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Integrationsfähigkeit in einem heterogenen Wirtschaftsraum

  • Gerhard Fisch
Chapter
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Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

Die nachholende Entwicklung der Peripherieländer sowie deren Einbindung in eine kohäsionsorientierte Arbeitsteilung innerhalb der EG hängt im ganz besonderen Maße von den Standortbedingungen in den Peripherieländern ab. Diese Vorstellung fußt auf der Annahme, daß ihre Position eng mit den standortbedingten Wettbewerbsvorteilen verbunden ist, aus denen sich spezielle Verfügbarkeiten ergeben. Mit der Frage nach der Integrationsfahigkeit wird daher im folgenden dem Zusammenhang von Standort-und Außenhandelstheorie entsprochen, nach dem die Integration die Integration maßgeblich von der Standortdynamik abhängt.1 Aus dieser Sicht ist die Integrationstheorie — die bekanntlich die geographische Dimension des Außenhandels vernachlässigt — um standorthteoretische Überlegungen zu erweitern.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Kap. IV dieser Arbeit zur Bedeutung standorttheoretischer Hintergründe des Außenhandels.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl Kap. IV. 1.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. hierzu die Studie von H. Zimmermann, (1991), der die Bedeutung der sog “harten” und sog. “weichen” Standortfaktoren im Binnenmarkt untersucht und im übrigen auch nicht zu einem eindeutigen Ergebnis kommt.Google Scholar
  4. 4.
    Zu den Gravitationsaufgaben zählt neben der zentralen Nachfragefunktion für die Exporte der angegliederten Räume insbesondere die Erhaltung der Innovationsfähigkeit, die zusammen genommen als Integrierfähigkeit bezeichnet werden sollen. Auf welche Standortbedingungen es in den Innovationsländern ankommt, wird bei E. Malecki, (1990), S. 135 ff herausgearbeitet.Google Scholar
  5. 5.
    In allen drei E allen ging es bei der Aufnahme weniger um die raumwirtschaftliche Vervollständigung des europäischen Kraftfeldes, als um die politische Stabilisierung der jeweiligen innenpolitischen Situation in den ersten post-diktatorisehen Jahren.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. hierzu P. M. Romer, (1986), G. M Grossman, E. Helpman, (1991).Google Scholar
  7. 7.
    Übertragen wir die Vorstellung von der Integrationsfähigkeit auf die Kernländer, so bezieht sich die Fragestellung auf die Bedingungen zur Innovation.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. G. Dosi, K. Povití, L. Soete, (1990).Google Scholar
  9. 9.
    Darüber hinaus ist der Technologietransfer nur in Ausnahmefällen kostenlos.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. R. Jochimsen, (1966), S. 105.Google Scholar
  11. 11.
    Nach Ansicht der Kommission bedarf es sogar einer zentralen Planung von transeuropäischen Netzen auf Gemeinschaftsebene, um damit die Grundlage für einen kohärenten Rahmen zukünftiger Austauschbeziehungen zu schaffen. Vgl. EG-Kommission, (1991b), S. 16. An dieser Stelle soll jedoch der Frage nach der raumplanerischen Kompetenzverteilung nicht weiter nachgegangen werden.Google Scholar
  12. 12.
    Über die Transportkostensenkung durch den Infrastrukturausbau verringert sich die Notwendigkeit, die Produktionsstätten in Nachfragenähe anzusiedeln.Google Scholar
  13. 13.
    Weitergehende Hinweise über die Bedeutung der “Wegekostenminimierung” durch den Ausbau der nationalen Infrastruktur findet man bei D. Fürst, u. a., (1975), S. 161 und bei J. Reuter, (1987), S. 28. Daß neben der Senkung der Transportkosten positive Einkommenseffekte mit dem Ausbau der Infrastruktur verbunden sind, kann als regionaler Nebeneffekt in das Kalkül einbezogen werden. Dies sollte jedoch nicht soweit gehen, daß die Infrastrukturpolitik in diesem Sinne primär als Instrument keynesianischer Nachfragesteuerung eingesetzt wird.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. D. Biehl, (1991), S. 162.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. J. Reuter, (1992), S. 130.Google Scholar
  16. 16.
