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Entwicklungspolitik/-hilfe

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Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 702)

Zusammenfassung

Die Begriffe Entwicklung, Entwicklungsländer (EL), Entwicklungspolitik (EP) und Entwicklungshilfe (EH) werden häufig unterschiedlich ausgelegt und sind Teil stark normativ akzentuierter wissenschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen. Vor allem spielt das Argument einer mit den Begriffen verbundenen Stigmatisierung eine Rolle, wie sie etwa in der begrifflichen Entwicklungslinie rückständige (backward) — unterentwickelte (underdeveloped) — nicht entwickelte (undeveloped) — Entwicklungsländer (developing countries) zum Ausdruck kommt. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich bei einem Teil der Autoren in dem Versuch, den als diskriminierend oder Etikettenschwindel empfundenen Begriff EH zu vermeiden und durch Begriffe wie Entwicklungszusammenarbeit oder Ressourcentransfer zu ersetzen. EP und EH werden teilweise synonym verwendet, überwiegend wird EP aber weiter gefaßt als die Gesamtheit aller Maßnahmen mit der eine normativ bestimmte Entwicklung eines EL oder der als Gruppe verstandenen Dritten Welt (→ Nord-Süd-Konflikt) angestrebt wird. Zur EP gehören z.B. auch Maßnahmen im Bereich des internationalen Handels- und Währungssystems, während EH meist enger als der Teil der EP gefaßt wird, der direkt mit einem Ressourcentransfer (finanzielle, technische oder personelle Hilfsmaßnahmen) verbunden ist.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1999

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