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Das „Entropie-Paradigma“ zur Analyse Ökonomischer Prozesse

  • Mario Fischer
Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

Wie nun die Ausführungen im vorherigen Kapitel gezeigt haben, lassen sich mit den klassischen Modellverfahren der Ökonomie die ökologischen Probleme im Kern augenscheinlich nicht lösen bzw. sichtbar machen. Um die Nachteile einer wertebehafteten Sichtweise zu vermeiden, bietet sich zunächst der Rückgriff auf die Möglichkeiten von „objektiveren“ naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden an.

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Literatur

  1. 297.
    Vgl. Leipert 1992, S. 118f.Google Scholar
  2. 298.
    Vgl. Stephan 1991, S. 326–327.Google Scholar
  3. 299.
    Ygi Abbildung 6 auf Seite 58 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  4. 300.
    Snow, P.C, zitiert nach Knizia 1994, S. 19. Eine Umfrage in 1984 der Zeitschrift „Natur“ bei Personen des öffentlichen Lebens mit der Frage „Was wissen Sie vom Entropiegesetz und was halten Sie davon?“ brachte u.a. die folgenden Antworten. Otto Graf Lambsdorff damaliger Wirtschaftsminister: „Ich habe bisher nicht erkennen können, daß der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik Einfluß auf das Denken von Graf Lambsdorf hat.“; Paul C. Martin, ein bekannter Wirtschaftsjournalist: „Als thermodynamischen Laien war mir der Zweite Hauptsatz dieser Wissenschaft nicht bekannt. Nachdem ich Ihn studiert habe, stelle ich fest, daß er für die Nationalökonomie nicht gilt, wenn er nicht sogar durch die Nationalökonomie widerlegt wird.“; Renate Merklein, damalige Wirtschaftsredakteurin bei Der Spiegel, fand die Aussagen des Zweiten Hauptsatzes „nicht bedrückend“, sie beschäftige sich damit nicht. Der damalige Sprecher der Bundesregierung, Armin Grünewald ließ, nach dem Entropiegesetz gefragt, verlauten, er habe noch nie viel von Theorien gehalten. Vgl. Schütze 1989, S. 51–53. Wie sich im Verlauf der Arbeit noch zeigen wird, ist die (teilweise fast als arrogant zu bezeichnende) Ignoranz über einfachste physikalische Zusammenhänge bei Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Medien zu einem nicht zu unterschätzenden Anteil direkt für die heutigen Umweltprobleme mitverantwortlich zu machen.Google Scholar
  5. 301.
    Vgl. hierzu Mirowski 1984Google Scholar
  6. 302.
    Vgl. Abbott; Ness 1976, S. 1Google Scholar
  7. 303.
    Vgl. Knizia 1992, S. 84 und 86. Dieses Naturgesetz ist geeignet, eine Brücke zwischen Geistesund Naturwissenschaften zu Schlagern, „...über die sie von beiden Seiten aufeinander zugehen könnten“. Knizia 1994, S. 19Google Scholar
  8. 304.
    Der Begriff der Entropie wurde erst 1865, 13 Jahre nach der Formulierung des Zweiten Hauptsatzes als Kunstwort von Clausius eingeführt. Er verwendete das altgriechische Wort für „Änderung“ oder „Entwicklung“. Vgl. Prigogine, Stengers 1989, S. 77–78. Für eine abstrakte naturwissenschaftliche Beschreibung des Ersten und Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik vgl. Gerthsen 1984Google Scholar
  9. 305.
    Zitiert nach Georgescu-Roegen 1987, S. 17. An anderer Stelle führt Eddington aus: „Vom Standpunkt der Philosophie der Wissenschaft aus muß die mit der Entropie verknüpfte Konzeption meines Erachtens als der große Beitrag des 19. Jahrhunderts zum wissenschaftlichen Denken betrachtet werden. Sie bedeutet eine Abkehr von der Auffassung, daß alles, was die Wissenschaft beachten müsse, durch eine mikroskopische Zerlegung der Objekte entdeckt wird.“ Zitiert nach Prigogine; Stengers 1993, S. 12Google Scholar
  10. 306.
    Vgl. Georgescu-Roegen 1987, S. 17Google Scholar
  11. 307.
    Vgl. Rennert 1987, S. 120Google Scholar
  12. 308.
    Rifkin 1982, S. 15–16. Erstmalig formuliert wurde der zweite Hauptsatz 1852 von William Thomson. Vgl. Prigogine; Stengers 1989, S. 75Google Scholar
  13. 309.
    Vgl. Barth; Weimper 1992, S.48 Die Physik unterscheidet hier zwischen einem perpetuum mobile erster und zweiter Art. Der zweite Hauptsatz der Termodynamik begründet das letztere. Danach gibt es keine Maschine, die periodisch arbeitet, in jeder Periode Energie abgibt und dafür die gleiche Wärmemenge aus nur einem Wärmespeicher aufnimmt. Vgl. Rennert 1987, S. 120Google Scholar
  14. 310.
    Bisher konnten solche umkehrbaren Prozesse jedoch noch nicht beobachtet werden.Google Scholar
  15. 311.
    Vgl. Landau; Lifschitz 1979, S. 27–28 und Knizia 1992, S. 103. Zur mathematischen Herleitung vgl. Rennert 1987, S. 123–124. Dies wiederum läßt den weitreichenden Schluß zu, daß einmal erzeugte Entropie auch zukünftig niemals vernichtet bzw. „ungeschehen“ gemacht werden kann. Vgl. Falk; Ruppel 1976, S. 354Google Scholar
  16. 312.
    Rifkin 1982, S. 145. Ähnlich die Kritik von Georgescu-Roegen über die Reduzierung des Wirtschaftsprozesses auf ein autarkes mechanisches Analogon: „Die unleugbare Tasache, dass zwischen dem ökonomischen Prozeß und der materiellen Umwelt eine ununterbrochene, geschichtsbildende Wechelwirkung besteht, macht dem Durchschnittsnationalökonomen keinen Eindruck“. Georgescu-Roegen 1974, S. 64Google Scholar
  17. 313.
    Vgl. Georgescu-Roegen 1971, S. 3Google Scholar
  18. 314.
    Zur Theorie der revolutionären Veränderungsprozesse in der Wissenschaft, dem sog. Paradigmenwechsel vgl. Kuhn 1989Google Scholar
  19. 315.
    Zur genauen Erläuterung des Widerspruches und seiner Auflösung vgl. Landau; Lifschitz 1979, S. 30Google Scholar
  20. 316.
    Zitiert nach Knizia 1992, S. 113Google Scholar
  21. 317.
    Vgl. hierzu die Ausführungen des Pioniers der Anwendug thermodynamischer Gesetze auf Materie und den ökonomischen Prozeß, Georgescu-Roegen 1971, S. 3Google Scholar
  22. 318.
    Genaugenommen wird in den nebenstehenden Quellen das Pendant definiert, also von einer Gewinnung von Information durch negentropische Prozesse gesprochen.Google Scholar
  23. 319.
    So bezeichnen etwa Schütze 1989, S. 77 und Weizsäcker 1986 S. 12 beispielsweise die Erde als „thermodynamisch offenes System“, während Rifkin 1982, S. 48, Johnson 1988 S.83, Wicken 1987, S. 74; Georgescu-Roegen 1987, S. 9 und Binswanger 1992, S. 89 sie explizit als „thermodynamisch geschlossen“ bezeichnen. Zahrnt 1993, S. 7 bezeichnet sie als „teilisoliertes System“ und Stephan 1991, S. 334 als „offenes System“.Google Scholar
  24. 320.
