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Zusammenfassung

Die religiöse Lage in Ostdeutschland ist — im Vergleich zu Westdeutschland, aber auch im internationalen Vergleich — so exzeptionell, daß sie geradezu dazu herausfordert, religionssoziologisch genauer unter die Lupe genommen zu werden und einige der Annahmen „großer Theorien“ zur religiösen Entwicklung und zum Einfluß von Religion in modernen Gesellschaften auf diesem Prüfstand zu messen. Dabei wird unweigerlich das Problem aufgeworfen, wie „große Theorien”, die in ihrer empirischen Fundierung oft zu wünschen übrig lassen, in Forschungsfragen operationalisiert werden können und ob diese Operationalisierung dann noch den Kern dessen trifft, worum es in den Theorien ging. Und man hat es überdies mit dem Problem zu tun, daß es popularisierte Fassungen großer Theorien gibt, die sich ihrerseits nur noch sehr locker an den Vorbildern orientieren. Säkularisierungstheorien und die mit ihnen verbundenen Vorstellungen einer Privatisierung der Religion teilen zweifellos dieses Schicksal. Es sind aber gerade diese Theorien, die sich bei dem Versuch anbieten, die ostdeutsche Situation zu erklären.

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© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Monika Wohlrab-Sahr

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