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Entscheidungen in Unternehmenssystemen

  • Beate Becker
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Zusammenfassung

Unternehmen sind Erkenntnisobjekte der BWL, deren Aufgabe in der Bereitstellung von Aussagensystemen über betriebswirtschaftliche Phänomene besteht. Der Systemansatz und der Entscheidungsansatz sind zwei verschiedene solcher Aussagensysteme, die ein Unternehmen als Ganzes aus einer bestimmten Perspektive erfassen1.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Heinen (Hrsg.), 1985, S. 6Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Ulrich, 1970, S. 166 ff und Keuchel, 1969, S. 5Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Scheibler, 1974, S. 7Google Scholar
  4. 4.
    Der Begriff „Umwelt“ wird hier umfassender verstanden als in ökologischer Sichtweise.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Kubicek, Thom, 1976, Sp. 3978Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Nork, 1992, S. 37Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Schreyögg, 1993, Sp. 4232Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Kubicek, Thom, 1976, Sp. 4000Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Schreyögg, 1993, Sp. 4234Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Schiemenz, 1996, Sp. 895 ffGoogle Scholar
  11. 11.
    Kubicek, Thom sprechen von der Anwendung eines Identitätsprinzips, das sie im Sachziel des Unternehmens sehen. Vgl. Kubicek, Thom, 1976, Sp. 3985 ffGoogle Scholar
  12. 12.
    Im folgenden wird im Zusammenhang mit der Relevanzfrage immer von der relativen Relevanz ausgegangen.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Raff, 1988, S. 30Google Scholar
  14. 14.
    Das Zustandsraumkonzept ist i.a. auf die Umweltsituation des Unternehmens ausgerichtet, d.h. die Lösung des Grenzproblems wird vorausgesetzt. Damit wird das Aufweichen der Grenze im Sinne entscheidungstheoretischer Externalitäten bestenfalls nachträglich vollzogen. Deshalb wird der Zustandsraum im folgenden unabhängig von der Lösung des Grenzproblems definiert als diskretisierte Unternehmenssituation.Google Scholar
  15. 15.
    Bei der zeitabhängigen Betrachtung von Systemen wird die Veränderlichkeit der Situation im Zeitablauf untersucht. Im Falle eines stationären Systems verändert sich diese Situation nicht, während ein evolutorisches System durch die Veränderlichkeit seiner Bestandteile — und damit der Situation—gekennzeichnet ist. Vgl. Kern, 1969, S. 346. Die Situation eines evolutorischen Systems kann (theoretisch) umschrieben werden als eine die zukunftsrelevante Vergangenheit abspeichernde Momentaufnahme des Systems. Sie ist das Ergebnis der vergangenen Prozesse innerhalb des Systems und kennzeichnet gleichzeitig diejenigen Größen, mit denen die Entwicklung des Systems für jeden späteren Zeitpunkt (theoretisch) eindeutig voraussagbar ist. Vgl. Schiemenz, 1993, Sp. 4130 und Schiemenz, 1972, S. 77. Schiemenz betont die Stärke dieses Zustandsraumkonzepts zur Darstellung multivariabler zeitvarianter (dynamischer) Systeme, d.h. von Systemen, die sich zum Beschreibungszeitpunkt nicht im Ruhezustand befinden.Google Scholar
  16. 16.
    In seinem umweltbezogenen Konzept versucht Raff, Zuordnungen von Umweltfaktoren zu Umweltsegmenten vorzunehmen. Für das rechtlich-politische Umweltsegment nennt er z.B. bestehende wie geplante Rechtsvorschriften als Faktoren. Andere Autoren beziehen auch politische Aspekte, so die politische Stabilität, die politische Organisation, Flexibilität des Rechts und rechtliche Änderungen, als Faktoren mit ein. Vgl. Raff, 1988, S. 25 ffGoogle Scholar
  17. 17.
