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Das Konzept der kommunikativen Vernunft

  • Raphael Beer
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Zusammenfassung

Jürgen Habermas charakterisiert seine „Theorie des kommunikativen Handelns“ selbst als „Anfang einer kritischen Gesellschaftstheorie, die sich bemüht, ihre kritischen Maßstäbe auszuweisen.“15 Er bezichtigt die Gründungsväter Kritischer Theorie, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, „an dieser Schwierigkeit, über ihre eigenen normativen Grundlagen Rechenschaft zu geben“16, seit Anbeginn laboriert zu haben. Mit Hilfe des kommunikationstheoretischen Paradigmenwechsels soll nun die Rückkehr zu dem Unternehmen möglich werden, „das seinerzeit mit der Kritik der instrumentellen Vernunft abgebrochen worden ist.“17

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Literatur

  1. 15.
    Jürgen Habermas: Theorie des kommunikativen Handelns Bd.1, Frankfurt 1995 (a), 1. Aufl., S. 7Google Scholar
  2. 18.
    Vgl. etwa Axel Honneth: Von Adorno zu Habermas, in: Wolfgang Boni)/ Axel Honneth (Hrsg.): Sozialforschung als Kritik. Zum sozialwissenschaftlichen Potential der Kritischen Theorie, Frankfurt 1982, 1. Aufl.Google Scholar
  3. 20.
    Vgl. kritisch dazu Herbert Schnädelbach: Transformation der Kritischen Theorie. Zu Jürgen Habermas >Theorie des kommunikativen Handelns<, in: ders.: Vernunft und Geschichte, Frankfurt 1987, 1.Aufl., S. 238 ff.Google Scholar
  4. 21.
    Zur Theorie von Mead vgl. Hans Joas: Praktische Intersubjektivität, Frankfurt 1989, 1. Aufl.Google Scholar
  5. 22.
    Vgl. Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.2, S. 11 ff.Google Scholar
  6. 23.
    Vgl. ebd., S. 69 ff.; Zum Formwandel sozialer Integration bei Durkheim vgl. Über soziale Arbeitsteilung, Frankfurt 1992, 1. Aufl.; Hier versucht Durkheim die Umstellung des Integrationsmechanismus vom Glauben an das Sakrale auf den Strukturzusammenhang gesellschaftlicher Arbeitsteilung (Kooperation) nachzuzeichnen. Habermas weist indessen darauf hin, daß Durkheim diese These selbst revidiert hat, und sieht darin die Bestätigung für seine Annahme, daß moderne Gesellschaften über kommunikative Verständigungsprozesse integriert werden. Dennoch geht er selbstverständlich mit Durkheim konform, in der Auflösung sakraler Glaubensmächte eine Tendenz zur Rationalisierung zu sehen. Vgl. Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd. 2, S. 130 ff.Google Scholar
  7. 25.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.2, S. 139.Google Scholar
  8. 27.
    Vgl. Jürgen Habermas: Dialektik der Rationalisierung, in: ders.: Die neue Unübersichtlichkeit, Frankfurt 1985 (a), 1. Aufl., S. 204.Google Scholar
  9. 28.
    Jürgen Habermas: Was heißt Universalpragmatik?, in: ders: Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt 1995 (b), 1 Aufl., S. 353.Google Scholar
  10. 30.
    Vgl. Jürgen Habermas: Erläuterungen zum Begriff des kommunikativen Handelns, in: ders: Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt 1995 (c), 1. Aufl., S. 571 ff.Google Scholar
  11. 31.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd. 1, S. 386.Google Scholar
  12. 33.
    Vgl. Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd. 1, S. 393 ff.Google Scholar
  13. 34.
    Vgl. Jürgen Habermas: 1995 (b), S. 389.Google Scholar
  14. 36.
    John L. Austin: Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with words), Stuttgart 1994, 2. Aufl., S. 134.Google Scholar
  15. 38.