    Für eine physikalisch exakte, weiterführende Systemabgrenzung in isolierte, adiabate, arbeitsisolierte, geschlossene und offene Systeme vgl. Hahne 1991, S. 29Google Scholar
  25. 321.
    Zwar wird der Erde über Meteoriten und Stäube von außen Materie zugeführt, diese ist aber pysikalisch durch das Verhältnis zur Gesamtmasse unerheblich. Vgl. Kümmel 1988, S. 15Google Scholar
  26. 322.
    Zu den Prinzipien der Modellkonstruktion vgl. Stachowiak 1973, insb. S. 131f.Google Scholar
  27. 323.
    Dies ergibt sich aus der ersten Expansionsphase des sog. Carnot-Prozesses einer idealen Wärmekraftmaschine: Während dieser Phase wird ein Teil der thermischen Energie eines „heißen Bades“ in kinetische Energie umgewandelt. Ohne Temperaturgefälle ist dies nicht möglich. Vgl. Knizia 1992, S. 239–243; vgl. Van Ness 1969, S. 37f. und Georgescu-Roegen 1987, S. 7Google Scholar
  28. 324.
    An dieser Stelle sei auf die thermodynamische Deutung des Begriffs der Energie als mathematische Abstaktion hingewiesen, die eigentlich nur als funktionaler Zusammenhang zwischen meßbaren und physikalisch interpretierbaren Variablen und Koordinaten existiert. Vgl. Abbot; Ness 1976, S. 1Google Scholar
  29. 325.
    Vgl. Lüscher 1987, S. 366f; vgl. Landau; Lifschitz 1979, S. 28; vgl. Seifert 1987, S. 41Google Scholar
  30. 326.
    Vgl. Lüscher 1987, S. 367Google Scholar
  31. 327.
    Vgl. Landau; Lifschitz 1979, S. 25Google Scholar
  32. 328.
    Vgl. Lüscher 1987, S. 367–368; vgl. Seifert 1978, S. 39. Dies „...wird im allgemeinen ignoriert, obwohl es keinen anderen Weg gibt herauszufinden, in welche Richtung die Zeit fließt“ Georgescu-Roegen 1987, S. 5. Wenn die Gesamtentropie maximal ist, also alle Energie sich im nicht mehr verfügbaren Zustand befindet, gibt es keine Prozesse mehr, es kann sich nichts mehr ereignen. Damit wird jede objektive Zeitmessung nicht nur unnötig, sondern auch unmöglich.Google Scholar
  33. 329.
    Vgl. Rifkin 1982, S. 282Google Scholar
  34. 330.
    „...die Zeit ist nicht länger ein bloßer Parameter der Bewegung, sondern mißt innere Entwicklungen in einer Welt des Nichtgleichgewichts“. Prigogine; Stengers 1993, S. 25Google Scholar
  35. 331.
    Vgl. Rennert 1987. S. 150Google Scholar
  36. 332.
    Vgl. Boulding 1968, S. 7Google Scholar
  37. 333.
    Anergie ist das Produkt aus Umgebungstemperatur mal Entropiezunahme, oder anders: Bei identischer Umgebungstemperatur ist die Entropiezunahme allein ein Maß für Anergie. Vgl. Knizia 1992, S. 111Google Scholar
  38. 334.
    Vgl. Lorenz 1973, S. 33f, Lorenz 1992, S. 158 sowie den Überblick bei Rifkin 1982, S. 65–70 Einer der bekanntesten Gegner der Anwendung thermodynamischer Gesetze auf Lebewesen war der Nobelpreisträger Henri Berson. Vgl. Seifert 1987, S. 42Google Scholar
  39. 335.
    Vgl. Lüscher 1987, S. 368Google Scholar
  40. 336.
    Knizia 1992, S. 147Google Scholar
  41. 337.
    Diese Bedingung ist jedoch nicht hinreichend, wie die für den Menschen toxische Wirkung bestimmter Konzentrationen (niedrige Entropie) in einigen Tieren und Pflanzen deutlich macht.Google Scholar
  42. 338.
    Vgl. Rennert 1987, S. 151. Der thermodynamische Prozeß des Aufbaus von Ordnung bei lebenden Systemen wird mit verschiedenen Termini belegt, wie etwa ‘Anti-Entropie’, ‘Negentropie’, ‘Ektropie’ oder auch ‘Anti-Zufall’. Vgl. etwa Seifert 1987, S. 42Google Scholar
  43. 339.
    Vgl. Vester 1993, S. 29 sowie Tabelle 5 auf Seite 78 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  44. 340.
    Vgl. Binswanger 1992, S. 14–15Google Scholar
  45. 341.
    Vgl. Seite 79 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  46. 342.
    Anderer Meinung ist beispielsweise Schreiner. „Die Evolution und die Vielfalt von Lebensformen der Biosphäre sind ... ein augenscheinlicher Beweis dafür, daß die Entropiegesetze nicht auf das Verhalten lebender Systeme zutreffen.“ Schreiner 1991, S. 7Google Scholar
  47. 343.
    In sieben Sekunden trifft der jährliche Primärenergiebedarf der Bundesrepublik (ca. 178 Mrd. Megawatt) auf der sonnenbeschienenen Seite der Erde auf. Die Energie aller fossilen Brennstoffe der Erde steckt äquivalent in etwa vier Tagen Sonnenschein. Vgl. Knizia 1992, S. 84. Allein im Meerwasser wird täglich Sonnenenergie vergleichbar mit dem Energieinhalt von über 27 Billionen Litern Rohöl gespeichert. Vgl. Höhn 1981, S. 32Google Scholar
  48. 344.
    Vgl. Kreeb 1979, S. 93Google Scholar
  49. 345.
    Dieses Fließgleichgewicht darf nicht mit dem thermodynamischen Gleichgewicht verwechselt werden. Es stellt im Gegenteil ein thermodynamisches Ungleichgewicht dar.Google Scholar
  50. 346.
    Georgescu-Roegen zufolge muß eine lebensfähige, prometheische Technologie ein oder eine Gruppe von Verfahren einschließen, die Energie und Materie aus der Umgebung wiederum in solche Energiearten und Materie wandeln kann, die dann für andere Aktivitäten zur Verfügung stehen. Diese strenge Bedingung erfüllen bisher nur zwei „Erfindungen“: (1) Die Beherrschung des Feuers, da es eine qualitative, kettenreaktive Umwandlung von Energie ermöglicht (von kalten Stoffen zu Wärmeenergie) und (2) die Umsetzung von Wärme in Bewegung mittels der Wärmekraftmaschine. Auch (und nur) bei dieser Technologie ist eine weitere qualitative, kettenreaktive Umwandlung möglich: Mit wenig Kohle kann unter Zuhilfenahme einer Wärmekraftmaschine weit mehr Kohle und Erz abgebaut werden, als nötig ist, um weitere Wärmekraftmaschinen zu bauen. (Auch ein Kernkraftwerk stellt im physikalischen Sinn eine Wärmekraftmaschine dar). Vgl. hierzu die Ausführungen von Georgescu-Roegen 1987, insb. S. 18–21 und Seifert 1987, S. 52. Solarzellen erreichen derzeit einen Wirkungsgrad von 5–6%. Vgl. Odenwald 1994, S. 25. Allein bei Berücksichtigung der notwendigen Prozeßtemperaturen von rund 2000° С bei der Herstellung neuer Solarzellen mittels des gängigen Heizdrahtverfahrens (vgl. ebd.), erscheint die geforderte o.g. Selbstreproduktionsfähigkeit fragwürdig.Google Scholar
  51. 347.
    Der im Verlauf der Arbeit verwendete Begriff industrieller Technik bzw. „technisches System“ schließt das Begriffsverständnis von „Biotechnik“ explizit nicht mit ein.Google Scholar
  52. 348.