    Vgl. Gottwald, 1990, S. 37. Das folgende Beispiel soll die Zusammenhänge verdeutlichen: Der Zustandsraum eines Unternehmens sei gekennzeichnet durch die Situationsfaktoren Importmöglichkeiten und Nachfragemenge. Die Situationsfaktoren können die Werte “30 Nachfrageeinheiten” oder “20 Nachfrageeinheiten” bzw. “Importbeschränkung” oder “keine Importbeschränkung” annehmen und stellen die Situationsparameter dar. Die Situationsfaktoren kennzeichnen in ihren Kombinationen die vier folgenden Situationszustände: 20 Nachfrageeinheiten und keine Importbeschränkung 20 Nachfrageeinheiten und Importbeschränkung 30 Nachfrageeinheiten und keine Importbeschränkung 30 Nachfrageeinheiten und Importbeschränkung. Vgl. ausführlicher Sieben, Schildbach, 1990, S. 19Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Gottwald, 1990, S. 37Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Gottwald, 1990, S. 40Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Gottwald, 1990, S. 40/41 und Bitz, 1977, S. 176Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Scheibler, 1974, S. 9 ffGoogle Scholar
  22. 22.
    Vgl. Scheibler, 1974, S. 13 ffGoogle Scholar
  23. 23.
    Vgl. Schiemenz, 1972, S. 14Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Schiemenz, 1972, S. 27Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Grochla, 1980, S. 49Google Scholar
  26. 26.
    Der Begriff Basissystem wird häufig beschränkt auf physische Produktionsprozesse. Scheibler sieht dagegen nicht nur die physischen Produktionsprozesse, sondern ein Unternehmen bzw. einen Betrieb insgesamt als das Basissystem an und unterscheidet ein formelles (Planung, Realisation, Kontrolle) und ein materielles (Beschaffung, Produktion, Absatz bzw. Gründung, Veränderung, Auflösung) Gefüge desselben. Vgl. Scheibler, 1974, S. 9 – 16. Das Entscheidungssystem umfaßt demzufolge ebenfalls das gesamte Unternehmen aus entscheidungstheoretischer Perspektive, die auf das Basissystem angewandt und mit ihm zu einer Einheit verbunden wird. Vgl. Scheibler, 1974, S. 39Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Grochla, 1980, S. 17Google Scholar
  28. 228.
    Vnl Grnchla 18n s 14Google Scholar
  29. 29.
    Gäfgen spricht von ontologischem Wissen als Wissen um mögliche Handlungsalternativen und Vorstellungen von der Ausgangssituation, dessen Gewinnung durch zufällige, einmalige, nicht-rationale Beobachtung ohne normatives Konzept (Wahrnehmung) oder organisierte, längerfristige, rationale Beobachtung (Forschung) erfolgt. Vgl. Gäfgen, 1974, S. 97Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. de Molière, 1984, S. 46. Szyperski, Winand sprechen von präskriptiven und deskriptiven Sprachen. Vgl. Szyperski, Winand, 1974, S. 14Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Szyperski, Winand, 1974, S. 40Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Grochla, 1980, S. 73 ff und 120 ffGoogle Scholar
  33. 33.
    Vgl. Kern, 1992–1, S. 148 ffGoogle Scholar
  34. 34.
    Die Kategorien materiell, energetisch und informationell werden in Anlehnung an die Konvention beibehalten, auch wenn der Verfasserin bewußt ist, daß Informationen als Energieform aufgefaßt werden können.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Szyperski, Winand, 1974, S. 8 ffGoogle Scholar
  36. 36.
    Edin spricht vom materiellen Transformationssystem, in dem sich der Leistungsprozeß bestehend aus Beschaffungs-, Produktions- und Absatzprozeß vollzieht. Er enthält aber nicht nur technische Prozesse und materielle Prozeßobjekte, sondern auch immaterielle Güter und Beziehungen zwischen ihnen. Vgl. Edin, 1971, S. 73. Zur Begriffsabgrenzung vgl. auch Kern, 1979, Sp. 1648 ffGoogle Scholar
  37. 37.
    Vgl. Scheibler, 1974, S. 5Google Scholar
  38. 38.
    Aus allgemeiner Perspektive stellen die Prozesse im Basissystem ebenfalls Entscheidungsobjekte im entscheidungsbezogenen Kontext dar. Im folgenden sollen die beiden Betrachtungsweisen allerdings gedanklich getrennt behandelt werden.Google Scholar
  39. 39.
    Zur Sicherung der Existenz eines Systems ist eine ständige Anpassung an seine Umwelt erforderlich. Diese Anpassung wird über Entscheidungen vollzogen.Google Scholar
  40. 40.
