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Mythos Löns pp 96-125 | Cite as

Die Lönsschen Tier-, Jagd- und Naturerzählungen: Die Philosophie des Organischen

  • Thomas Dupke

Zusammenfassung

Neben der sangbaren Lyrik bilden die Erzählungen, in denen Löns Tiere, Jagderlebnisse und Natureindrücke schildert, die Grundlage für seinen Ruhm als „Dichter der Lüneburger Heide“. Seine Erzählungen fanden zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Gesellschaftssystemen eine breite Zustimmung, die sowohl die sentimentalen Aspekte dieser Texte betraf als auch die aggressiven.

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Literatur

  1. 1.
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  3. 3.
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  5. 5.
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  6. 6.
    Verantwortlich für dieses Urteil ist vermutlich der Tierschriftsteller Egon Freiherr von Kapherr, der Löns schon 1924 so nannte; vgl. Egon Freiherr von Kapherr: Einleitung zu Hermann Löns: Sein letztes Lied. Eine Auswahl der schönsten Jagdgeschichten, Hannover 1924, S. 10. Löns-Forscher Wilhelm Deimann hat diesen Ehrentitel fleiβig weiterverbreitet, so daβ Löns heute noch so genannt wird. Selbst im “Lexikon der Kinder-und Jugendliteratur“, das immerhin auf die nationale Überbetonung seines Werkes in den Jahren zwischen 1914 und 1945 hinweist, wird ihm ein groβer Einfluβ auf das Tierbuch zugesprochen.Google Scholar
  7. Vgl. Karl Huber: Hermann Löns als Tierdichter, in: Das literarische Echo, 19. Jg. (1917/17), Sp. 338–343; Wilhelm Deimann: Vom Werden der Lönsschen Tierdichtung, in: Markwart, 3. Jg. (1927), H. 8, S. 119; ders.: Der Werdegang der Lönsschen Tiererzählung. Ein Beitrag zur Geschichte der neueren Tierdichtung, in: Festschrift zur XXIII. Versammlung deutscher Bibliothekare in Dortmund, Dortmund 1927, S. 147; ders.: Nachwort, in: Hermann Löns: Ausgewählte Tiergeschichten, Stuttgart 1986 (= Reclam Universal-Bibliothek Nr. 7701), S. 76–79. Vgl. auβerdem Martin Anger: Hermann Löns. Schicksal und Werk aus heutiger Sicht, 2. Aufl., Braunschweig 1986, S. 170; Margarete Dierks: Artikel “Lóns, Hermann“, in: Lexikon der Kinder-und Jugendliteratur. Personen-, Länder-und Sachartikel zur Geschichte und Gegenwart der Kinder-und Jugendliteratur, hrsg. v. Klaus Doderer, Bd. 2, Weinheim/Basel 1977, S. 391 f; Harry Dugall: Hermann Löns. Eine biographische Studie, Mainzlar 1966, S. 26 f.Google Scholar
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  13. 12.
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  14. 13.
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  16. 14.
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  18. 16.
    Zum Verhältnis Mensch-Tier vgl. Jost Hermand: Gehätschelt und gefressen: Das ‘Tier in den Händen der Menschen, in: Reinhold Grimm/Jost Hermand (Hg.): Natur und Natürlichkeit. Stationen des Grünen in der deutschen Literatur, Königstein/Ts. 1981, S. 55–76; Orvar Löfgren: Natur, Tiere und Moral. Zur Entwicklung der bürgerlichen Naturauffassung, in: Utz Jeggle/Gottfried Korff/Martin Scharfe/Bernd Jürgen Warneken (Hg.): Volkskultur in der Moderne. Probleme und Perspektiven empirischer Kulturforschung, Reinbek bei Hamburg 1986 (= rowohlts enzyklopädie; rororo 431), S. 122–143; Rolf Peter Sieferle: Fortschrittsfeinde? Opposition gegen Technik und Industrie von der Romantik bis zur Gegenwart, München 1984 (= Die Sozialverträglichkeit von Energiesytemen Bd. 5).Google Scholar
  19. Vgl. auβerdem zur Geschichte der Tiererzählung den Artikel “Tierdichtung“ in: Metzler Literatur Lexikon. Stichwörter zur Weltliteratur, hrsg. v. Günther u. Irmgard Schweikle, Stuttgart 1984, S. 439 f; Gerhard Haas: Artikel “Tierbuch“, in: Lexikon der Kinder-und Jugendliteratur, Bd. 3, Weinheim/Basel 1979, S. 538–541; ders.: Das Tierbuch, in: Kinder-und Jugendliteratur. Zur Typologie und Funktion einer literarischen Gattung, hrsg. v. Gerhard Haas, 2. Aufl., Stuttgart 1976, S. S. 335–367; Otto Metzker: Die Gestalt des Tieres in der Literatur, besonders im Jugendschrifttum, in: Das gestaltete Sachbuch und seine Probleme. Das geschichtliche und erdkundliche Jugendbuch, das Tierbuch, Reutlingen 1955, S. 57–80.Google Scholar
