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Konfessionslose in Ost- und Westdeutschland — ähnlich oder anders?

  • Gert Pickel
Part of the Veröffentlichungen der Sektion „Religionssoziologie“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie book series (DGSRELIGION, volume 3)

Zusammenfassung

Seit den Überlegungen Luckmanns (1963; 1996) beschäftigt sich die deutsche Religionssoziologie eingehend mit der Fragestellung der Individualisierung von Religiosität. Ein zentraler Aspekt dieser Betrachtungen ist die parallele Aufteilung in eine persönliche, individuelle Religiosität und dem Bekenntnis zur Kirche als dem institutionalisierten Vertreter religiöser Gemeinschaften. Diese Trennung gewinnt gerade im Kontext der schwindenden Akzeptanz institutionalisierter christlicher Religiosität, wie sie sich in sinkenden Zugehörigkeitszahlen zu den beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland ausdrückt, an Bedeutung.1 Nicht selten wird dabei Konfessionslosigkeit als Merkmal gesehen, welches genauso zur Bestätigung der Individualisierung, wie auch als Beleg der Überlegungen einer reinen Säkularisierung — also einem Bedeutungsverlust von Kirche und Religion — herangezogen werden kann.

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Authors and Affiliations

  • Gert Pickel

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