    Als Beispiele für typische betriebswirtschaftliche Prinzipien nennt de Molière das Rationalprinzip (ökonomisches Prinzip), GOB, Bewertungsprinzipien in der Buchführung und Bilanzierung (Prinzip kaufmännischer Vorsicht, Prinzip nomineller vs. realer Kapitalerhaltung, Prinzip der Substanzerhaltung etc.) sowie Organisationsprinzipien (Zentralisation, Dezentralisation, Stab-Linie etc.). Vgl. de Molière, 1984, S. 218 ff. Weitere Erläuterungen zu Derivaten des ökonomischen Prinzips finden sich bei Kern, 1992–1, S. 64.Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 102 ff. Gäfgen macht deutlich, daß das Zweck-Mittel-Denken des Rationalprinzips anfällig für kleinste Denkfehler ist. Dieser Nachteil entfällt beim nachstehend angesprochenen, umfassender ausgelegten Entscheidungsprinzip, da hier eine klare Trennung in Faktenurteile und Werturteile erfolgt.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 71Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 105Google Scholar
  44. 44.
    Unbenommen bleibt die Kritik der verhaltensorientierten Entscheidungstheorie am traditionellen Rationalitätsverständnis, die die strikte Trennung von Tatsache und Wert in der präskriptiven Entscheidungstheorie als dem menschlichen Verhalten nicht angepaßtes Ideal angeht. Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 65. Die Erhöhung der Handlungsfähigkeit durch diese gedankliche Trennung ist aber nicht zuletzt auch in der Psychologie anerkannt.Google Scholar
  45. 45.
    Für spezielle Situationen, in denen betriebswirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden, wurden sog. Entscheidungsprinzipien, -maximen oder –regeln entworfen. Vgl. Sieben, Schildbach, 1990, S. 51 ffGoogle Scholar
  46. 46.
    Als konstitutive Merkmale des Entscheidungsbegriffs werden in der Literatur genannt: Wahlhandlung, Selbstverpflichtung, Alternativenraum, Bewußtheit (vgl. Szyperski, Winand, 1974, S. 3 ff) Bewußtheit, Einmaligkeit, Wahlhandlung, Selbstverpflichtung, Zukunftsbezogenheit, Rationalität, Prozeß, Prämissen (vgl. Gottwald, 1990, S. 8 ff) Wahlakt, Rationalität, Bewußtheit, Selbstverpflichtung (vgl. Kahle, 1990, S. 197)Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Gottwald, 1990, S. 8Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. Kahle, 1990, S. 9; Kirsch, 1977–1, S. 71Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. Szyperski, Winand, 1974, S. 4Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 1Google Scholar
  51. 51.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 62. Der Rationalitätsbegriff soll hier nicht in seinen dogmenabhängigen Auslegungen diskutiert werden, sondern vielmehr aus übergreifender Perspektive, die sowohl Raum läßt für eine strenge präskriptive Auslegung als auch für eine Rationalitätsdefekte aufdeckende, deskriptive Interpretation.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 67Google Scholar
  53. 53.
    Vgl. Kahle, 1990, S. 11 und Kirsch, 1977–1, S. 71Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 62Google Scholar
  55. 55.
    Rationalität von Entscheidungen in diesem Sinn kann im Extrem auch bedeuten, daß ein Entscheidungsträger übergeordneten kollektiven Zielen so viel Bedeutung beimißt, daß das individuelle Ziel der Systemerhaltung aufgegeben wird. Das System „Unternehmen“ wird also aufgrund kollektiver Interessen aufgelöst. Eine solche Ausdeutung von Rationalität bedeutet aber implizit auch eine Aufgabe des Marktmechanismus als kollektivem Funktionsmechanismus innerhalb einer Gesellschaft. Wenn vom Aufgeben des Marktmechanismus abgesehen wird, wird umgekehrt aber auch die betriebswirtschaftliche Entscheidung als individuelles Verhaltensprinzip betont (vgl. Punkt 3.2.1).Google Scholar
  56. 58.
    Vgl. Kern, 1986, S. 557 – 568Google Scholar
  57. 57.
    Im Ergebnis führt die Reduktion zu dem “inneren Modell”, das der Entscheidungsträger von der Situation entwickelt. Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 63 und 76 ffGoogle Scholar
  58. 58.