    Ähnlich Faber et al. 1983b, S. 90Google Scholar
  53. 349.
    Vgl. Fußnote 338 auf Seite 83 der vorliegenden Arbeit. Unter einem negentropischen Prozeß kann ganz allgemein der eines Ordnungsaufbaus verstanden werden. Diese Interpretation ist vor allem in der Informationstheorie gebräuchlich. Vgl. hierzu Pfeiffer 1971, S. 40Google Scholar
  54. 350.
    Vgl. Abbildung 2 auf Seite 32 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  55. 351.
    Luhmann 1988, S. 242 [Hervorhebung im Original]Google Scholar
  56. 352.
    Ähnlich, aber ohne Zuhilfenahme der Systemtheorie argumentiert Mayer-Tasch 1994, o.S.Google Scholar
  57. 353.
    Georgescu-Roegen hat 1971 mit seiner Arbeit „The Entropy Law and the Economic Process“ umfassend auf die Bedeutung des Entropiephänomens und seine Auswirkungen für die Ökonomie hingewiesen. Vgl RSU 1991, S. 30 Ziffer 59; Faber et al. 1983b, S. 2f.Google Scholar
  58. 354.
    Georgescu-Roegen 1971, S. 280. Er wies an dieser Stelle auch darauf hin, „...[that M.F.] economists have failed to pay attention to this law...“. Für eine kritische Auseinandersetzung mit Georgescu-Roegens Arbeit vgl. Khalil 1990, S. 163–178Google Scholar
  59. 355.
    Zwar hat Soddy bereits 1912 auf den den Zusammenhang zwischen Thermodynamik und wirtschaftlichem Handeln hingewiesen (vgl. Binswanger 1992, S. 20), aber eine breitere Beschäftigung mit diesem Thema fand erst in den 80er Jahren statt, vor allem bei Proops 1983, Strebel 1980 und 1991, Schütze 1985 und 1989, Möller 1989, Dyckhoff 1990 und Binswanger 1992.Google Scholar
  60. 356.
    Vgl. Hahne 1991, S. 41; Vgl. zur ausführlichen Herleitung der Unmöglichkeit der Reversibilität eines Produktionsprozesses Stephan 1989Google Scholar
  61. 357.
    Vgl. Georgescu-Roegen 1971, S. 281Google Scholar
  62. 358.
    Das Verkürzungsmerkmal des modellistischen Erkenntniskonzeptes besagt, daß in Modellen nur diejenigen Attribute erfaßt werden, die die Modellierer und/oder Modellbenutzer für relevant halten. Eine Ergänzungsforderung geht konform mit Stachowiaks Hinweis, daß Modelle ihre Ersetzungsfunktion nur innerhalb bestimmter Zeitintervalle erfüllen können. Vgl. Stachowiak 1973, S. 131f. Die Relevanz ökologischer Restriktionen ist mittlerweile unbestritten, daher muß die thermodynamisch begründete, zeitliche Richtungsabhängigkeit bei ökologisch motiviertem Erkenntnisziel anders als bisher als Attribut in die Modellbildung explizit integiert werden.Google Scholar
  63. 359.
    Vgl. Schultheiß 1978, S. 59Google Scholar
  64. 360.
    Vgl. die Ausführungen von Zahrnt 1993, S. 7Google Scholar
  65. 361.
    Vgl. diе grundlegenden Gedanken hierzu bei Stumm; Davis 1974, S. 81Google Scholar
  66. 362.
    Somit kumulieren sich die einzelnen Stufen im Laufe der Prozeßkette auf und müssen zusätzlich um den physikalisch zwangsläufigen Wirkungsgradverlust (im Beispiel sehr niedrig mit je einem Drittel berechnet) erhöht werden.Google Scholar
  67. 363.
    Mit „Einstiegsentropie“ wird im folgenden der Entropiewert beim Eintritt in ein System bezeichnet.Google Scholar
  68. 364.
    Eine mit Bauteilen bestückte Platine enthält durchschnittlich 7% Kupfer. Vgl. Fischer; Franke et al. 1992, S. 34.Google Scholar
  69. 365.
    Dies ist natürlich nur eine stark idealisierte Darstellung, die zusätzlich aus Vereinfachungsgründen den Zeitverzug zwischen Rohstoffentnahme und Ausscheiden des Stoffes aus dem Wirtschaftsprozeß nicht berücksichtigt.Google Scholar
  70. 366.
    Vgl. die Ausführungen in Kapitel 2.3 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  71. 367.
    So vermutet beispielsweise Schultheiß, „... daß es sich beim Recyling um Antientropieprozesse handelt, durch die Stoffe und Energie dem ökonomischen System wieder verfügbar gemacht werden....Unter dem Umweltbelastungsaspekt ist zu beachten, daß mit der Gewinnung von Rohkupfer aus Erzen oder der Aufbereitung und Umwandlung von Abfällen in wiederverwendbare Rohstoffe die erzielte geringere Entropie durch eine Entropiezunahme aufgrund der hierzu erforderlichen energieverbrauchenden und abfallerzeugenden Prozesse ausgeglichen werden kann.“ Schultheiß 1978 S. 65 und Fußnote 171 auf S. 65. Samuelson behauptet sogar, daß die von Georgescu-Roegen modellhaft beschriebene „thermodynamische Sanduhr“ von der Wissenschaft vorübergehend doch wieder umgedreht werden könnte. Zur Darstellung des Modells vgl. Georgescu-Roegen 1977, zur Kritik daran Samuelson 1980, S. 747 und zur Erwiderung auf die Kritik Georgescu-Roegen 1987, S. 17Google Scholar
  72. 368.
    Vgl. z.B. Kubicek und Thom, die im Handwörterbuch der Betriebswirtschaftslehre als Inputfaktoren aus der betrieblichen Umwelt u.a. zwar „Hersteller von Material“ und „Hersteller von Betriebsmitteln“ ausweisen, den entscheidenden Aspekt der Energiezufuhr aber nicht thematisieren. Vgl. Kubicek; Thom 1976, Sp. 3995f.Google Scholar
  73. 369.
    Vgl. Ropohl 1971, S. 135. Boulding spricht in diesem Zusammenhang von „frozen Know How“; vgl. Boulding 1968, S. 6Google Scholar
  74. 370.
    Dies macht gleichzeitig die praktische Unmöglichkeit vollständig reversibler Prozesse deutlich. Vgl. Seifert 1987, S. 45Google Scholar
  75. 371.
    Zu den Erzeugnisarten Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Stoffeigenschaft ändern und beschichten nach DIN 8580 vgl. Schneider 1984, S. 84Google Scholar
  76. 372.
    Strebel weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß Energiesparpotentiale in reichlicher Anzahl vorhanden sind. Langsam mehren sich auch die wissenschaftlichen Beiträge zur Energiewirtschaft in der Betriebswirtschaftslehre. Vgl. Strebel 1992b. S. 15Google Scholar
  77. 373.
    Vgl. Preißler; Dörne 1987, S. 41Google Scholar
  78. 374.
    Dies ist natürliche eine starke Vereinfachung, da in solche Preise über die Börse auch zukünftige Erwartungen und einige andere Faktoren eingehen, die kurz- und mittelfristigen Einfluß haben können.Google Scholar
  79. 375.
    Diese Steigerungsrate bleibt auch bei einer Umlage pro Kopf der Bevölkerung erhalten. Der Anteil dieser Aufwendungen am BSP hat sich im gleichen Zeitraum etwas mehr als verdoppelt. Vgl. die Zahlenangaben bei Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 1990, Ziffer 92Google Scholar
  80. 376.