    Jürgen Habermas: Handlungen, Sprechakte, sprachlich vermittelte Interaktionen und Lebenswelt, in: ders.: Nachmetaphysisches Denken, Frankfurt 1992 (a), 1. Aufl., S. 70.Google Scholar
  16. 40.
    Vgl. Ernst Tugendhat: Vorlesungen zur Einfiihrung in die sprachanalytische Philosophie, Frankfurt 1976, 1.Aufl., S. 161 ff.; Tugendhat blendet freilich die pragmatische bzw. intersubjektive Dimension der Sprache aus, so daß wir laut Tugendhat einen Satz verstehen, wenn wir wissen, unter welchen Bedingungen er wahr ist, bzw. wie er verifiziert wird.Google Scholar
  17. 41.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd. 1, S. 400.Google Scholar
  18. 42.
    Zu den Weltbezügen und den ihnen zugeordneten Handlungsmodellen vgl. ebd., S. 114 ff.Google Scholar
  19. 45.
    Jürgen Habermas: 1996 (a), S. 375; Georg Kneer merkt dazu kritisch an, daß sich dieser Anspruch auf universelle Identität der Geltungsansprüche nicht durchführen läßt. Gegenüber Habermas setzt er auch die formalen Präsuppositionen sprachlicher Verständigung, aus den Habermas seinen Unüversalitätsanspruch ableitet, in die Abhängigkeit räumlicher und zeitlicher Kontexte. Vgl. Georg Kneer: Notwendigkeit der Utopie oder Utopie der Kontingenz? Ein Beitrag zum Streit zwischen Universalismus und Kontextualismus, in: Rolf Eickelpasch/ Armin Nassehi (Hrsg.): Utopie und Moderne, Frankfurt 1996, 1. Aufl., S. 51–86.Google Scholar
  20. 46.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.1, S. 413.Google Scholar
  21. 47.
    Vgl. etwa den frühen Wittgenstein, der der Sprache einzig die Funktion zuschrieb, die Welt exisitierender Tatsachen zu beschreiben. Ethische Fragen waren für ihn der Sprache äußerlich, bzw. mit der Sprache nicht zu erfassen: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.“ Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus, in: ders.: Werkausgabe Bd. 1, Frankfurt 1984, 1. Aufl., § 7.Google Scholar
  22. 48.
    Zu den philosophischen Implikationen, der theoriegeschichtlichen Stellung und der Abgrenzung von bewußtseinsphilosophischen Konzepten des Lebensweltbegriffes vgl. Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.2, S. 192 ff.; Vgl. auch:Hauke Brunkhorst: Kommunikative Vernunft und rächende Gewalt. Über Jürgen Habermas, Theorie des kommunikativen Handelns, in: Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau, Jg. 6, Heft 8/9, S.7–34.Google Scholar
  23. 49.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.1, S. 449.Google Scholar
  24. 50.
    Jürgen Habennas: Ein Interview mit der New Left Review, in: ders.: Die neue Unübersichtlichkeit, Frankfurt 1985 (b), 1. Aufl., S. 241; Dennoch konstatiert etwa Bernhard Waldenfels in Anlehnung an die Kritik von Adorno den Zwang universaler Regeln, die Nichtidentisches gleichsetzen. Vgl. Bernhard Waldenfels: Rationalisierung der Lebenswelt - ein Projekt. Kritische Überlegungen zu Habermas’ Theorie des kommunikativen Handelns, in: ders.: In den Netzen der Lebenswelt, Frankfurt 1994 (b), 2. Aufl., S. 116 ff.Google Scholar
  25. 51.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.2, S. 189.Google Scholar
  26. 53.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.1, S. 107.Google Scholar
  27. 54.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.2, S. 190; Selbstverständlich dürfen die beiden Konstituentien Sprache und Kultur nicht als strikt getrennt verstanden werden. Habermas setzt beide in einen Verweisungszusammenhang, so daß die kulturellen Überlieferungen in symbolischer, also sprachlicher Form vorliegen, die Kultur aber auch die Sprache prägt, indem diese die Komplexität der kulturellen Inhalte sematisch fassen können muß. Vgl. ebd.Google Scholar
  28. 56.