    Vgl. die dogmengeschichtliche Diskussion um die Beschränkungen der Rationalität z.B. bei Kirsch, 1977–1, S. 64 ff.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. Kahle, 1990, S. 11; Gottwald, 1990, S. 19 ff; Gäfgen, 1974, S. 26 ff und 32 ffGoogle Scholar
  60. 60.
    Vgl. Gottwald, 1990, S. 20Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 26 ffGoogle Scholar
  62. 62.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 32; Kirsch spricht beim subjektiven Rationalitätskonzept auch von den ersten Versuchen, Rationalitätsbeschränkungen entscheidungstheoretisch Rechnung zu tragen. Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 64Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 86Google Scholar
  64. 64.
    Vgl. Gottwald, 1990, S. 8. Szyperski, Winand erwähnen die Zukunftsgerichtetheit als Merkmal der Planung, bekennen sich aber zu einer gewissen Unschärfe in der Unterscheidung zwischen Entscheidung und Planung. Vgl. Szyperski, Winand, 1974, S. 5 ffGoogle Scholar
  65. 65.
    Zur unscharfen Problemstrukturen und ihrer Abgrenzung zu stochastischen Unsicherheiten vgl. Zelewski, 1986, S. 3 ff und Zimmermann, 1993, Sp. 1353 ffGoogle Scholar
  66. 66.
    Vgl. Zimmermann, 1993, Sp. 1356Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 129 ffGoogle Scholar
  68. 68.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 135 ff. Gäfgen legt die Abhängigkeit der Ungewißheitsentscheidung vom Rationalitätskonzept offen.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 201 ffGoogle Scholar
  70. 70.
    Vgl. Szyperski, Winand, 1974, S. 6Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 65Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 73Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. Raff, 1988, S. 147; Heinen, 1966, S. 20 ffGoogle Scholar
  74. 74.
    Als besondere Verhaltensphänomene sind im Kontext mit dem Problemlösungsverhalten nach der Entschlußphase hervorzuheben das Auftreten von kognitiven Dissonanzen (vgl. Kirsch, 1977–1, S. 118 ff), Probleme kollektiver Entscheidungsprozesse aufgrund des personellen Auseinanderfallens von Entscheidungsträger und Ausführenden (vgl. Kirsch, 1977–1, S. 73 ff, 1977–3), der als charakteristischer Bestandteil einer Entscheidung hervorgehobene Aspekt der Selbstverpflichtung (vgl. Punkt. 3.2.2.1 und Kirsch, 1977–1, S. 53 und 74).Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 65/66Google Scholar
  76. 76.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 75Google Scholar
  77. 77.
    Vgl. Kirsch, 1977–1, S. 75Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. Kern, 1992–1, S. 4Google Scholar
  79. 70.
    Zum Thema Umweltaudit vgl. Feldhaus, 1994; Förschle, Mandler, 1994, Heuvels, 1994; Matschke, Lemser, Tillmann, 1994; Schadow, 1994; Wagner, Jantzen, 1994Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. Stitzel, 1987, S. 674Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. Kloock, Frese, 1989, S. 2Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. Matschke, 1988, S. 18 ff; ähnlich Strebel, 1980, S. 82; Strebel, 1981, S. 516 ffGoogle Scholar
  83. 83.
    In Anlehnung an Kloock, Frese, 1989, S. 2 ffGoogle Scholar
  84. 84.
    Vgl. Kern, 1982, S. 126Google Scholar
  85. 85.
    Vgl. Kern, 1982, S. 132Google Scholar
  86. 86.
    Vgl. Stitzel, 1987, S. 375. Schneider schlägt in einer Stellungnahme zu Stitzel zwei Richtungen der Diskussion um ökologische Rationalität vor. Der instrumentalistische Umweltschutzansatz legt den klassischen entscheidungsorientierten Ansatz zugrunde und erweitert dessen Bestandteileum ökologische Aspekte. Der systemische Ökologieansatz umfaßt darüberhinaus die Art und Weise, wie ökologische Ziele im Unternehmen durch dessen Interaktion mit seinem Umsystem zustande kommen, eruiert typische Handlungsmuster und ist nicht auf isolierte Einzelhandlungen ausgerichtet, sondern auf deren wechselseitigen Bezug. Vgl. Schneider, 1988, S. 251Google Scholar
  87. 87.