    Allein das Subventionsvolumen für Forschungsinstitute hat sich während der letzten 25 Jahren verdoppelt. Vgl. Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 1990, Ziffer 44Google Scholar
  81. 377.
    Eine kurze Betrachtung der Nutzung des öffentlichen Gutes „Bundesautobahn“ bringt beispielsweise für die alten Bundesländer die folgenden Ergebnisse: Man kann feststellen, daß die Benutzung von 1984–1989 um fast 40% zugenommen hat. Die Länge dieser Straßenkategorie hat sich von 1970–1990 weit mehr als verdoppelt. Die mittlere Geschwindigkeit von LKW auf Autobahnen erhöht sich im Mittel seit 1978 pro Jahr um 0,1 km/h, was trotz sparsamerer und abgasärmerer Motoren einen steigenen Gesamtaustoß an Schadstoffen verursacht. Die Gefahrguttransporte über Autobahn verzeichnen einen enormen Anstieg, während die über die Schiene, trotz ihrer statistisch 14 mal höheren Sicherheit, abnehmen. Dies bedeutet eine wesentliche Erhöhung von Gefährdung und Belastung durch den zwangläufigen Anstieg der Zahl von Unfällen mit Gefahrguttransporten. Vgl. die Zahlenangaben bei UBA 1992, S.33–37Google Scholar
  82. 378.
    Die Ausgaben des Staates haben sich seit 1961 bis 1989 fast verzehnfacht und der Anteil am BSP wuchs von 34% auf 45 %. Die Zahl der staatlich Bediensteten von 1960–1989 hat sich mehr als verdoppelt, während sich im Vergleich der Anteil an selbständigen Unternehmern im gleichen Zeitraum stetig vermindert hat. Vgl. die Zahlenangaben bei Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 1990, Ziffer 41, 8 und 11. Der Staatsverbrauch am BSP betrug 1988 bereits über ein Drittel des privaten Verbrauches. Vgl. Ebd., Ziffer 20.Google Scholar
  83. 379.
    Die Belastungen aus Steuern, Beiträgen zu sozialen Einrichtungen und Abgaben stieg von 300 Mrd. DM (1965) auf insgesamt 1.600 Mrd. DM (1988). Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerung von 60 Mrd. DM pro Jahr. Errechnet aus Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 1990, Ziffer 39Google Scholar
  84. 380.
    Vgl. zu dеn folgenden Phänomenen die Ausführungen von Klaus bezüglich der Euphoriephase beim „qualitätsorientierten Management“ bei Klaus, P. 1991, S. 18Google Scholar
  85. 381.
    Vgl. Schwarz 1994, S. 1Google Scholar
  86. 382.
    Vgl. Fußnote 81 auf Seite 17 der vorliegenden Arbeit.Google Scholar
  87. 383.
    Vgl. zu Konsequenzen für die Kosten- und Leistungsrechnung, v.a. für die Kostenartenrechnung Schreiner 1992, S. 479f.Google Scholar
  88. 384.
    Zur Stellung des Betriebsbeauftragten für Umweltschutz in der Organisation vgl. Repenning 1989, S. 118–122Google Scholar
  89. 385.
    Im Gegensatz zur Empfehlung des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU), diesen Begriff wegen der Unschärfen zu vermeiden, verwendet ihn beispielsweise der VDI als Titel seiner Richtlinie 2243. Vgl. Kreibich 1994, S. 14Google Scholar
  90. 386.
    Vgl. SRU 1991, Tz 47Google Scholar
  91. 387.
    Im Handwörterbuch der Betriebswirtschaft findet sich unter dem Stichwort „Wiederverwendungskreisläufe (Recycling)“ der Hinweis, daß Recycling durch Wirkungen sowohl auf der Input-, als auch auf der Outputseite gekennzeichent ist. „Daraus folgt, daß ein geschlossener Kreislauf hergestellt werden muß. Erst bei Vorliegen dieser Bedingung kann von Recycling gesprochen werden“ Pfeiffer et al. 1976, Sp. 4456 oder dies. 1975, S. 204. Nimmt man eine entropische Perspektive ein, wird die dem Recyclingbegriff inhärente Problematik deutlich. Denn durch die Unmöglichkeit geschlossener Kreisläufe darf auch bei keinem beobachtbaren Vorgang von Recycling gesprochen werden. Gegen das vollständige „Energierecycling“ spricht der Dritte Hauptsatz der Thermodynamik, der sog. Nernstsche Satz. Vgl. Gerthsen et al. 1986, S. 223f. Aber auch diese naturwissenschaftlich völlig unumstrittene Tatsache wird in selbst in umfangreicheren Fachpublikationen zum Thema „Abfallwirtschaft“ ignoriert. Bilitewski et al. 1990, S. 16 geben beispielsweise sogar das Potential an Material- und Energierecycling prozentual an. Vgl. auch die Fallstudien zum „energetischen“ Recycling bei Claerbout 1987 oder auch Ackermann 1987Google Scholar
  92. 388.
    Vgl. RSU 1991, S. 29 Ziffer 53. und S. 21 Ziffer 27Google Scholar
  93. 389.
    Vgl. Rifkin 1982, S. 148Google Scholar
  94. 390.
    Vgl. Klaus, P.; Fischer 1994 S. 172 Nach Schelsky werden durch Begriffsvernebelung mit einem klassenspezifischen Vorrat an Leerformeln bewußt falsche hypnotische Zwänge aufgebaut. Vgl. Knizia 1992, S. 46. Auch Stegmüller fuhrt als eines der größten Probleme die semantische Verschmutzung unserer geistigen Umwelt an. Vgl. Stegmüller 1975 Selbst auf dem 2. Umweltsymposium der Süddeutschen Zeitung „Aufbruch in die Kreislaufwirtschaft“ am 29. und 30.11.1993 in München wurde die Vorstellung vom Kreislauf von keinem der durchaus illustren Referenten ernsthaft in Frage gestellt. Vgl. Prisma 1993. Anders jedoch konstatierte der Kommentar des VDI-Organs zu diesem Symposium (vermutlich eher unbewußt) eine „Kreislaufwirtschaft ohne rechten Anfang“ Vgl. Sauer 1993, S. 2. Auch die betriebswirtschaftliche Forschung hat augenscheinlich ihre Probleme mit dem Begriff des Kreislaufs, den man durch Umdefinieren zu erhalten versucht. Schultheiß und Staudt sprechen in diesem Zusammenhang von „partiell geschlossenen Kreisläufen“ Vgl. Staudt; Schultheiß 1973 und Schultheiß 1978, S. 66. Bongaerts et al. 1994, S. 115 diagnostizieren in ihren „Anforderungen an eine Kreislaufwirtschaft“, „...daß Stoffstöme, die im Kreislauf geführt werden, irgendwann stagieren...“ — ziehen aber daraus nicht die oben beschriebene Schlußfolgerung. Schreiner stellt bei seinen begrifflichen Grundlagen unter der Kapitelüberschrift (!) „Betriebliche Kreislaufwirtschaft“ fest, daß Kreisläufe eigentlich nicht möglich sind und der Kreislaufbegriff daher irreführend sei. Vgl. Schreiner 1991. S. 58f. Stahel zeichnet beim „Prinzip der geschlossenen Kreisläufe“ das Bild von einem „...sich Selbstversorgern Kreislaufsystem mit Nutzungsdauerverlängerungsschlaufen...“. Stahel 1994, S. 73. Müller 1994, S. 87 fordert u.a. die Schließung der Stoffkreisläufe als „ökologische Effizienzrevolution“. Über diese eigentlich unmöglichen „geschlossenen Stoffkreisläufe“ laufen derzeit sogar ganze Forschungsprojekte, so z.B. bei Garbe; John 1993, S. 118–119 Gerade die Praxis hat sich der Kreislauf-Illusion verschrieben: „Wir wollen geschlossene Kreisläufe aufbauen...“, beschreibt beispielsweise Althoff, Sprecher der Telekom die strategische Stoßrichtung der deutschen Behörde. Zitiert nach Zupanc 1994, S. 18Google Scholar
  95. 391.
