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Entkolonialisierung

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Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 702)

Zusammenfassung

Eine „Kolonie“ definiert der Große Brockhaus 1931 als „(lat. colonia,Pflanzstadt) auswärtige Besitzung eines Staates mit weltwirtschaftl. und weltpolit. Zweck, die mit dem Mutterland in einem polit.-rechtl. Verband steht und von ihm verwaltet wird“. Die Charta der → Vereinten Nationen (UN) spricht 1945 in Art. 73 von „... Hoheitsgebieten, deren Völker noch nicht die volle Selbstregierung erreicht haben“, und meint damit die von westeuropäischen Staaten seit dem 16. Jh. erworbenen Gebiete in Übersee. Kommunisten charakterisieren das politische System der Republik Südafrika (vor 1990) als „inneren Kolonialismus“, weil keine räumliche Trennung zwischen der herrschenden weißen Minderheit (der „Kolonialmacht“) und der beherrschten schwarzen Mehrheit (den „Kolonisierten“) bestand. Seit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion 1991 gelten im Rückblick deren nicht-russische Republiken und „autonomen Gebiete“ als Kolonien, weil ihre Autonomie fiktiv war, obgleich bezüglich politischer Rechte kein Unterschied zur Metropole Rußland bestand.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1999

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