    Vgl. Stitzel, 1987, S. 375Google Scholar
  88. 88.
    Vgl. Stitzel, 1988, S. 257Google Scholar
  89. 89.
    Negativbeispiele solcher Berührungspunkte zwischen ökologischer und ökonomischer Rationalität sind Lobbyismus, antiökologische Absprachen und Rückhalte-Abkommen für umweltfreundlicheGoogle Scholar
  90. 96.
    Vgl. Matschke, 1988, S. 15Google Scholar
  91. 97.
    Vgl Kloock 1989 S 3Google Scholar
  92. 98.
    Vgl Klock 1989 S 7Google Scholar
  93. 99.
    Vgl. Strebel, 1980, S. 50 ffGoogle Scholar
  94. 100.
    Strebel, 1981, S. 513Google Scholar
  95. 101.
    Ähnlich geht Kern vom Umweltschutz als “Endziel” staatlicher und betrieblicher Umweltpolitik aus. Vgl. Kern, 1982, S. 127Google Scholar
  96. 102.
    Vgl. Pott, 011ek, 1992, S. 6Google Scholar
  97. 03.
    Vgl. Stitzel, 1987, S. 675Google Scholar
  98. 104.
    Vgl. Stitzel, 1988, S. 257Google Scholar
  99. 105.
    Beide Horizonte betreffen faktische Entscheidungsbestandteile und sind hier aus der Sicht eines idealisierten, objektiven Rationalitätskonzepts dargestellt. Der Einfluß von Rationalitätsbeschränkungen auf die Horizontlängen wird an dieser Stelle nicht hervorgehoben.Google Scholar
  100. 106.
    Vgl. Pott, 011ek, 1992, S. 6Google Scholar
  101. 107.
    Vgl. Gäfgen, 1974, S. 96/97Google Scholar
  102. 108.
    Wettervorhersagen haben seit ihren Anfängen vor etwa hundert Jahren stetig an Zuverlässigkeit gewonnen. Heute kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% eine zutreffende kurzfristige Vorhersage gemacht werden. Vgl. Leser u.a., 1984, Bd. 2, S. 376Google Scholar
  103. 109.
    Solch eine Situation ist z.B. gegeben bei Schadstoff-Grenzwerten des Gesetzgebers und naturwissenschaftlicher Institutionen, Ursachen für die Entwicklungen des Ozonlochs, Wirkungen der Abgase aus der Verbrennung von Dieselkraftstoff auf den menschlichen OrganismusGoogle Scholar
  104. 110.
    Vgl. Bossel, 1990, S. 3Google Scholar
  105. 111.
    Vgl. Stähler. 1991, S. 7ffGoogle Scholar
  106. 112.
    Eine damit unterstellte ökologische Lernfähigkeit von Entscheidungsträgern wird von Stähler in Zweifel gezogen. Sie verdeutlicht, daß in einigen Fällen auf antizipierte ökologische Situationen mit antiökologischen Verhaltensweisen reagiert wird, um die Bildung eines höheren ökologischen Verhaltensstandards zu verhindern. Vgl. Stähler, 1990, S. 202 ffGoogle Scholar
  107. 113.
    Die beiden Prozeßtypen sind Modelle aus der verhaltensorientierten Entscheidungstheorie. Zu Muddling-Through vgl. Lindblom, 1959 und zum Garbage-Can-Decision-Making vgl. Cohen, March. Olsen 1972.Google Scholar
  108. 114.
    “Entscheidungen werden mit einem minimalen Aufwand an Zeit und Energie getroffen, wenn die zu lösenden Probleme auch in anderen Entscheidungssituationen bearbeitet werden.” Strehl, 1988. S. 254Google Scholar
  109. 115.
    Bestimmte Probleme werden behandelt, ohne daß die Lösungen akzeptabel erscheinen. Diese—den Erfolg blockierenden—Probleme werden dann auf andere Entscheidungssituationen (z.B. Abteilungen, Kommissionen, Arbeitsgruppen) abgeschoben; die Entscheidung “flieht” die Probleme. Vgl. Strehl, 1988, S. 255Google Scholar

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Beate Becker

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