    Habermas schreibt dazu: „Faktisch können wir keineswegs immer (oder auch nur oft) jene unwahrscheinlichen pragmatischen Voraussetzungen erfüllen, von denen wir in der kommunikativen Alltagspraxis gleichwohl ausgehen - und zwar im Sinne einer transzendentalen Nötigung - ausgehen müssen. Deshalb stehen soziokulturelle Lebensformen unter strukturellen Beschränkungen einer zugleich dementierten und in Anspruch genommenen kommunikativen Vernunft“ (Jürgen Habermas: 1996 (a), S. 378).Google Scholar
  29. 57.
    Jürgen Habermas: 1992 (a), S. 72 ff.Google Scholar
  30. 58.
    Zum Letztbegründungsanspruch und der Auseinandersetzung mit Apel vgl. Kap. 2.3.Google Scholar
  31. 59.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.2, S. 481.Google Scholar
  32. 60.
    Herbert Schnädelbach: Über Rationalität und Begründung, in: ders.: Zur Rehabilitierung des animal rationale, Frankfurt 1992 (b), L Aufl., S. 77 ff.Google Scholar
  33. 61.
    Herbert Schnädelbach: 1987, S. 259; Zur Kritik von Schnädelbach vgl. Jürgen Habermas: Entgegnung, in: Axel Honneth/ Hans Joas (Hrsg.): Kommunikatives Handeln. Beiträge zu Jürgen Habermas’ Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt 1986, 1. Aufl., S. 345 ff.Google Scholar
  34. 62.
    Wolfgang Welsch: Vernunft, Frankfurt 1996, 1. Aufl., S. 120.Google Scholar
  35. 63.
    Helga Gripp: Jürgen Habermas. Und es gibt sie doch - Zur kommunikationstheoretischen Begründung von Vernunft bei Jürgen Habermas, Paderborn/München/Wien /Zürich 1984, S. 141.Google Scholar
  36. 64.
    Der Verweis auf die Vorzüge der Empirie darf jedoch nicht überinterpretiert werden. Habermas versteht das Verhältnis von normativer Theorie und Empirie als komplementär. Letztere kann nicht als Begründungsprogramm für eine nonnative Theorie gelten. „Die empirische Theorie setzt die Geltung der normativen Theorie, die sie verwendet, voraus; gleichwohl wird deren Gültigkeit zweifelhaft, sobald sich philosophische Rekonstruktionen im Verwendungszusammenhang der empirischen Theorie als unbrauchbar erweisen“ (Jürgen Habermas: Rekonstruktive vs. verstehende Sozialwissenschaften, in: ders.: Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln, Frankfurt 1992 (b), 5. Aufl., S. 49).Google Scholar
  37. 65.
    Vgl. etwa Michel Foucault: Die Ordnung des Diskurses, Frankfurt 1991, S. 7–51.Google Scholar
  38. 66.
    Hegel hatte die Verwirklichung der sittlichen Idee als dialektisch vermittelte Prozeßrationalität bestimmt, die sich in der Geschichte progressiv zu ihrer Ausgestaltung im freiheitlichen Staat hin entwickelt. „Die Weltgeschichte“, so schreibt er, „zeigt nur, wie der Geist allmählich zum Bewußtsein und zum Wollen der Wahrheit kommt; es dämmert in ihm, er findet Hauptpunkte, am Ende gelangt er zum vollen Bewußtsein” (G.W.F. Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, in: ders.: Werke Bd. 12, Frankfurt 1995 (b), 4. Aufl., S. 73).Google Scholar
  39. 67.
