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Heranwachsen im vereinigten Deutschland: Lebensverhältnisse und private Lebensformen

  • Juliane Achatz
  • Winfried Krüger
  • Manfred Rainer
  • Johann de Rijke
Chapter
Part of the DJI-Jugendsurvey book series (DJIJUG, volume 2)

Zusammenfassung

In den Lebensabschnitt von 16 Jahren bis zum Ende des dritten Lebensjahrzehnts fallen, biographisch gesehen, entscheidende Ereignisse: Hier werden Schullaufbahnen abgeschlossen, Berufsausbildungen aufgenommen und vielfach erfolgt auch schon ein Übergang in den Arbeitsmarkt. Junge Menschen ziehen aus dem Elternhaus aus, gehen eine Partnerbeziehung ein oder gründen sogar eine eigene Familie. Mit all dem sind für sie Weichenstellungen verbunden, die ihre Chancen und ihre soziale Plazierung im späteren Leben maßgeblich beeinflussen.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Der Fragetext mit den Antwortvorgaben „eher als Jugendlicher“, „eher als Erwachsener”, „mal so, mal so /kommt darauf an“ und „kann ich nicht sagen” lautete: „In dieser Studie befragen wir junge Leute zwischen 16 und 29 Jahren. In dieser Altersspanne kann man sich ja eher als Jugendlicher oder eher als Erwachsener fühlen. Wie ist das bei Ihnen: Fühlen Sie sich eher als Jugendlicher oder eher als Erwachsener?“Google Scholar
  2. 2.
    Literaturnachweise finden sich in den entsprechenden Kapiteln in diesem Band.Google Scholar
  3. 3.
    Insgesamt befinden sich 238 Befragte in solchen berufsvorbereitenden Ausbildungsgängen.Google Scholar
  4. 4.
    Die Phase der Umstrukturierung des Hochschulwesens in den neuen Bundesländern ist abgeschlossen. Es entspricht mittlerweile hinsichtlich Struktur und Qualität dem in den alten Bundesländern (Komadt 1997).Google Scholar
  5. 5.
    Der genannte Anteilswert bezieht sich hier nur auf die Anzahl der weiblichen Befragten.Google Scholar
  6. 6.
    Die Prozentuierungsbasis bilden alle Befragten des Jugendsurveys.Google Scholar
  7. 7.
    Als Beispiele können hier die zehnklassige Polytechnische Oberschule, die Fachschulausbildung, die Berufsausbildung mit Abitur und die spezielle Facharbeiterausbildung für Abgänger der B. Klassen genannt werden (Schober 1996).Google Scholar
  8. 8.
    Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern übernahmen weitgehend die Mehrgliedrigkeit von jeweils unterschiedlichen westlichen Schulsystemen. Brandenburg orientierte sich an Berlin und führte Realschule, Gymnasium und integrierte Gesamtschule ein; im Gegensatz zu Berlin jedoch keine Hauptschule. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es alle drei Schultypen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) und zusätzlich vereinzelt integrierte Klassen für Haupt-und Realschüler als auch integrierte Gesamtschulen. Thüringen und Sachsen entschlossen sich zu einem Neuanfang, indem sie die klassische Dreigliedrigkeit aufhoben und neben dem Gymnasium Schulen einführten, an denen Haupt-und Realschüler parallel unterrichtet wurden. Zusätzlich zu den klassischen Schultypen führte Sachsen-Anhalt die Sekundarschule ein, die in Zukunft Haupt-und Realschule vollständig ablösen soll (vgl. von Below 1997: 151 ).Google Scholar
  9. 9.
    Eine prägnante Darstellung der Grundzüge des Bildungswesens der DDR findet sich bei von Below (1997).Google Scholar
  10. 10.
    Berichtet werden in der Regel Anteile von Schulabsolventen und Studierenden.Google Scholar
  11. 11.
    Die Einteilung der Siedlungsräume beruht auf dem BIK-Index der Stadtregionen, der Siedlungsräume nach ihrer Dichte und den Gebietsverflechtungen durch Pendlerströme klassifiziert (vgl. hierzu Eilinghoff 1996).Google Scholar
  12. 12.
    Die Befragten wurden gebeten anzugeben, welchen der folgenden Ausbildungsabschlüsse sie anstreben, bzw. bereits erworben haben: beruflich-betriebliche Anlemzeit mit Abschlußzeugnis, aber keine Lehre; gewerbliche oder landwirtschaftliche Lehre mit Abschlußprüfung, Facharbeiterausbildung; kaufmännische Lehre mit Abschlußprüfung, Verwaltungslehre; Berufsfachschulabschluß (auch Krankenschwester, Erzieher); Meister-, Techniker-oder gleichwertiger Fachschulabschluß; abgeschlossenes Volontariat; Fachhochschulabschluß (auch Abschluß einer Ingenieurschule); Hochschulabschluß; anderen beruflichen Ausbildungsabschluß.Google Scholar
