Advertisement

Typen alltäglicher Lebensführung

  • Karl Martin Bolte

Zusammenfassung

Der Beitrag rückt Typen alltäglicher Lebensführung ins Blickfeld, die aus den Untersuchungsmaterialien des Münchener Forschungsprojekts herausgearbeitet wurden. Entlang von drei Unterscheidungspolaritäten „außengeleitet — selbstbestimmt“, „täglich gleichförmig — täglich variabel“, „zeitlich kurzfristig — zeitlich dauerhaft“ werden elf Typen beschrieben. Neun davon liegen in der Spanne zwischen „schicksalhaft konstant außengeleiteter“ und „reflexiv dynamisch selbstbestimmter“ Lebensführung. Die Typen „resignative“ Lebensführung und „chaotische“ Lebensführung stellen Ausnahmesituationen dar. Die Ergebnisse lassen erkennen, in wie unterschiedlicher Weise Menschen ihr Leben im Rahmen der strukturellen Gegebenheiten unserer Gesellschaft zu meistern versuchen, daß Formen „mitbestimmter“ Lebensführung am häufigsten vorkommen, und welche Strukturgegebenheiten der Gesellschaft Probleme für menschliche Lebensführung mit sich bringen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Beck, U. (1997): Kinder der Freiheit. Wider das Lamento über den Werteverfall. In Beck, U. (Hg.): Kinder der Freiheit. Frankfurt a.M., S. 9–33Google Scholar
  2. Behringer, L./Dunkel, W. (1991): Wenn nichts mehr sicher ist — Formen von Lebensführung unter instabilen Arbeits- und Lebensbedingungen. In Mitteilungen des SFB 333, Heft 3. München, S. 5–14Google Scholar
  3. Behringer, L./Jurczyk, K. (1995): Umgang mit Offenheit: Methoden und Orientierungen in der Lebensführung von Journalistinnen. In: Projektgruppe „Alltägliche Lebensführung“ (Hg.): Alltägliche Lebensführung. Arrangements zwischen Traditionalität und Modernisierung. Opladen, S. 71–120Google Scholar
  4. Bolte, K.M. (1993): Lebensführung und Arbeitswelt. Bericht über ein Forschungsprojekt. In: Bolte, K.M.: Wertewandel, Lebensführung, Arbeitswelt (Otto-von-Freising-Vorlesungen der Katholischen Universität Eichstätt). München, S. 29–68Google Scholar
  5. Goebel, J./Clermont, Ch. (1997): Die Tugend der Orientierungslosigkeit (2. Aufl.). BerlinGoogle Scholar
  6. Jochum, G. (1992): Die Lebensführung von „Stadtstreichem“. Eine qualitativ empirische Untersuchung zur „alltäglichen Lebensführung“ von sog. Stadtstreichern in München. MünchenGoogle Scholar
  7. Projektgruppe „Alltägliche Lebensführung“ (Hg.) (1995): Alltägliche Lebensführung. Arrangements zwischen Traditional ität und Modernisierung. OpladenGoogle Scholar
  8. Voß, G.G. (1991 a): Lebensführung als Arbeit. Über die Autonomie der Person im Alltag der Gesellschaft. StuttgartGoogle Scholar
  9. Voß, G.G. (1991 b): Lebensführung: ein integratives Konzept zur Analyse alltäglichen Lebens. In: Voß, G. G. (Hg.): Die Zeiten ändern sich — Alltägliche Lebensführung im Umbruch. Sonderheft II der Mitteilungen des SFB 333. München, S. 69–88Google Scholar
  10. Voß, G.G. (1995): Entwicklung und Eckpunkte des theoretischen Konzepts. In: Projektgruppe „Alltägliche Lebensführung“ (Hg.): Alltägliche Lebensführung. Arrangements zwischen Traditionalität und Modernisierung. Opladen, S. 23–43.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Karl Martin Bolte

There are no affiliations available

Personalised recommendations