    Begriffe umfassen drei Merkmale: (1) Für jeden Begriff muß ein sprachlicher Ausdruck existieren, (2) dieser muß mit einer Bedeutung verküpft sein und (3) muß eine Beziehung zu Objekten aus der Wirklichkeit bestehen. Vgl. Stegmüller 1980, S. 61; vgl. Haller; Grassl 1980, S.49Google Scholar
  96. 392.
    Vgl. RSU 1990, S. 30, Ziffer 60Google Scholar
  97. 393.
  98. 394.
    Dies entspricht einer jährlich freigesetzten Menge von 20.000 Tonnen, etwa doppelt soviel, wie durch „offene“ Anwendungen emittiert wird. Vgl. Ahrens; Grießhammer 1994, S. 127Google Scholar
  99. 395.
    Vgl. hierzu die Ergebnisse der Studie von Nolte 1982.Google Scholar
  100. 396.
    Vgl. Friedl 1994c, S. 1; Friedl 1994d, S. 2Google Scholar
  101. 397.
    Als Beispiel hierfür sei der folgende Auszug aus einem Logistikkonzept eines Zerlegebetriebes für Elektronikschrott angeführt: „Zur Belieferung des Shredders mit 1 t Material/h müssen somit stündlich 20 Maschinen demontiert werden“ Röhm; Biermann 1994, S. 28. Ökologisch bedenklich, aber ökonomisch notwendig ist die Verwendung des Wortes „müssen“. Während bereits heute wegen des hohen Automatisierungsgrades bei einer Raffinerie pro Stunde Stillstandskosten von etwa 100.000 DM anfallen, also mit allen Mitteln vermieden werden muß, wird aus der chemischen Industrie trotz alledem der Ruf nach mehr Automatisierung v.a. im Umweltschutz immer lauter. Vgl. Krause 1994, S. 18. Voll- oder teilautomatisierte Entsorgungsanlagen dürften sich bei entsprechender Größe ähnlich kostensensibel bei einer Unterauslastung verhalten. Das ökologisch wünschbare Ziel der Abfallreduktion läuft dann dem Auslastungsziel genau entgegen.Google Scholar
  102. 398.
    Die „... Müllvermeidung zeigt bisher wenig Erfolge... die Müllmengen werden auch künftig nicht sinken...“ Friedl 1994c, S. 1Google Scholar
  103. 399.
    Vgl. Kurz 1993, S. 64Google Scholar
  104. 400.
    Vgl. Helfrich 1990, S. 87Google Scholar
  105. 401.
    Vgl. Pohlen; Farris 1992, S. 35–47Google Scholar
  106. 402.
    Dies ist auch vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus vertretbar, denn Materie entspricht, mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit multipliziert, Energie.Google Scholar
  107. 403.
    Der Begriff des Verschleiß aus der Rheologie trifft den o.g. Sachverhalt nur zum Teil, weil hiermit nur der (mikroskopische) Anteil von Materie bezeichnet wird, der durch Reibung „verloren“ geht. In der Tat entziehen sich aber auch durch ökonomische Prozesse Materieanteile durch ihre makroskopische Feinverteilung einem erneuten Zugriff. Weiterhin ist der Begriff „Verschleiß“ stark prozeßorientiert und weniger strukturorientiert. Auch der begriffliche Gegenpart, mit dem der Verschleißanteil zusammen als Summe „Materie“ ausmachen müßte, fehlt. So muß als Schlußfolgerung festgestellt werden, daß an dieser Stelle noch Lücken für wesentliche Sachverhalte im wissenschaftlichen Begriffsgebäude bestehen.Google Scholar
  108. 404.
    Hierbei erhöht sich zwangläufig auch der Anteil an „Dienstleistungskomplexität“. Zu den Problemen des Anwachsens von Komplexität bei logistischen Dienstleistungen vgl. Klaus, P. 1991a, S. 13–21. Zum Aufbau von Komplexität in sozialen Systemen schreibt Luhmann: „Die Gesellschaft besteht aus nichts anderem als aus Kommunikatoren und durch die laufende Reproduktion von Kommunikatoren durch Kommunikation grenzt sie sich gegen eine Umwelt andersartiger Systeme ab. Auf diese Weise wird durch Evolution Komplexität aufgebaut.“ Luhmann 1986, S. 24Google Scholar
  109. 405.
    Mathematisch entspricht Komplexität dem Produkt aus der Anzahl der Systemelemente, der Anzahl der möglichen diskreten Elementzustände, der Anzahl der Koppelungen zwischen Elementen und einer Proportionalitätskonstante. Vgl. Kulla 1979, S. 37; Senn 1986, S. 37Google Scholar
  110. 406.
    Vgl. Binswanger 1992, S. 120Google Scholar
  111. 407.
    Als Genom wird die Gesamtheit aller Gene in den Chromosomen einer Körperzelle bezeichnet. Vgl. Lense 1982, S. 105. Unter dem Biozönosegenom soll daher die Gesamtheit aller möglichen Erbanlagen der belebten Natur verstanden werden.Google Scholar
  112. 408.
    Vgl. hierzu ausführlich Faber; Proops 1990, S. 13–51Google Scholar
  113. 409.
    „Darauf, daß die Natur...immer wieder aufs neue nachwächst, ist angesichts der ins Titanische gewachsenen menschlichen Eingriffe in die Natur kein Verlaß mehr.“ Mayer-Tasch 1994, o.S.Google Scholar
  114. 410.
    Faber et al. weisen der Natur durch ihre Fähigkeit, bestimmte Schadstoffe zu absorbieren, mithin zu entsorgen, eine Kapitalguteigenschaft zu, die instand gehalten werden muß. Durch zu starke Belastung wird diese Kapitalguteigenschaft zerstört. Vgl. Faber et al. 1983b, S. 1Google Scholar
  115. 411.
    Von diesem Prinzip gibt es von einer Mikroperspektive betrachtet -wenn auch unerwünschte-Ausnahmen, wie das Algenwachstum bei übermäßiger Eutrophierung zeigt. Allerdings geschieht dies jeweils auf Kosten des Wachstum natürlicher Umsysteme.Google Scholar
  116. 412.
    Vgl. Klaus, P. 1987, S. 62Google Scholar
  117. 413.
    Liesegang 1994, S. 7Google Scholar
  118. 414.
    Mayer-Tasch 1994, o.S.Google Scholar
  119. 415.
    Beispiele hierzu sind der Übergang von Postsendungen auf electronic mail-Systeme oder die Kommunikation per Fax, die zwar noch papiergebunden ist, aber ebenfalls den größten Teil des physischen Transports von Informationen substituiert.Google Scholar
  120. 416.
    So z.B. Schmidt-Bleek 1994, S. 94Google Scholar
  121. 417.
    Solche Systeme sind durch eine minimale Entropieproduktion gekennzeichnet und werden von äußeren Randbedingungen daran gehindert, das absolute Gleichgewicht zu erreichen. Sie streben daher einen Zustand an, der dem Gleichgewicht so nahe wie möglich kommt. Vgl. Prigogine; Stengers 1993, S. 147. Reaktionen solcher Systeme auf eine Änderung der Randbedingungen sind völlig vorhersagbar. Vgl. ebd. S. 148Google Scholar
  122. 418.
