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Einleitung

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Zusammenfassung

In den meisten Ländern der westlichen Welt ist in den letzten Jahrzehnten eine zunehmende Säkularisierung zu beobachten. Diese Verweltlichung lässt sich in der Bundesrepublik vor allem an der Abkehr der Menschen von den beiden Großkirchen festmachen, sei es durch Kirchenaustritte oder einfach durch Nichtteilnahme an kirchlichen Veranstaltungen. Die Säkularisierung der Gesellschaft ist jedoch nicht nur mit einer Abwendung von den traditionellen Formen des Glaubens und der Glaubenspraxis, sondern vielfach auch mit einer Hinwendung zu neuen religiösen oder pseudoreligiösen Gruppen und Glaubensinhalten verbunden. Dies zeigt sich vor allem bei der Suche nach Werten, nach Halt und nach Sinn im Leben. Die Bewältigung dieser Aufgabe wird den Großkirchen nicht mehr zugetraut.

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Literatur

  1. 1.
    Der Begriff „Sekte“, der vielfach für religiöse Randgruppen verwendet wird und auch häufig bei Scientology (eher selten bei Opus Dei) seine Anwendung findet, wird in vorliegender Analyse nicht gebraucht. Der Begriff „Sekte” kennzeichnet im klassisch theologischen Verständnis abgespaltene oder neu gegründete christliche Glaubensgemeinschaften, die sich auf zusätzliche Offenbarungs-und Wahrheitsquellen neben der Bibel berufen. Vgl. dazu und zum Folgenden: Die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein (Hg.): Tätigkeit von Sekten in Schleswig-Holstein. Bericht der Landesregierung, Kiel 1997, S. 9f. Von staatlicher Seite wird dagegen der Begriff entweder um weitere Attribute ergänzt oder ganz vermieden.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. u.a. folgenden Artikel: Clear Deutschland. Ein Insider enthüllt, wie Scientologen Pläne zur Übernahme der Regierung schmiedeten, in: Focus, Nr. 27 vom 30.6. 1997, S. 30.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Ralf Bernd Abel: Ist das Menschenbild der Scientology-Organisation vereinbar mit der Werte-und Rechtsordnung des Grundgesetzes?, Gutachten, hrsg. von der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Kiel 1996, S. 3.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. stellvertretend die Art. 9 Abs. 2, 18, 21 Abs. 2 und 73 Abs. 10 GG. Zur streitbaren Demokratie vgl. näher Werner Billing: Streitbare Demokratie und politischer Extremismus, in: Texte zur Inneren Sicherheit, Bd. 1/1997, hrsg. v. Bundesminister des Innern, Bonn 1997, S. 7–18.Google Scholar
  5. 5.
    Peter Coslowski: Stichwort „Gesellschaft“, in: Staatslexikon. Recht, Wirtschaft, Gesellschaft, hrsg. von der Görres-Gesellschaft, 7., völlig neu bearbeitete Auflage, Bd. 2, Freiburg/Br. 1986, S. 959.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu Hans-Gerd Jaschke: Gutachten. Auswirkungen der Anwendung scientologischen Gedankenguts auf eine pluralistische Gesellschaft oder Teile von ihr in einem freiheitlich demokratisch verfassten Rechtsstaat, in: Innenministerium Nordrhein-Westfalen (Hg.): Scientology — eine Gefahr für die Demokratie. Eine Aufgabe für den Verfassungsschutz?, Düsseldorf 1996, S. 11 und S. 28.Google Scholar
  7. 7.
    Hansjörg Hemminger: Scientology — Der Kult der Macht, Stuttgart 1997, S. 7.Google Scholar

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© Leske + Budrich, Opladen 2000

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