    Zur Integration von Piagets Entwicklungspsychologie in die Theorie von Habermas vgl. Ki-Su Hong: Zur Dialektik von Tradition und Vernunft in Theorie und Praxis, Würzburg 1995, S. 87 ffGoogle Scholar
  40. 68.
    Jürgen Habermas: 1995 (a) Bd.1, S. 77.Google Scholar
  41. 71.
    Vgl. dazu Christoph Bogner: Die Versöhnung der mit sich selber zerfallenden Moderne, München 1990, S. 231 ff.Google Scholar
  42. 72.
    Jürgen Habermas: 1995. (a) Bd.1, S. 104.Google Scholar
  43. 74.
    Habermas betont, daß sich durch den „Begriff des dezentrierten Weltverständnisses und der prozeduralen Rationalität“ kein Utopismus in Form einer durchrationalisierten Gesellschaft gewinnen läßt. Vgl. ebd., S. 111 ff.Google Scholar
  44. 75.
    Seyla Benhabib: Die Moderne und die Aporien der Kritischen Theorie, in: Wolfgang Bonß/ Axel Honneth (Hrsg.): Sozialforschung als Kritik. Zum sozialwissenschaftlichen Potential der Kritischen Theorie, Frankfurt 1982, 1. Aufl., S. 155.Google Scholar
  45. 76.
    Jürgen Habennas: 1995 (a) Bd.1, S. 103; In dieser Differenzierung drückt sich sehr deutlich die Überwindung der hegelschen Geschichtsphilosophie und die Rückkehr zur kantischen Tradition aus. Dieser hatte zwar einen vemiinftigen Leitfaden der Weltgeschichte als apriori bestimmt, dem die empirischen Geschichte unterzuordnen sei, wobei diese dennoch ihre Eigendynamik behielt. Vgl. Immanuel Kant: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, in: ders.: Werke Bd. 11, Frankfurt 1991, 9. Aufl., S. 47 ff.Google Scholar
  46. 77.
    Jürgen Habennas: Zur Rekonstruktion des historischen Materialismus, in: ders.: Zur Rekonstruktion des historischen Materialismus, Frankfurt 1995 (d), 6. Aufl., S. 169.Google Scholar
  47. 78.
    Vgl. dazu Jürgen Habermas: Gerechtigkeit und Solidarität. Zur Diskussion über Stufe 6, in: ders.: Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt 1992 (d), 2. Aufl., S. 49–77 und ders.: Lawrence Kohlberg und der Neoaristotelismus, in: ders.: Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt 1992 (e), 2. Aufl., S. 77–100.Google Scholar
  48. 79.
    Jürgen Habermas: Was macht eine Lebensform rational?, in: ders.: Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt 1992 (k), 2. Aufl., S. 44.Google Scholar
  49. 80.
    George Herbert Mead: Der Mechanismus des sozialen Bewußtseins, in: ders.: Gesammelte Aufsätze Bd.1, Frankfurt 1987 (a), 1. Aufl., S. 240.Google Scholar
  50. 81.
    George Herbert Mead: Sozialpsychologie als Gegenstück der physiologischen Psychologie, in: ders.: Gesamelte Aufsätze Bd.1, Frankfurt 1987 (b), 1. Aufl., S. 203.Google Scholar
  51. 82.
    George Herbert Mead: 1987 (a), S. 238.Google Scholar
  52. 83.
    George Herbert Mead: Geist, Identität und Gesellschaft, Frankfurt 1995, 10. Aufl., S. 196Google Scholar
  53. 84.
    Vgl. dazu die Annahmen Piagets über die sikzessive Dezentrierung des Weltbildes beim Kind in Bezug auf die äußere Welt. Jean Piaget: Liber Jean Piaget, München 1981, S. 51; Vgl. auch Jean Piaget: Das Erwachen der Intelligenz beim Kinde, in: dem: Gesammelte Schriften Bd.1, Suttgari 1991, 3.Aufl.,S.216ff.Google Scholar
  54. 85.