    Der in Abbildung 15 auf Seite 90 der vorliegenden Arbeit beschriebene Modellaufbau stellt ein solches System „nahe dem thermodynamsichen Gleichgewicht“ dar. Nach dem Öffnen des Ventils gleichen sich die Potentialunterschiede in beiden Behältern aus und das System befindet sich im Gleichgewicht.Google Scholar
  123. 419.
    Die Unterscheidung des hinreichend großen Abstandes zum Gleichgewicht gegenüber Systemen „nahe dem Gleichgewicht“ kann durch Messung mit der sog. Reynoldssche Zahl getroffen werden. Vgl. Prigogine; Stengers 1993, S. 153Google Scholar
  124. 420.
    Vgl. ausführlich Prigogine; Stengers 1993, v.a. S. 148–154Google Scholar
  125. 421.
    Vgl. Rifkin 1982, S. 66Google Scholar
  126. 422.
    Zur Begriffsbestimmung vgl. Tabelle 5 auf Seite 78 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  127. 423.
    Vgl Vester 1990, S. 73Google Scholar
  128. 424.
    Vgl. UBA 1992Google Scholar
  129. 425.
    Allein die gegenseitige Abhängigkeit verschiedener Informationstechnologien untereinander bei ihrer Entwicklung, Herstellung, Verteilung, Anwendung und Entsorgung macht eine eindeutige Trennung bereits unmöglich.Google Scholar
  130. 426.
    Die ständig steigende Leistung pro Kosteneinheit macht einen Einsatz vom Informationstechnologie und damit eine Substitution von (teurer) menschlicher Arbeit durch Kapital ökonomisch immer attraktiver.Google Scholar
  131. 427.
    Vgl. UBA 1992, S 28, 31; Binswanger 1992, S. 359f., Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 1990, Ziffer 104. Seit 1970 stieg das Gütterverkehrsaufkommen um 60%. Mit einer weiteren Zunahme wird auch über das Jahr 2000 hinaus gerechnet. Vgl. Matutes 1994, S. B3Google Scholar
  132. 428.
    Die amerikanische Transportindustrie benötigte bereits 1975 über 41% der pro Jahr „verbrauchten“ Energie. Vgl. Rifkin 1982, S. 162f.Google Scholar
  133. 429.
    Errechnet aus Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 1990, Ziffer 99. Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Jahre 1970 bis 1988. Vgl. auch UBA 1992, S. 16Google Scholar
  134. 430.
    Vgl. hierzu die Ausführungen auf Seite 62 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  135. 431.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen von Pfeiffer et al. 1993. Zu den aktuellen Plänen einiger deutscher Konzerne bezüglich Produktionsverlagerungen vgl. Hirn; Nölting 1994, S. 84–97Google Scholar
  136. 432.
    Vgl. Schmidt-Bleek 1994, S. 107. Die von ihm beispielsweise als eine solche neue Lösung beschriebene „eiserne Kuh“, die in der Lage ist, vor Ort mit minimalen Materialmengen „nicht unter Druck stehende“ Getränke zu verpacken, vermindert zwar die Materialintensität der Verpackung, aber allein die logistischen Auswirkungen der damit notwendig werdenden „Vorprozesse“ erscheinen nicht mehr vernachlässigbar. Vormals logistisch optimierte, gepoolte LKW-Anlieferungen müßten ersetzt werden durch einzelne Tankwägen und umfangreiches Befüllungsequipment zur sterilen Versorgung und auch zur täglich notwendigen Reinigung solcher „eisernen Kühe“. Zusätzliche Umweltbelastungen durch eine solche verminderte „Verpackungsmaterial-Intensität“ sind von seiten der Haushalte zu erwarten, die ihre anzuschaffenden, zu transportierenden und zu reinigenden Behältnisse ebenfalls nicht ökologisch „kostenlos“ und „materialvermindert“ erhalten.Google Scholar
  137. 433.
    Eine Material- oder Energiekette läßt sich bei entsprechend hohem Aufwand und unter Beachtung der ökologischen Unschärferelation annähernd quantifizieren. Damit ist man ökologisch jedoch noch keinen nennenswerten Schritt weitergekommen, denn das eigentlich zu bewertende Wirkungsnetz aller beteiligter Ketten entzieht sich wegen der enormen Komplexität der menschlichen Erkenntnisfahigkeit. Eine Bewertung „einzelner“ Ketten läuft Gefahr, in der Meinung ökologisch einen gangbaren Weg gefunden zu haben, unkritisch verallgemeinert und verabsolutiert zu werden. Die Meinung, „...die ökologisch strukturell angepaßte Wirtschaft ist eine entmaterialisierte Wirtschaft“ (Schmidt-Bleek 1993, S. 65) muß zumindest in der Hinsicht hinterfragt werden, in wie weit dieser „Entmaterialisierung“ in vor- und nebengelagerten Ketten ein Aufbau von Materiestruktur entgegen steht.Google Scholar
  138. 434.
    So blieb allein wegen steigender Durchschnittsgeschwingkeiten in Deutschland trotz technologisch bedingt gesunkenem Kraftstoffverbrauch der durchschnittliche Gesamtverbrauch von etwa 10,6 Liter pro Fahrzeug seit zehn Jahren konstant. Vgl. UBA 1992, S. 34 und S. 28Google Scholar
  139. 435.
    Allein durch den Bevölkerungszuwachs in den sogenannten Entwicklungsländern „verteilt“ sich der Verbrauch die Industrienationen ohne wirkliche energetische Einschränkung optisch günstiger auf mehr „Köpfe“.Google Scholar
  140. 436.
    Vgl. UBA 1992, S. 11, 15–19, 70, 72f.Google Scholar
  141. 437.
    Vgl. die Zahlenangaben bei Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 1990, Ziffer 104; UBA 1992, S. 31Google Scholar
  142. 438.
    In den letzten 40 Jahren hat sich der Verbrauch an Wasch- und Reinigungsmitteln etwa verfünffacht. Vgl. UBA 1992, S. 46f.Google Scholar
  143. 439.
    Seiffert 1987, S. 53f.Google Scholar
  144. 440.
    Vor allem Objekte, die zur Erhaltung ihrer Funktionsfähigkeit und bei ihrer Funktionserfüllung materie- und energieintensiv sind, verhalten sich hinsichtlich dieser Quantitäten bei technischem Fortschritt sehr sensibel. Man denke z.B. an die Senkung des Treibstoffverbrauchs bei Fahrzeugen oder an den Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch bei Wasch- oder Geschirrspülmaschinen.Google Scholar
  145. 441.
    Daß flexiblere Produktionsstrukturen materiell und energetisch mehr Input benötigen, ist mit Hilfe Ellingers „Gesetz der Wechselproduktion“ direkt aus dem benötigten höheren Vorbereitungsgrad ableitbar. Vgl. Ellinger 1985; Ellinger 1963Google Scholar
  146. 442.
    Gerade in der Informationstechnologie ist man augenscheinlich auf steigende Geschwindigkeiten und Integrationsdichte angewiesen. Bereits jetzt werden die Grundlagen für Chips gelegt, die auf einem Quadratzentimeter (!) die Speicherung von sechs Milliarden Schreibmaschinenseiten oder Videofilme mit fünf Jahren Gesamtspieldauer ermöglichen. Vgl. o.V. 1994o, S. 6. Es scheint schwer vorstellbar, daß solche Informationsdichten in einigen Jahren mit heute als „langlebig“ konstruierten Boarddesigns und Zugriffsstrukturen vernünftig nutzbar gemacht werden können.Google Scholar
  147. 443.
    Unter Transaktionen sollen im folgenden wirtschaftlich-technisch induzierte Prozesse verstanden werden. Biologisch induzierte Prozesse sind in diesem Transaktionsbegriff explizit nicht enthalten.Google Scholar
  148. 444.