    Methodisch und aus operationaler Sicht ist die Orientierung an der Infrastrukturausstattung, sowohl bei der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur wie auch bei der Ausstattung mit Humankapital, nicht unproblematisch. Es gibt zudem kaum geeignete Untersuchungen mit einer vergleichbaren statistischen Erfassung verschiedener Indikatoren. So sollen die hier aufgezeigten Indikatoren auch nur als Trendgrößen verstanden sein.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. EG-Kommission, (1991a), S. 33.Google Scholar
  18. 18.
    Zur Bedeutung des Humankapitals im Prozeß der nachholenden Industrialisierung am Beispiel Südkoreas siehe A. Amsden, (1989), S. 157ff.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. EG-Kommission, (1991a), S. 34.Google Scholar
  20. 20.
    Hierin unterscheiden sich nach Ansicht der Kommission die weniger entwickelten Regionen von den im industriellen Rückgang befindlichen Regionen, die ebenfalls von den EG-Strukturfonds unterstützt werden. Während alt-industrielle Problemregionen eine umfassende Infrastruktur geerbt haben, fehlt diese größtenteils in den zurückgebliebenen Regionen und stellt damit die betroffenen Regionen vor gänzlich andere Probleme. Vgl. EG-Kommision, (1990b), S. 242.Google Scholar
  21. 21.
    Zu den externen Effekten im Infrastrukturbereich siehe die immer noch relevante und grundlegende Arbeit von R. Jochimson, (1966), S. 52 ff. Nach Fürst u. a. sind Infrastruktureinrichtungen durch ihre Eigenschaften als öffentliches Gut gekennzeichnet, da sie häufig unteilbar sind, lange Ausreifungszeiten haben und i. d. R. das Ausschließlichkeitsprinzip gilt. Vgl. D. Fürst, P. Klemmer, H. Zimmermann, (1975), S. 159.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. zur Unternehmensgröße in verschiedenen Sektoren Tab. III im Anhang dieser Arbeit. Zur Problematik fehlender Großunternehmen in den EG-Peripherien siehe J. Pelkmans, (1991), S. 81.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. hierzu J. Vinals, (1990), S. 221 und K. G. Salmon, (1991), S. 35.Google Scholar
  24. 24.
    Zu den wirtschaflspolitischen Anpassungsversuchen in Griechenland siehe OECD, (1991b), S. 57ff.Google Scholar
  25. 25.
    Zur Bedeutung von industriellen Komplexen siehe M. Porter, (1991), S. 172 ff; Malecki betont, daß jedes Gebiet ein kollektives Aktiva an regionalen Externalitäten besitzt, was sogar bei Abwesenheit von Zwischenfirmenkontakten wirkt und damit letztlich das kreative Potential einer Region darstellt. E. J. Malecki, (1990), S. 127.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl hierzu die Studie von H. -J. Axt, (1992), S. 24ffGoogle Scholar
  27. 27.
    Vgl. Nam, Ch. W., u. a., (1990); zur Bedeutung des Dienstleistungsangebots als Standortfaktor siehe M. Porter, (1990), S. 278.Google Scholar
  28. 28.
    Zu den Anpassungsprozessen in der traditionellen Handelstheorie siehe N. Grimwade, (1989), S. 369; zu den Anpassungsproblemen in der Zollunionstheorie siehe G. N. Yannopoulos, (1989).Google Scholar
  29. 29.
    H. — G. Preusse, (1991), S. 185; zu den Anpassungskosten und zur Problematik der Anpassungszeit siehe auch P. Gray, (1987), der besonders auf die gestiegenen Anforderungen an die Anpassung mit der zunehmenden Relevanz von neuen Technologien im internationalen Handel hinweist. Richardson zeigt, daß gerade aufgrund des unvollständigen Wettbewerbs die Anpassungsprobleme von besonderer Bedeutung sind. Vgl. J. D. Richardson, (1989), S. 11. Nach Blackhurst ist es aber ebenso einseitig, nur die Anpassungskosten zu beurteilen, ohne diese mit den Kosten fehlender Anpassung und den daraus resultierenden Wachstumsproblemen zu vergleichen. Vgl. R. Blackhurst, (1977), S. 51.Google Scholar
  30. 30.
    In diesem Sinne befinden wir uns auf der gleichen Argumentationsschiene wie von Hayek, der den Wettbewerbsprozess ebenfalls untrennbar mit dem Zwang zur ständigen Anpassung an veränderte Umstände in zeitlicher und räumlicher Hinsicht ansieht. Vgl. F. A. von Hayek, (1945).Google Scholar
  31. 31.