    Jürgen Habermas: 1992 (d), S. 59; Vgl. auch Jürgen Habermas: Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln, in: ders.: Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln, Frankfurt 1992 (c), 5. Aufl., S. 144 ff. Die Übernahme der Perspektive eines alter ego wird dort der Beobachterperspektive gleichgesetzt. Vgl. kritisch zu der Konzeption des Rollentausches Gerhard Schönrich: Bei Gelegenheit Diskurs, Frankfurt 1995, 1. Aufl., S. 56 ff.; Schönrich behauptet den Primat der Selbstdeutung durch ein monologes Subjekt und weist der realen Kommunikation mit Kant lediglich die Funktion eines Probiersteins zu. Er bestreitet somit die Möglichkeit der konsensuellen Wahrheitsfindung durch den Diskurs; Vernunft bleibt für ihn subjektiv.Google Scholar
  55. 86.
    Jean Piaget: Die intellektuelle Entwicklung im Jugend-und im Erwachsenenalter, in: Traugott Schöfthaler/ Dietrich Goldschmidt (Hrsg.): Soziale Struktur und Vernunft, Frankfurt 1984, 1. Aufl., S. 50.Google Scholar
  56. 87.
    Vgl. Jürgen Habermas: 1992 (c), 5. Aufl., S. 130 ff.Google Scholar
  57. 88.
    Zur Theorie der Entwicklung des moralischen Bewußtseins in der Tradition der Genfer Schule vgl. Barbara Freitag: Der Aufbau kindlicher Bewußtseinsstrukturen im gesellschaftlichen Kontext, München 1983 (a), S. 196 ff.Google Scholar
  58. 89.
    Barbara Freitag: Theorie des kommunikativen Handelns und genetische Psychologie, in: Kölner Zeitschrift fur Soziologie und Sozialpsychologie, 35. Jahrg., 1983 (b), S. 573.Google Scholar
  59. 90.
    Barbara Freitag: 1983 (a), S. 356.Google Scholar
  60. 91.
    Vgl. ebd. die Tabellen 13 (S. 278), 20 (S. 296) und 25 (S. 345).Google Scholar
  61. 93.
    Jürgen Habermas: Treffen Hegels Einwände gegen Kant auch auf die Diskursethik zu?, in: ders.: Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt 1992 (f), 2. Aufl., S. 27.Google Scholar
  62. 94.
    Vgl. Helmut Thief: Diskurs und Widerstand, Horlemann 1995, S. 156.Google Scholar
  63. 95.
    Jürgen Habermas: 1992 (c), S. 136.Google Scholar
  64. 96.
    Habermas unterscheidet zwischen ethischen und moralischen Diskursen, wobei erstere die Frage des guten Lebens eines Kollektivs oder eines individuellen Lebenslaufes meinen, und letztere Fragen des Gerechten, die grundsätzlich universalisierbar sind. Er weist deshalb darauf hin, daß die Diskursethik eigentlich Diskurstheorie der Moral heißen müßte. Vgl. Jürgen Habennas: Vorwort zu Erläuterungen zur Diskursethik, in: ders.: Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt 1992 (h), 2. Aufl., S. 7; Zur Diskrimminierung von Ethik und Moral vgl. Jürgen Habermas: Vom pragmatischen, ethischen und moralischen Gebrauch der praktischen Vernunft, in: ders.: Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt 1992 (i), 2. Aufl., S. 100–119.Google Scholar
  65. 97.
    Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, in: ders.: Werkausgabe Bd.7, Frankfurt 1993, 12. Aufl., S. 140.Google Scholar
  66. 98.
    Vgl. ebd., S. 144: „Also drückt das moralische Gesetz nichts anders aus, als die Autonomie der reinen praktischen Vernunft, d.i. der Freiheit, und diese ist selbst die formale Bedingung aller Maximen, unter der sie allein mit dem obersten praktischen Gesetze zusammenstimmen können.“Google Scholar
  67. 100.
