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Das Ende der Reparationsphase: Die DDR auf dem Wege zum Wirtschaftspartner der UdSSR 1953 bis 1955

  • Manfred Lentz
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Part of the Forschungstexte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften book series (FWUS, volume 1)

Zusammenfassung

Neuordnung der sowjetischen Außenpolitik nach Stalins Tod Der Tod Stalins im März 1953 stellt für die Entwicklung der DDR-sowjetischen Beziehungen — und in unserem Zusammenhang auch und vor allem der wirtschaftlichen Beziehungen — ein herausragendes Datum dar. Wenngleich die These: „Männer machen Geschichte“ sicherlich zu oberflächlich ist und die tatsächlichen Triebkräfte geschichtlicher Prozesse außer acht läßt, so kann doch der Einfluß, den bestimmte Personen — durch ihre Existenz sowie schließlich auch durch ihren Tod — auf den Verlauf bestimmter Entwicklungen ausüben, nicht negiert werden (375). Aufgrund der vorliegenden Informationen (376) läßt sich mit Sicherheit sagen, daß die Persönlichkeit Stalins einen wesentlichen Einfluß auf die Gestaltung der sowjetischen Beziehungen zu ihrer internationalen Umgebung ausgeübt hat. Alternativen zu dieser Politik mußten angesichts der in jeder Hinsicht dominierenden Rolle Stalins zum Scheitern verurteilt sein. Die Folge war, daß sich neben der offiziellen Politik, die von sowjetischer Seite betrieben wurde, eine potentielle politische Dynamik aufstaute, deren Aktivierung lediglich durch das Weiterleben Stalins zeitweise aufgehalten wurde. Sollte dieses Hindernis eines Tages nicht mehr existieren — mit welcher Wucht mußten diese neuen Ideen und Konzeptionen dann auf die internationale — und auf die nationale — Politik einwirken!

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© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1979

Authors and Affiliations

  • Manfred Lentz

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