    Vor diesem Hintergrund präsentiert sich das Anpassungsproblem als entwicklungstheoretische Fragestellung und reflektiert damit die Erkenntnis, daß Entwicklung und Wachstum grundsätzlich mit strukturellen Veränderungen verbunden sind. Vgl. hierzu H. Chenery, (1986), Kap 3.Google Scholar
  32. 32.
    So beschränkt er sich in seiner Studie auf die partielle Untersuchung einzelner Faktoren und bevorzugt den Umweg über die Anpassungskosten. Vgl. H. -G. Preusse, (1991), S. 185 ff. Einen anderen Weg schlägt Ciasen ein, der die strukturelle Flexibilität einer Volkswirtschaft erfassen will und dazu als Orientierungsmaßstab den Ausgleich der sektoralen Grenzproduktivitätsunterschiede herausstellt, aber bei der Bestimmung der einzelnen Faktoren der Anpassungsfähigkeit ebenfalls im unklaren bleibt. Vgl. S. Ciasen, (1966).Google Scholar
  33. 33.
    Ch. P. Kindleberger, (1962), Kap. 7; D. Lorenz, (1967), Kap. 10; E. Minx, (1980), S. 157.Google Scholar
  34. 34.
    Bei Voigt sind es die sog. “Transformationslücken”, die überwunden werden müssen. H. G. Voigt, (1969); in dieser Hinsicht gewinnt die Untersuchung von Lorenz erneut an Aktualität, indem er in der Transformationsfunktion des Faktors Kapital eine entscheidende Determinante für die Transformationskapazität einer Volkswirtschaft sieht. Vgl. D. Lorenz, (1967), S. 143 ff.Google Scholar
  35. 35.
    Hierunter fallen z. B. die Konzentrationsbemühungen oder die Faktorsubstitution aufgrund neuer Technologien. Zum Zusammenhang von preis- und innovationsbedingtem Strukturwandel siehe auch H. — G. Preusse, (1991), S. 182.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. EG-Kommission, (1990b), S. 245.Google Scholar
  37. 37.
    Zu weiteren Anpassungsdeterminanten im Zusammenhang mit der Unternehmensgröße siehe N. Grimwade, (1989), S. 384.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. H. — G. Preusse, (1991), S. 195.Google Scholar
  39. 39.
    Zur exogenen Kapitalbildung über die Aktivitäten multinationaler Unternehmen in den EG-Peripheriestaaten siehe Kap. VII. 2; die makroökonomischen Bedingungen der Kapitalbildung werden im Kap VIII behandelt.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. zu den Hintergründen der Anpassungsvermeidung die Untersuchung von R. Blackhurst, (1977), S. 49.Google Scholar
  41. 41.
    Auf das Erbe eines geschützen Marktes für die Transformationsfähigkeit der nationalen Akteure am Beispiel Lateinamerikas verweist K. Eßer, (1991), S. 6. In diesem Sinne ist für die Entwicklung einer Integrationskultur die Existenz eines funktionierenden Wettbewerbsumfeldes essentiell.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. hierzu D. Greenaway, R. C. Hine, (1991), S. 604; Gray geht davon aus, daß jedes Land maximale Anpassungsraten hat, die es ohne nennenswerte soziale Kosten ertragen kann. Was darüber hinausgeht, erzeugt einen steigenden politischen Druck. Vgl. P. Gray, (1987); zur politischen Ökonomie der Anpassung innerhalb der EG siehe auch P. Guerrieri, P. C. Padoan, (1989), S. 18.Google Scholar
  43. 43.
    Der Wohlfahrtsbegriff ist hierbei umfassender als in der neoklassischen Version zu interpretieren und schließt neben der Frage der besseren Güterversorgung die Produktionsund Beschäftigungsaspekte sowie qualitative Aspekte des Wachstums mit ein, und berücksichtigt in umfassender Form die wachsenden Umwelt- und sozialen Kosten der Produktion.Google Scholar
  44. 44.
    Es ist zu beachten, daß die Anpassungsanforderungen von der offenen gemeinschaftlichen Außenhandelspolitik besonders in den für die Peripherie sensiblen Bereichen beeinflußt wird.Google Scholar
  45. 45.