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    Zu Darwin vgl. Günter Altner (Hg.): Der Darwinismus. Die Geschichte einer Theorie, Darmstadt 1981 (= Wege der Forschung Bd. CDIL); Rolf Winau: Biologie, Medizin, Psychoanalyse, in: Funkkolleg Jahrhundertwende, Studienbegleitbrief 5, Weinheim/Basel 1989, S. 16 ff.Google Scholar
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    Zum Sozialdarwinismus vgl. Alfred Kelly: The Descent of Darwin. The Popularization of Darwinism in Germany, 1860–1914, Chapel Hill 1981, S. 100–122; Hannsjoachim W. Koch: Der Sozialdarwinismus. Seine Genese und sein Einfluβ auf das imperialistische Denken, München 1973 (= Beck‘sche Schwarze Reihe Bd. 97), S. 63 ff; Hans-Günther Zmarzlik: Der Sozialdarwinismus in Deutschland als geschichtliches Problem, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 11. Jg. (1963), S. 246–273.Google Scholar
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  25. 28.
    Vgl. W. Rolf Morgenstern: Artikel “Anthropomorphismus“, in: Lexikon der Kinder-und Jugendliteratur, Bd. 1, 2. Aufl., Weinheim/Basel 1977, S.44–46; vgl. auch Widar Lehne-mann: Hermann Löns und die Vermenschlichung des Tieres, in: Westfalenspiegel, 13. Jg. (1964), H. 10, S. 16 f.Google Scholar
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    Vgl. Beatrice Potter: Die Geschichte von Peter Hase, Zürich 1973.Google Scholar
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    Bis 1979 konnte die “Biene Maja“ eine Gesamtauflage von 1,7 Millionen Exemplaren verbuchen; es erschienen an die einhundert fremdsprachige Auflagen. Zu Bonsels vgl. Lini Hübsch-Pfleger: Waldemar Bonsels. Eine biographische Studie, in: Waldemar Bonsels: Wanderschaft zwischen Staub und Sternen. Gesamtwerk, hrsg. v. Rose-Marie Bonsels, Bd. 1, München/Wien 1980, S. 9–65; Lothar Müller: Die Biene Maja von Waldemar Bonsels, in: Marianne Weil (Hg.): Wehrwolf und Biene Maja. Der deutsche Bücherschrank zwischen den Kriegen, Berlin 1986 (= Edition Mythos Berlin), S. 56–75. Vgl. auβerdem Waldemar Bonsels: Die Biene Maja und ihre Abenteuer, Frankfurt a.M./Berlin/Wien (= Ullstein-Buch Nr. 20287).Google Scholar
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    Vgl. Gert Ueding: Die entgleiste Idylle, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. 11.1980, S. 26.Google Scholar
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    Vgl. Martin Anger: Hermann Löns, a.a.O., S. 85 ff; Wilhelm Deimann: Vorwort zu “Naturwissenschaftliche Aufsätze und Plaudereien“, in: Hermann Löns: Nachgelassene Schriften, hrsg. v. Wilhelm Deimann, Bd. 2, Leipzig/Hannover 1928, S. 9–14; ders.: Der Künstler und Kämpfer. Eine Lönsbiographie und Briefausgabe, Hannover 1935, S. 28 ff; ders.: Der andere Löns, Münster/Hameln 1965, S. 36 ff.Google Scholar
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    Vgl. D. Steilen: Hermann Löns als Schneckenforscher, in: Heimatkalender für die Lüneburger Heide (1956), S. 83–87. Einen genauen Überblick über die malakologischen Aufsätze Löns‘ gibt Beckmann: Löns - Ein bedeutender westfälischer Malakologe, a.a.O., bes. S. 212 ff.Google Scholar
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    Vgl. Horst Maeck: Hermann Löns als Naturkundler in seiner Heimat Deutsch-Krone, in: Hermann Löns. Lebensbilder, a.a.O., S. 15.Google Scholar
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    Noch schärfere Urteile gegen Darwin bei Konrad Buchwald: Hermann Löns und die Gegenwart. Anregungen für eine künftige wissenschaftliche Beschäftigung mit seinem Werk, in: Natur, Kultur und Jagd, 17. Jg. (1964), H. 5/6, S. 116 f.Google Scholar
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    Helmut Heiβenbüttel: Mümmelmann oder Die Hasendämmerung, Wiesbaden 1978 (Abhandlungen der Klasse der Literatur/Akademie der Wissenschaften und der Literatur; Jg. 1978, Nr. 1), S. 8.Google Scholar

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  • Thomas Dupke

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