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Relativierung, Perspektivierung, Beschränkung: als und wie

  • Rainer Bäuerle
Part of the Studien zur Kognitionswissenschaft book series (SZKW)

Zusammenfassung

In den Lexika der natürlichen Sprachen beobachtet man bei den logischen wie den nichtlogischen Konstanten oftmals systematische Mehrdeutigkeiten, oder besser kontextabhängige Variation der Lesarten. So kann das normalerweise inklusiv zu verstehende oder in besonderen Kontexten, z.B. der Erlaubnis, eine exklusive Lesart annehmen, und das Wort Kaffee bezeichnet je nach Kontext einen Strauch, ein Getränk, oder dessen Grundstoff, eine Bohne bzw. ein Pulver. Einzelstudien zu solchen Phänomenen zielen letzlich auf ein besseres Verständnis der Struktur lexikalischer Bedeutungskonstitution ab und ebnen den Weg zum generativen Lexikon (Pustejovski 1996). Dazu soll auch diese Untersuchung der beiden deutschen Partikeln als und wie, die beide in einer großen Anzahl verschiedener grammatischer Funktionen auftreten, einen (allerdings noch keineswegs erschöpfenden) Beitrag leisten. Für jede dieser Partikeln stellt sich also die Frage, ob es sich hier jeweils um zufällige Homonymie handelt, oder ob systematische Polysemie im Sinne einer kontextabhängigen Bedeutungsdifferenzierung vorliegt. Daß die zuletzt genannte Alternative eher realistisch ist, dafür spricht schon die Beobachtung, daß die beiden Partikeln in Bedeutung und Gebrauch zwar nicht identisch sind, aber doch auf sehr interessante Weise überlappen.

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Literatur

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Rainer Bäuerle

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