  13. 13.
    Ein Resümee zum Forschungsstand zieht Krais (1996).Google Scholar
  14. 14.
    Der Erwerbsstatus der Eltern wurde bei allen Befragten für den Zeitpunkt erhoben, zu dem sie etwa 16 Jahre alt waren.Google Scholar
  15. 15.
    Die Befragten wurden gebeten anzugeben, welche berufliche Tätigkeit ihre Mutter, bzw. ihr Vater ausübte, als die Befragten etwa 16 Jahre alt waren. Wir beschränken uns hier auf die Darstellung des Einflusses der beruflichen Stellung des Vaters, da Mütter in den alten Bundesländern zu großen Teilen Hausfrauen sind und damit auch keine Angabe zu deren beruflicher Stellung vorliegt.Google Scholar
  16. 16.
    Hier handelt es sich um eine Restkategorie von insgesamt sieben Personen.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Gille u.a. 1995: 76; die Einteilung beruht auf insgesamt 23 Kategorien.Google Scholar
  18. 18.
    In Anlehnung an die Bezeichnung der Arbeitslosenstatistik werden unter Erwerbspersonen alle Erwerbstätigen und Arbeitslosen gefaßt.Google Scholar
  19. 19.
    Die Angaben variieren stark zwischen weniger als einem Monat und dem Höchstwert von zehn Jahren. Der Median liegt bei rund zehn Monaten.Google Scholar
  20. 20.
    Zunächst wurde die Frage gestellt, wovon die Befragten hauptsächlich leben (hier sollte nur eine Angabe gemacht werden) und danach, was von der Liste noch auf sie zutrifft. Hierbei wurden die gleichen Vorgaben wie zur ersten Frage vorgelegt, allerdings waren Mehrfachnennungen zugelassen. Diese zweigeteilte Form der Frage ist angelehnt an die Shell-Jugendstudie 1992 wie auch die Jugendstudie „Jungsein in Deutschland 1996“ (Silbereisen/Vascovics/Zinnecker 1996 ).Google Scholar
  21. 21.
    Die Frage nach dem persönlichen Einkommen erlaubt in der Regel keinen Schluß auf das im Haushalt zur Verfügung stehende Einkommen, welches in B evölkerungsumfragen daher häufig zusätzlich erfragt wird (vgl. Hoffmeyer-Zlotnik/Warner 1998).Google Scholar
  22. 22.
    Mit Nettoeinkommen „meine (ich) dabei alle Einkommensarten zusammengenommen, nach Abzug der Steuern und der Sozialversicherungsbeiträge. Auch private Unterhalte wie z.B. Taschengeld zählen dazu.“ Die Listenvorgabe enthielt Betragsbereiche von „unter 50 DM” bis „4.000 DM und mehr“ (insgesamt 22 Bereiche, in den unteren Bereichen in 100 DM-Schritten, in den oberen in 250 DM-Schritten und zuletzt in 500 DM-Schritten), die angekreuzt werden konnten.Google Scholar
  23. Heranwachsen im vereinigten DeutschlandGoogle Scholar
  24. 23.
    Etwa 11% jeweils hatten vermerkt, daß sie kein eigenes Einkommen haben (dies wurde durch den Interviewer notiert), die Verweigerung lag somit im Westen bei 22%, im Osten bei 15%. Die Verweigerer setzten sich aus allen Ausbildungs-bzw. Erwerbsstatusgruppen zusammen, relativ am stärksten aus der Gruppe der Erwerbstätigen. Aber auch unter den Schülern und Studenten gab es einen nicht vernachlässig-baren Anteil an Verweigerern. Es kann somit das Fehlen entsprechender Informationen nicht nur einer speziellen Gruppe zugeschrieben werden, allerdings ist das Ausmaß der Verweigerung doch so groß, daß Aussagen über die Höhe des Einkommens mit Zurückhaltung interpretiert werden sollen.Google Scholar
  25. 24.
    Zu Ost-West-Unterschieden und Geschlechtsdifferenzen beim Individualeinkommen in Bevölkerungsumfragen, die für 1996 ebenfalls deutlich ausfallen, vgl. HoffineyerZlotnik 1998.Google Scholar
  26. 25.
    An dieser Stelle findet kein präziserer Zeitvergleich statt, da die Frageformulierung von 1997 geringfügige Änderungen zu der des Jahres 1992 aufweist.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Juliane Achatz
  • Winfried Krüger
  • Manfred Rainer
  • Johann de Rijke

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