    Jürgen Habermas: Diskursethik - Notizen zu einem Begründungsprogramm, in: ders.: Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln, Frankfurt 1992 (g), 5. Aufl., S. 58.Google Scholar
  68. 101.
    Habennas hat ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sinnliche Erfahrungen einzelner Subjekte die diskursive Einlösung problematischer Geltungsansprüche zwar fundieren können, sich jedoch nur mittelbar zu den Überzeugungen verhalten. Diese müssen sich letztlich argumentativ begründen lassen. Vgl. Jürgen Habermas: Wahrheitstheorien, in: ders.: Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt 1995 (e), 1. Aufl., S. 140 ff.Google Scholar
  69. 102.
    Jürgen Habermas: 1992 (g), S. 70.Google Scholar
  70. 103.
    Jürgen Habermas: 1995 (e), S. 152.Google Scholar
  71. 104.
    Jürgen Habermas: Erläuterungen zur Diskursethik, in: ders.: Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt 1992 (j), 2. Aufl., S. 130.Google Scholar
  72. 105.
    Jürgen Habermas: 1992 (f), S. 12; Für den theoretischen Diskurs gilt dementsprechend das Induktionsprinzip als konsenserzielende Kraft fir propositionale Behauptungen. Vgl. Jürgen Habermas: 1995 (e), S. 180.Google Scholar
  73. 106.
    Jürgen Habermas: 1992 (f), S. 12.Google Scholar
  74. 107.
    Vgl. etwa Jürgen Habermas: 1992 (d), S. 61; An anderer Stelle heißt es: „Nur ein intersubjektiver Verständigungsprozeß kann zu einem Einverständnis führen, das reflexiver Natur ist: nur dann können die Beteiligten wissen, daß sie sich gemeinsam von etwas überzeugt haben.“ (Jürgen Habermas: 1992 (g), S. 77); Zur formalistischen Bestimmung der Diskursethik vgl. auch Christian Kissling: Gemeinwohl und Gerechtigkeit ein Vergleich von traditioneller Naturrechtsethik und kritischer Gesellschaftstheorie, Freiburg 1993, S. 360 ff.Google Scholar
  75. 108.
    Vgl. etwa Jürgen Habennas: 1985 (b), S. 226: „Der Moralphilosoph muß die substantiellen Fragen, die über eine grundsätzliche Kritik am Wertskeptizismus und am Wertrelativismus hinausgehen, den Beteiligten überlassen - oder den Erkenntnisanspruch der normativen Theorie von vornherein auf die Rolle eines Beteiligten zuschneiden.“Google Scholar
  76. 109.
    Jürgen Habermas: 1992 (g), S. 103.Google Scholar
  77. 110.
    Jürgen Habermas: 1992 (f), S. 25.Google Scholar
  78. 111.
    Jürgen Habermas: 1992 (g), S. 99.Google Scholar
  79. 112.
    Jürgen Habermas: 1992 (j), S. 160.Google Scholar
  80. 113.
    Jürgen Habermas: 1992 (g), S. 113.Google Scholar
  81. 114.
    Christoph Demmerling: Sprache und Verdinglichung, Frankfurt 1994, 1. Aufl., S. 99.Google Scholar
  82. 115.
    Thomas McCarthy: Praktischer Diskurs, in: ders.: Ideale und Illusionen, Frankfurt 1993, 1. Aufl., S. 319.Google Scholar
  83. 116.
