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Außenpolitischer Entscheidungsprozeß

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Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 702)

Zusammenfassung

Außenpolitischer Entscheidungsprozeß (a.E.) bezeichnet das Zustandekommen außenpolitischer Entscheidungen bzw. den außenpolitischen Willensbildungsprozeß. Der Begriff unterstellt Prozeßcharakter, Generalisierbarkeit und Inhaltsneutralität. Entscheidungen werden als Abfolge untereinander verknüpfter Situationsanalysen, Bewertungen und Handlungsentscheide verstanden, die sich sowohl reaktiv als auch initiativ vollziehen. Der a.E. verläuft in der Regel nach bürokratisch geordneten Organisationsformen und bestimmten Verlaufsmustern, die die jeweiligen a.E. charakterisieren und unterscheidbar machen. Diese Abläufe sind insbesondere, bei institutionalisierten a.E. inhaltsübergreifend; sie dienen — auch zur Entlastung des politischen Apparates — zur Bearbeitung verschiedener und z.T. konkurrierender bzw. konfligierender Inhalte (z.B. im sicherheitspolitischen Entscheidungsprozeß, wo es sowohl um Verteidigung bzw. Konfliktpolitik als auch um Entspannung bzw. Kooperationspolitik geht).

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Literatur

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1999

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