    So ist über Ökobilanzen von Ein- oder Mehrwegverpackungen in der Tat ein regelrechter Glaubenskrieg ausgebrochen. Man wirft sich vor, die jeweiligen Schlußfolgerungen seien „...falsch und unredlich.“ o.V. 1944k, S. 8. Insgesamt überwiegt jedoch mittlerweise die Meinung, daß Mehrwegsysteme nicht grundsätzlich ökologisch besser zu bewerten sind. Vgl. hierzu die Literaturangaben in Fußnote 81 auf Seite 17 der vorliegenden Arbeit.Google Scholar
  149. 445.
    Die Technologiefolgenabschätzung des VDI enthält beispielsweise keine explizierten Kriterien zu Systemwirkungen und damit auch nicht zu logistischen Folgewirkungen einzelner Technologien. Vgl. VDI 1991b, S. 13. Vgl. auch Stephan 1991, S. 325Google Scholar
  150. 446.
    Transaktion umfasst den „Prozeß der Anbahnung, Vereinbarung, Kontrolle und u.U. Anpassung eines Leistungsaustausches, der dem eigentlichen physischen Güteraustausch logisch, meist auch zeitlich voraussgeht“. Vgl. Sydow 1992 S.130. Transaktionskosten sind im wesentlichen also die Informations- und Kommunkationskosten. Zur Gestaltung interorganisatorischer Logistiksysteme auf Basis des Transaktionskostenansatzes vgl. Pfohl; Large 1992, S. 15–51Google Scholar
  151. 447.
    Vgl. zu den Kosten der Typenvielvalt ausführlich Pfeiffer et. al. 1989Google Scholar
  152. 448.
    Vgl. zum Begriff der „verborgenen Fabrik“ Miller; Vollmann 1986, S. 84–89Google Scholar
  153. 449.
    Vgl. Cooper; Kaplan 1988, S. 96Google Scholar
  154. 450.
    Hierbei belasten nicht nur die Transaktionen der Analyse und Bewertung die Umwelt, sondern auch die materiellen und geistigen Prozesse der Entwicklung, Herstellung und der Distribution des jeweiligen Instrumentariums.Google Scholar
  155. 451.
    Heisenberg selbst schreibt hierzu: „Die klassische Physik stellt jenes Streben nach Naturerkenntnis dar, bei dem wir grundsätzlich von unseren Wahrnehmungen auf objektive Vorgänge zu schließen suchen und daher auf die Berücksichtigung der Einflüsse verzichten, die jede Beobachtung auf das zu beobachtende Geschehen ausübt; die klassische Physik hat daher ihre Grenze an eben der Stelle, wo vom Einfluß der Beobachtung auf das Geschehen nicht mehr abgesehen werden kann.“ Heisenberg 1980, S. 39–40Google Scholar
  156. 452.
    Vgl. hierzu Fußnote 81 auf Seite 17 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  157. 453.
    Senn 1986, S. 347Google Scholar
  158. 454.
    In diesem Sinne etwa Stahlmann 1993, S. 108 oder RSU 1991, S. 30, Ziffer 61Google Scholar
  159. 455.
    Zur Theorie offener Systeme und deren Selbstorganisationsfähigkeit vgl. ausführlich Jantsch 1986 und mit stark physikalischer Ausrichtung Prigogine; Nicolis 1987Google Scholar
  160. 456.
    Ähnlich argumentiert Beckenbach 1992, S. 22Google Scholar
  161. 457.
    Vgl. Fußnote 367 auf Seite 94 dieser ArbeitGoogle Scholar
  162. 458.
    Mit Beachtung der in Fußnote 321 auf Seite 78 genannten Einschränkung. Letzendlich können die thermodynamischen Gesetze auf auch auf das Universum als Ganzes angewendet werden, wie Clausius bereits 1867 gezeigt hat. Vgl. Georgescu-Roegen 1987, S. 4f.Google Scholar
  163. 459.
    Enthalpie ist die physikalische Bezeichnung für den Energieinhalt von Materie. Vgl. Hahne 1991, S. 67; Schaltegger; Sturm 1992c, S. 72Google Scholar
  164. 460.
    Die biologische Unterscheidung zwischen Warm- und Kaltblüter soll hier vernachlässigt werden. Zwar benötigen letztere umweltexterne Sonnenenergie, insofern die vorgenommene Typisierung nicht exakt abgrenzt, aber im Hinblick auf das Typisierungsziel und dem ökologischen Erklärungswert kann wegen der unnötigen Komplizierung auf diese Unterscheidung verzichtet werden.Google Scholar
  165. 461.
    Migrationen aus Produkten in Wasser, Boden und Luft stellen nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem dar. Durch entsprechende Isolierungen kann das Problem zwar nicht gelöst, jedoch zumindest aufgeschoben werden. Prozeßinduzierte Beeinträchtigungen wirken allerdings unmittelbar und in aller Regel auch in anderen Dimensionen auf ihre Umsysteme ein.Google Scholar
  166. 462.
    Vgl. Faber et al. 1983b, S. 69Google Scholar
  167. 463.
    Stöber 1992, S. 55Google Scholar
  168. 464.
    Vgl. Strebel 1992b, S.15Google Scholar
  169. 465.
    MAK= maximale ArbeitsplatzkonzentrationGoogle Scholar
  170. 466.
    BAT=biologischer ArbeitsplatztoleranzwertGoogle Scholar
  171. 467.
    TRK=technische RichtkonzentrationGoogle Scholar
  172. 468.
    vgl. Fußnote 275 auf Seite 63 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  173. 469.
    Zu Lärmbelästigungen durch Güterverkehr vgl. Fonger 1992, S. 91f.Google Scholar
  174. 470.
    Ausgenommen ist dabei die Umwandlung von Kernenergie in WärmeGoogle Scholar
  175. 471.
    Diese Haltung ist vergleichbar mit der einem Menschen, der „...in einem zu kalten Raum sitzt und seine Zeit damit verbringt, Meßreihen vom Thermometer aufzunehmen und am Thermometer herumzumanipulieren in der Hoffnung, daß sich dadurch seine ungemütliche Situation verbessert. Was er stattdessen tun sollte...ist weggehen von der Mess-, Zähl- und Indikatorenmentalität, die uns die betriebswirtschaftliche Theorie und Praxis über Jahre und Jahrzehnte eingetrichtert hat. ...Es ist gescheiter, ein Scheit Holz aufzulegen... wenn es im Zimmer kalt ist, als sich stundenlang mit dem Thermometer auseinanderzusetzen.“ Klaus, P.; Freimuth 1993, S. 116Google Scholar
  176. 472.
    Vgl. hierzu Kunz 1983, S. 27f.Google Scholar
  177. 473.
    Vgl. Jonas 1984, v.a. S. 36Google Scholar
  178. 474.
    Vgl. hierzu auch Klaus, P. 1987, S. 62f.Google Scholar
  179. 475 Vgl. Klaus, J. 1992, S. 57Google Scholar
  180. 476.
    Die Abnutzung oder Zerstörung dieser Substanz blieb in den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bisher im wesentlichen unberücksichtigt. Vgl. Klaus, J. 1992, S. 57Google Scholar
  181. 477.
    Dies gründet sich im wesentlichen aus dem Ganzheitlichkeitsanspruch der Logistik, also einen bewußten Hinterfragen bzw. Erweitern der betrachteten SystemgrenzenGoogle Scholar
  182. 478.
    Klaus weist darauf hin, daß keinerlei Mangel an Definitionsangeboten sowohl in der Fachliteratur, als auch in der Fachdiskussion herrscht. Vgl. Klaus, P. 1991b, S. 25Google Scholar
  183. 479.