    Für Streeten existieren substantielle qualitative Unterschiede in den Anpassungsanforderungen an Industrieländer und weniger entwickelte Länder. Während in den fortgeschrittenen Industrieländern die Faktormobilität als Anpassungsvariable im Vordergrund steht, sieht er die Anpassungaufgabe für die Entwicklungsländer primär in der veränderten Außenhandelspolitik, der Preispolitik sowie in institutionellen Reformen. Inwieweit sich die Anpassungsaufgabe für die Schwellenländer, die sich auf einem höheren Entwicklungsniveau befinden als die Entwicklungsländer, von derjenigen der Industriestaaten unterscheiden, wird auch von ihm nicht untersucht. P. Streeten, (1991), S. 93; zum unterschiedlichen Anpassungsdruck bei den Innovations- und Imitationsländern siehe M. Steiner, (1990), S. 212.Google Scholar
  46. 46.
    Zur Dynamik des Anpassungsdrucks in den Industriestaaten im Innovations-Imitations-Ablauf infolge der höheren Diffusionsgeschwindigkeit siehe H. — G. Preusse, (1991), S. 171.Google Scholar
  47. 47.
    Auch Perez betont die Notwendigkeit der Abstimmung der Standortbedingungen mit den neuen Technologien sowohl auf Unternehmensebene als auch auf institutioneller Ebene. In beiden Bereichen müßte die Flexibilität erhöht werden und die besonders im institutionellen Bereich auftretenden Rigiditäten sollten entfernt werden. Vgl. C. Perez, (1989), Kap ILGoogle Scholar
  48. 48.
    Der Eindruck, daß die EG-Peripherie länder einem überdurchschnittlichen Anpassungsdruck unterliegen, verstärkt sich, wenn man die Betroffenheit der drei Länder aus sektoraler Sicht betrachtet. Da besonders in Griechenland und Portugal und mit Abstrichen in Spanien der Anteil nachfrageschwacher und mit geringem Wachstumspotential ausgestatteter Sektoren groß ist und zudem der Anteil der dynamischen Sektoren eher in den fortgeschrittenen Regionen konzentriert ist, erhöht der Wettbewerb im Binnenmarkt nicht nur den Druck auf das technologische upgrading, sondern gleichzeitig steigt die Notwendigkeit zum Außau wachstums-und nachfragestarker Segmente. Vgl. zur sektoralen Wirtschaftsstruktur der drei Länder die Studie von P. Buiges, F. Ilzkovitz, J. F. Lebrun, (¡990) sowie EG-Kommission, (1990b), S. 242 ff.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. D. Greenaway, R. C. Hine, (1991), S. 606; eine ähnliche Argumentation findet man bei K. Schmieding, (1988), S. 518.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. H. — G. Preusse, (1991), S. 192. Andererseits konzidiert Preusse gerade beim intraindustriellen Handel einen hohen Anteil an innovationsinduziertem Strukturwandel, der sich in immer kürzer werdenden Abständen abspielt und somit größere Anforderungen an die Anpassung stellt. Ein besonderes Anpassungsmerkmal beim Innovationswettbewerb ist darüber hinaus die Höhe der Informations- und Suchkosten.Google Scholar
  51. 51.
    Vgl. Tabelle 10 dieser Arbeit.Google Scholar
  52. 52.
    Denkbar wäre beispielsweise, daß mit dem Strategiewandel ein besonders hoher qualitativer Sprung im Ausbildungsstand der Betroffenen sowie in der infrastrukturellen Ausstattung erforderlich ist.Google Scholar
  53. 53.
    In diesem Sinne argumentiert Lorenz, wenn er das Transformationsproblem der Entwicklungsländer nicht nur als ein Phänomen der volkswirtschaftlichen Transformationskapazität in den Entwicklungsländern, sondern besonders auch von der Aufnahmekapazität der Industrieländer bestimmt, ansieht. Vgl. D. Lorenz (1967), S. 141.Google Scholar
  54. 54.
    Häufig profitieren die Kernländer innerhalb des Anpassungsprozesses der nachfolgenden Länder als Exporteure von Investitionsgütern bei der mit der Anpassung verbundenen zusätzlichen Nachfrage nach hochwertigen Investitionsgütern von diesem selbst.Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. W. Hager, (1982), S. 9; Hager zeigt, daß besonders Japan den Nachfrageeffekt aus den asiatischen NICs für sich nutzen konnte.Google Scholar
  56. 56.
