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Theoriegeleitete Analyse der Implementierung von Supply Chain Management aus Sicht eines Netzwerkakteurs

  • Klaus Felix Heusler
Part of the Supply Chain Management book series (SCM)

Zusammenfassung

Der Gegenstand des vorliegenden Kapitels ist die theoriegeleitete Analyse der Implementierung von Supply Chain Management aus der Perspektive eines Akteurs innerhalb einer netzwerkorientierten Supply Chain. Auch wenn einige Autoren darauf hinweisen, dass die Implementierung von Supply Chain Management ein Unterfangen von bedeutendem Ausmaß darstellt, für das es keinen „Königsweg“ gebe und auch nicht geben werde,1 bleibt zu konstatieren, dass die Implementierung von Supply Chain Management im eigenen Unternehmen zu beginnen hat. Erst eine intern optimierte Supply Chain bildet die Voraussetzung für das erfolgreiche Management unternehmensübergreifender Supply Chains.2 Dieser Aspekt wird im Hinblick auf die in Kapitel 4 zusammenzutragenden Gestaltungsempfehlungen aufgegriffen. Dabei wird ein generalistischer Anspruch verfolgt, dem keinesfalls ein normativer Charakter innewohnen soll. Dazu ist zunächst eine Reihe grundlegender Annahmen zu treffen. Diese mögen die unmittelbare Ubertragbarkeit des zu generierenden Aussagenbündels auf einen konkreten Einzelfall zwar einschränken, erscheinen hingegen für das Verständnis der Gestaltung eines allgemeinen, idealtypischen Implementierungsahlaufs zweckmäßig. Durch die aufzuzeigenden Gestaltungsaspekte wird das Problemfeld der Supply Chain Management-Implementierung einem größeren Adressatenkreis eröffnet, wodurch gleichzeitig der in Kapitel 1 aufgestellten dritten bzw. vierten Forschungsfrage Rechnung getragen wird:
  • Die Argumentation erfolgt aus der Sicht eines produzierenden Unternehmens, wenngleich viele Gestaltungsempfehlungen dabei auch für differierende Unternehmenstypen (z.B. Logistikdienstleister oder Ilandelsunternehmen) von Interesse sind. Itinsichtlich der Unternehmensgröße, der hergestellten Produkte sowie der Branche, in der das betrachtete t Intemehmen agiert, handelt es sich um hier nicht näher spezifizierte Kontextfaktoren.

  • Das betrachtete Unternehmen ist in eine existierende, netzwerkorientierte Supply Chain eingebunden und unterhält Geschäftsbeziehungen zu industriellen Zulieferern und Abnehmern. Seine Positionierung innerhalb dieses Netzwerks ist bekannt und für alle Akteure ersichtlich. Dabei ist es als fokales Unternehmen positioniert bzw. einem solchen unmittelbar vor- oder nachgelagert. Ferner unterhält es keinen direkten bzw. regelmäßigen Kontakt mit den Endkunden in der Supply Chain.

  • Es wird davon ausgegangen, dass wesentliche Bestandteile des Supply Chain Management (z.B. Prozessorientierung, Customer- und Supplier Relationship Management, Definition von Supply Chain Strategien) noch nicht oder nur ansatzweise im Unternehmen eingeführt wurden. Demgegenüber werden die Kerninhalte des Supply Chain Management-Konzepts sowie die daraus zu erwartenden Nutzenpotentiale ins Unternehmen als bekannt vorausgesetzt. Eine darauf fußende positive Entscheidung, Supply Chain Management im Unternehmen einzufhren, gilt als bereits getroffen. Es geht folglich nicht mehr um das ob, sondern vielmehr um das wie der Supply Chain Management-Implementierung.

  • Da der Erfolg einer Implementierung in wesentlichen Teilen von der Unterstützung durch die Unternehmensführung abhängt,3 wird davon ausgegangen, dass die Supply Chain Management-Implementierung intensiven und nachhaltigen Rückhalt durch die Unternehmensführung erhält.4

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Klaus Felix Heusler

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