    Vgl. Kirsch 1971; Ihde 1972; Klaus, P. 1993, v.a. S. 5; Schnorbus 1994, S. 11Google Scholar
  184. 480.
    Klaus, P. 1993, S. 5. Vgl. Klaus, P. 1992b, S. 15Google Scholar
  185. 481.
    Vgl. hierzu auch Klaus, P.; Fischer 1994, S. 158f.Google Scholar
  186. 482.
    Zu einer solchen „Viele-R“-Aufgabendefinition von Logistik vgl. die Abbildung 1 bei Klaus, P.; Fischer 1994, S. 160; oder Jünemann 1989, S. 18Google Scholar
  187. 483.
    Vgl. ausführlich Klaus, P. 1993, S. 11–13Google Scholar
  188. 484.
    Vgl. Klaus, P.; Fischer 1994, S. 161–164Google Scholar
  189. 485.
    Vgl. Klaus, P.; Fischer 1994, S. 161Google Scholar
  190. 486.
    In der Literatur werden im Bereich der Logistik je nach Abstraktionsbereitschaft verschiedene Systemebenen verwand. Ihde und Kirsch unterteilen z.B. in drei Ebenen. Vgl. Ihde 1984, S. 30; Kirsch et al. 1973, S. 82. Pfohl führt eine metalogistische Zwischenebene ein und Drechsler beabsichtigt, mit einer „mesologistischen“ Systemebene vertikal gleichrangige Systeme horizontal zu verknüpfen. Vgl. Drechsler 1988, S. 21f. Zur Differenzierung von Systemrängen im Rahmen der Systemtheorie vgl. Ropohl 1975, S. 25–34.Google Scholar
  191. 487.
    Schnorbus 1994, S. 11Google Scholar
  192. 488.
    Klaus, P. 1993, S. 29Google Scholar
  193. 489.
    Vgl. Klaus, P. 1987, S. 62Google Scholar
  194. 490.
    Vgl. Heimsoeth 1993, S. 11Google Scholar
  195. 491.
    In fast allen derzeit gemessenen Immissionskategorien „...ist der Straßenverkehr Umweltsünder Nummer eins.“ Boeckh 1993, S. 28 . So ist hier Jünemann nur zum Teil zuzustimmen, wenn er schreibt: „Logistische Prozesse bewirken im Rahmen eines Transformationsprozesses eine Veränderung des Systemzustandes von Gegenständen der Logistik hinsichtlich Zeit, Ort, Menge, Zusammensetzung und Qualität.“ Jünemann 1989, S. 12. Denn gerade die expliziten und ungewollten Veränderung des Systemzustandes selbst, induziert durch logistische Prozesse mit und an Objekten der Logistik können nicht ohne Erkenntnisverlust ausgeblendet werden.Google Scholar
  196. 492.
    Vgl. hierzu UBA 1992, S. 184, S. 253–255; Türk 1990a, S. 39; Riese 1994, S. 3. Zu einer Analyse zentraler Umwelteinflüsse des Verkehrs vgl. Kandler 1991Google Scholar
  197. 493.
    Noch 1987 war in Ihde’s Bericht über Stand und zukünftige Entwicklung der Logistik die „Entsorgungslogistik“ kein Thema. Vgl. Ihde 1987, S. 703–716. Auch bei Wildemann wurden 1991 bei der Entwicklung von Einfuhrungsstrategien für Just-in-Time-Logistik Umweltauswirkungen noch nicht berücksichtigt. Vgl. Wildemann 1991, S. 149–169. Die Antwort von Stabenau auf die Frage, wohin die Logistik wandert, enthielt ebenfalls noch keinen Hinweis auf die Dringlichkeit logistischer Entsorgungsstrukturen. Vgl. Stabenau 1991, S. B1. Jünemann führt bei seiner Beschreibung der Bedeutung der Logistik zwar Gefahren bestimmter Entwicklungen auf, umweltrelevante Faktoren finden allerdings keine Erwähnung. Vgl. Jünemann 1989, S. 28–32Google Scholar
  198. 494.
    Vgl. Werner 1991; Weber 1990, S. 977 oder Böhme, der zwar bei seiner Untersuchung makrologistischer Systeme Umweltauswirkungen berücksichtigt, allerdings nur im Rahmen seines „...gesamtwirtschaftlichen Güterstroms über alle Wirtschaftsbereiche Produktion-Konsumption-Distribution...“. Eine logistisch orientierte Entsorgung bleibt auch hier außen vor. Böhme 1991, S. 31. In einem der Standardwerke der betriebswirtschaftlichen Literatur „Materialfluß und Logistik“ nimmt „Entsorgungslogistik“ einen Raum von 11 von insgesamt 762 Seiten ein und beschränkt sich im wesentlichen auf die Darstellung neu gestalteter Abfallbehälter, Abfalltransport- und Sammelfahrzeuge. Vgl. Jünemann 1989, S. 728–738.Google Scholar
  199. 495.
    Eine Analyse einer Hamburger Brauerei ließ beispielsweise nach den Angaben des Logistikleiters „...Erschreckendes zu Tage...“ treten, denn die meisten transportlogistischen Entscheidungen wurden operativ frei nach Gusto getroffen. Vgl. Corneißen 1988, S. 277. Jünemann bemerkt hierzu: „...die mangelnde Aussagefähigkeit des vergangenheitsorientierten, fertigungs- und nicht materialflußbezogenen traditionellen betrieblichen Rechnungswesens verdeutlicht die Notwendigkeit eines aussagekräftigen Logistik-Controllings, das es ...aufzubauen gilt.“ Jünemann 1989, S. 70f.Google Scholar
  200. 496.
    Vgl. Nitzinger 1984, S. 135Google Scholar
  201. 497.
    Vgl. Stölzle 1993Google Scholar
  202. 498.
    Nach Pfohl; Stölzle „...soll Entsorgungslogistik verstanden werden als die Anwendung der Logistikkonzeption auf Reststoffe, um mit allen Tätigkeiten der raumzeitlichen Transportfunktion, einschließlich der Mengen- und Systemänderung, einen ökonomisch und ökologisch effizienten Reststoff-Fluß zu gestalten.“ Pfohl; Stölzle 1992, S. 573. Multhaup; Plümer verstehen unter Entsorgungslogistik „...das weite Feld der Handhabung der Abfallstoffe, also von der Methode der Sammlung, des Umschlages und der Tourenplanung über Möglichkeiten der Weiterverwendung, Weiterverwertung und wirtschaftlichen Nutzung bis hin zur Konzeption eines abfallwirtschaftlichen Gesamtkonzeptes“ Multhaup; Plümer 1990, S. 3Google Scholar
  203. 499.
    Schadstoffe werden nach ihrer Wirkungsdimension unterschieden in: toxische Stoffe (Schädigung oder Unterbindung von Stoffwechselvorgängen), teratogene Stoffe (Störung der Embryonalentwicklung und Auftreten von Mißbildungen), mutagene Stoffe (irreversible Schäden der Erbinformation) und cancerogene Stoffe (Auslösung tumorartiger Erkrankungen infolge von Veränderungen im genetischen Apparat). Vgl. Kümmel 1988, S. 134; Heller 1985, S. 139–142Google Scholar
  204. 500.
    Vgl. die Ausführungen auf Seite 106 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  205. 501.
    Vgl. Fußnote 145 auf Seite 31 der vorliegenden ArbeitGoogle Scholar
  206. 502.
    Vgl. Stachowiak 1973, S. 36f.Google Scholar
  207. 503.
    Vgl. Schneider 1984, S. 29f.Google Scholar
  208. 504.
    Zu den Prinzipien der Modellkonstruktion vgl. Stachowiak 1973, S. 131f.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Mario Fischer

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