    Zum Zusammenhang von innovations- und diffusionsinduziertem Strukturwandel siehe H. -G. Preusse, (1991), S. 172.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. P. Oberender, (1988), S. 51; Lorenz betont, daß die Transformationsfähigkeit einer Volkswirtschaft deutlich vom sozio-ökonomischen Entwicklungsstand des Landes abhängig ist. Vgl. D. Lorenz, (1967), S. 141.Google Scholar
  58. 58.
    Im Integrationsverbund mit fortgeschrittenen Ländern, in denen die Märkte nicht selten oligopolistisch strukturiert sind, erschweren freilich die Marktzutrittsbeschränkungen durch die Großunternehmen in den Kernen die Anpassung in den Peripherien.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl hierzu P. Buigues, F. Ilzkovitz, J. F. Lebrun, (1990).Google Scholar
  60. 60.
    Nach Voigt spricht zudem noch das größere Finanzpotential der Wirtschaftspolitik in den Kernen für eine größere Anpassungskapazität der Industrieländer. Vgl. H. G. Voigt, (1969), S. 88fGoogle Scholar
  61. 61.
    K. W. Rothschild, (1979), S. 50.Google Scholar
  62. 62.
    Zur Notwendigkeit einer sozio-ökonomischen Kosten-Nutzen Analyse der Handelsbeziehungen unter Einbeziehung der Externalitäten siehe P. Gray, (1987), S. 89; Zum Luxus der Anpassungsvermeidung siehe R. Blackhurst, (1977), S. 52.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. H. — G. Preusse, (1991), S. 199.Google Scholar
  64. 64.
    Vgl. H. G. Voigt, (1969), S. 147; die Angleichung sollte jedoch nicht durch eine Reduzierung der Anpassungskapazitäten in den Industrieländern und damit auf einem niedrigen Niveau erfolgen, sondern über die Beseitigung der Anpassungshemmnisse bei allen Beteiligten.Google Scholar
  65. 65.
    Zu den Ursachen für den Anstieg der Direktinvestitionen aus Drittstaaten zählen insbesondere die Aufwertung des Standortes der EG durch den Binnenmarkt sowie die Unsicherheit über den künftigen Kurs der gemeinschaftlichen AußenhandelspolitikGoogle Scholar
  66. 66.
    Vgl. UNCTC, (1991), S. 12; Die Verfasser schließen aus diesem Anstieg, daß “Growing foreign direct investment between member states of EC means that it is increasingly possible to conceive of the region as a single, integrated home and host region for foreign direct investment to the rest of the world. “Google Scholar
  67. 67.
    Daß die räumliche Verteilung der Produktion nicht grenzenlos verlaufen kann und auch die physische Distanz zwischen den einzelnen Teilsegmenten von Multinationalen Unterneh-men(MNUs) eine gewichtige Rolle bei der Standortentscheidung spielt, haben Ethier und Horn aufgezeigt. Managementkontrolle als Teilbereich der internen Transaktionskosten limitiert in diesem Fall die räumliche Verteilung der Direktinvestitionen. Bezogen auf die EG folgt hieraus, daß die geographische Nähe zu den Zentren den EG-Peripherien einen zusätzlichen Standortvorteil gegenüber Drittstaaten mit ähnlichen Standortbedingungen bietet. Weitergehende Untersuchungen zu den Umstrukturierungen multinationaler Unternehmen als Antwort auf den Binnenmarkt findet man bei J. L. Mucchielli, (1991) oder bei A.Amin u.a., (1992).Google Scholar
  68. 68.
    Die Bedeutung der Direktinvestitionen fér Portugal wird ersichtlich, wenn man den Anteil der ausländischen Direktinvestitionen am gesamten Investitionsvolumen betrachtet. Dieser stieg von 4,8% im Jahr 1985 auf 18,9% im Jahr 1989 an und zeigt damit die wirtschaftliche Relevanz der ausländischen Direktinvestitionen in Portugal. Vgl. OECD, (1991), S. 88. In Griechenland hingegen stagnierten die Direktinvestitionen, abgesehen von einem geringen Anstieg Anfang der 80er Jahre. Die unterschiedliche Entwicklung der Direktinvestitionen in den drei Ländern zeigt sich auch an ihrem Anteil am BIP. Während in Portugal der Anteil der Direktinvestitionen am BIP von 1984 bis 1988 von 0,6% auf 1,6% und in Spanien von 0,7% auf 1,7% anstieg, blieb der Anteil in Griechenland konstant bei etwa 1,4%. Vgl. H. — J. Axt, (1991), S. 291.Google Scholar
  69. 69.
