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Begriff von Sicherheit, Abrüstung und Rüstungskontrolle

  • Rainer Waterkamp
Part of the Reihe Analysen book series (ANA, volume 39)

Zusammenfassung

Sicherheitspolitik bezieht sich auf die äußere Sicherheit (im Unterschied zur inneren Sicherheit) von Staaten. Noch auf der Versailler Friedenskonferenz 1919 hatte der amerikanische Präsident Wilson vorgeschlagen, „auf das niedrigste mit der inneren Sicherheit verträgliche Maß“ abzurüsten. Auf Vorschlag der japanischen Delegation wurde damals der Begriff „innere Sicherheit“ durch „nationale Sicherheit“ ersetzt. Das bedeutete eine Abschwächung der Abrüstungsidee, weil das Ausmaß der notwendigen Maßnahmen für die „nationale Sicherheit“, also der Schutz gegen einen Angreifer von außen, nicht definiert werden kann, sondern im Ermessen jedes einzelnen Staates liegt. Seitdem taucht der Begriff Sicherheit im Zusammenhang mit Sicherheitpolitik in drei Varianten auf: Der Begriff „nationale Sicherheit“ wird verstanden als die Fähigkeit einer Nation, ihre inneren Werte vor äußerer Bedrohung zu schützen. Das Prinzip der „kollektiven Sicherheit“ stellt auf gemeinsame Aktionen mehrerer Staaten gegen die Verletzung des Gewaltverbots durch einen Angreifer-Staat ab. Schließlich umfaßt der Begriff der „internationalen Sicherheit“ alle zwischenstaatlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der äußeren Sicherheit aller Staaten vornehmlich durch Bündnispolitik und Militärallianzen, neuerdings auch durch internationale Organisationen.

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Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Leverkusen 1985

Authors and Affiliations

  • Rainer Waterkamp
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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