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Globale Probleme und Weltöffentlichkeit

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Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 702)

Zusammenfassung

Am Ende des 20. Jh. hat die industrielle Entwicklung einen Stand erreicht, auf dem die Menschheit sich in vielfacher Hinsicht gefährden und sogar vernichten kann — durch Nuklearwaffen, Reaktor-, Chemie- oder Biotechnik-Katastrophen, einschneidende Veränderungen des Klimas und der Atmosphäre, die Vergiftung und Verschmutzung der Umwelt oder die Folgen des Bevölkerungswachstums (→ Bevölkerungsentwicklung). Im Gegensatz zu früher sind viele dieser Gefahren nicht mehr regional begrenzt, zudem können sie, wenn sie einmal eingetreten sind, nicht mehr revidiert werden. Schon heute gilt dies für die Verseuchung der Gebiete um Tschernobyl, Semipalatinsk und das Bikini-Atoll. Es trifft wahrscheinlich auch für die Ozonschicht und für lange Zeit auch den Treibhauseffekt zu. Während es sich dabei um dauernde ökologische Katastrophen handelt, sind die Atomwaffen aus politischen Gründen nicht mehr völlig zu beseitigen, da die Produktionsverfahren weitgehend bekannt sind. Auch die biologischen und chemischen Waffen können leicht wieder entwickelt werden, sogar wenn es gelingt, sie weltweit zu ächten und abzuschaffen. Dies gilt vor allem für solche Waffen, die eng mit zivilen Produktionsverfahren zusammenhängen. Eine weitere Kategorie von Weltproblemen ist weniger eindeutig determiniert. Die Folgen der modernen Zivilisation wie Energieverbrauch, Abfall und Verkehr hängen von einer Vielzahl von Einzelentscheidungen ab, die von vielfältigen Interessen sowohl der Eliten wie auch breiter Bevölkerungsschichten beeinflußt werden.

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