierzu und zur Problematik der Zahleninterpretation: Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Fachserie 18, Reihe 1. 1982 Vorbericht, Mai 1983, S. 21 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1984

Authors and Affiliations

  • Peter Czada
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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