    Hierzu J. H. Dunning, (1988), S. 104; zur theoretischen Diskussion um die Technologiediffusion durch die ausländische Direktinvestitionen siehe auch F. Chesnais, (1988).Google Scholar
  70. 70.
    Bei den Wettbewerbseffekten ist zu berücksichtigen, daß zwar die ausländischen Unternehmen kurzfristig den Anpassungsdruck in den peripheren Ländern und über die Freisetzungseffekte die Anpassungskosten erhöhen, daß sie aber in längerer Frist über die steigende Wettbewerbsdynamik die Arbeitsplätze festigen können.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. OECD, (1991a), S. 66; V Corado-Simoes, (1991), S. 112; mehrere Gründe können für die Aufwertung des Dienstleistungssektors als Zielgröße für die Direktinvestitionen in den EG-Peripherien herangezogen werden: die Tertiärisierung der Volkswirtschaften, die erforderliche Nachfragenähe von Dienstleistungen und nicht zuletzt eine Reihe von wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Liberalisierung im Banken- und Finanzsektor im Zusammmenhang mit dem Beitritt und der EG-weiten Kapitalmarktliberalisierung.Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. P. J. J. Welfens, (1991), S. 10 (ohne Jahresangabe bei den Daten); auch Greenaway geht davon aus, daß der Intra-Firmen-Handel innerhalb der EG ansteigen wird. Vgl. D. Greenaway, (1988), S. 59.Google Scholar
  73. 73.
    Gilroy betont, daß sich der Intra-Firmen-Handel besonders dadurch auszeichnet, daß er primär intra-industrieller Natur und folglich auch mit geringeren Anpassungsproblemen verbunden ist. Vgl. B. M. Gilroy, (1992), S. 469Google Scholar
  74. 74.
    Zur Standorthierarchie im Rahmen einer raumwirtschaftlichen Interpretation des Modells des Produktlebenszykliis vgl. F. Hengsbach, (1977), S. 83.Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. J. L. Mucchielli, (1991), S. 53 ff.Google Scholar
  76. 76.
    Vgl. hierzu im Detail V. Corado-Simoes, (1991), S. 39ffGoogle Scholar
  77. 77.
    Vgl E. Ortega, (1989); zur Beteiligung der drei Länder im ESPRIT-Programm siehe L. Krieger Mytelka, (1991), S. 186.Google Scholar
  78. 78.
    Nach einer Studie von Yannopoulos hat sich allein in den drei von ihm untersuchten Ländern Frankreich, Italien und England die Zahl der Übernahmen von Unternehmen andererGoogle Scholar
  79. Länder von 165 im Jahr 1984 auf 487 im Jahr 1987 nahezu verdreifacht Vgl. G. B. Yannopoulos, (1991), S. 121.Google Scholar
  80. 79.
    Vgl. A. Jacquemin, (1989), S. 509.Google Scholar
  81. 80.
    Vgl. J. Cantwell, (1988), S. 28 ff.Google Scholar
  82. 81.
    Vgl. I. Begg, (1989), S. 99; ausführlich zu den Formen und Effekten der funktionalen Arbeitsteilung siehe F. -J. Bade, (1979).Google Scholar
  83. 82.
    Vgl. F.-J. Bade, (1984), S.66ff. Bade greift damit das für die EG-Peripherien wichtige terms-of-trade Argument aufGoogle Scholar
  84. 83.
    Auch Pelkmans beurteilt die räumlich kumulativ wirkende Konzentration hochwertiger Unternehmensfunktionen in den Kernländern als ein zusätzliches Hindernis der EG-Peripherieländer im Nachholprozeß. Vgl J. Pelkmans, (1991), S. 81.Google Scholar
  85. 84.
    Auf die geringe Forschungstätigkeit der MNUs in den peripheren Tochtergesellschaften weist auch Wortmann hin. Hilfreich sind in diesen Fällen wirtschaftspolitische Auflagen zur Forschungstätigkeit, wie im Fall des Verkaufs von SEAT, bei dem sich VW verpflichten mußte, einen bestimmten Anteil an Forschungsarbeit in Spanien zu tätigen. Vgl. M. Wortmann, (1991), S. 50.Google Scholar
  86. 85.
    Vgl. J. H. Dunning, J. Cantwell, (1991), S. 134.Google Scholar

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Gerhard Fisch

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