    Jürgen Habennas: 1992 (k), S. 45; An anderer Stelle heißt es: „Die Anwendung von Regeln verlangt eine praktische Klugheit [hervorgehoben durch RB], die der dialrnrsethisch ausgelegten praktischen Vernunft vorgeordnet ist, jedenfalls nicht ihrerseits Diskursregeln untersteht. Dann kann aber der dislcursethische Grundsatz nur unter Inanspruchnahme eines Vermögens wirksam werden, welches ihn an die lokalen Übereinkünfte der hermeneutischen Ausgangssituation bindet und in die zialität eines bestimmten geschichtlichen Horizonts zurückholt“ (Jürgen Habermas: 1992 (g), S. 114).Google Scholar
  84. 117.
    Jürgen Habermas: 1992 (h), S. 202.Google Scholar
  85. 118.
    Vgl. Jürgen Habermas: Interview mit T. Hviid Nielsen, in: ders.: Die nachholende Revolution, Frankfurt 1990 (a), 1. Aufl., S. 129.Google Scholar
  86. 119.
    Albrecht Wellmer: Ethik und Dialog. Elemente des moralischen Urteils bei Kant und in der Diskursethik, Frankfurt 1986, 1. Aufl., S. 64.Google Scholar
  87. 120.
    Vgl. Jürgen Habermas: 1992 (j), S. 140: „Im Anwendungsprozeß kommt die hermeneutische Einsicht zum Zuge, daß die angemessene Norm im Lichte der Situationsmerkmale konkretisiert und die Situation ihrerseits im Lichte der von der Norm vorgegebenen Bestimmungen beschrieben wird.“Google Scholar
  88. 121.
    Vgl. Thomas Blanke: Versprachlichung. Aspekte zum zeitdiagnostischen Gehalt von Jürgen Habermas’ Diskurs der Moderne, in: Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Jenseits der Utopie, Frankfurt 1991, 1. Aufl., S. 184 ff.Google Scholar
  89. 122.
    Jürgen Habermas: Moral und Sittlichkeit, in: Merkur, 39.2, 1985 (c), S. 1047.Google Scholar
  90. 123.
    Karl-Otto Apel: Einleitung zu Transformation der Philosophie, in: ders.: Transformation der Philosophie Bd.1, Frankfurt 1994, 5. Aufl., S. 59.Google Scholar
  91. 124.
    Karl-Otto Apel: Die tranzendentalpragmatische Begründung der Kommunikationsethik und das Problem der höchsten Stufe einer Entwicklungslogik des moralischen Bewußtseins, in: ders.: Diskurs und Verantwortung, Frankfurt 1992 (a), 2. Aufl., S. 353.Google Scholar
  92. 125.
    Vgl. Jürgen Habermas: 1992 (g), S. 105.Google Scholar
  93. 126.
    Jürgen Habermas: 1992 (j), S. 188.Google Scholar
  94. 127.
    Karl-Otto Apel: Diskursethik als Verantwortungsethik und das Problem der ökonomischen Rationalität, in: ders.: Diskurs und Verantwortung, Frankfurt 1992 (b), 2. Aufl., S. 299; An anderer Stelle hatte Apel die emanzipatorische Praxis noch in den Widerspruch zwischen realer und idealer Kommunikationsgemeinschaft eingebettet und selbst die Parteiergreifung für das Proletariat im marxschen Sinne gerechtfertig, sobald diese durch die philosophische Ethik fundiert ist. Vgl. Karl-Otto Apel: 1993, S. 430 ff.Google Scholar
  95. 128.
    Ähnlich argumentiert Axel Honneth, der auf die sozialen Voraussetzungen der Diskursethik verweist. Im Gegensatz zu Honneth gehe ich jedoch nicht davon aus, daß sich die Frage nach sozialer Gerechtigkeit aus dem Diskursansatz selbst ergibt bzw. in die formale Verfahrensethik integrieren ließe, ohne auf den starken Anspruch der Letztbegründung zu verzichten. Vgl. Axel Honneth: Diskursethik und implizites Gerechtigkeitskonzept, in: Wolfgang Kuhlmann (Hrsg.): Moralität und Sittlichkeit, Frankfurt 1986, 1. Aufl., S. 183–193.Google Scholar

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