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Einleitung

  • Yvonne Ehrenspeck
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Zusammenfassung

Je moderner die moderne Welt wird, desto unvermeidlicher wird das Ästhetische.“1 Diese Hypothese O. Marquards würde sich auch als Diagnose eignen, denn sie verweist auf ein besonderes Phänomen der Gegenwart: „Die Aktualität des Ästhetischen“2. „Ästhetik“ hat Konjunktur; mit Beginn der 80er Jahre dieses Jahrhunderts ist ein ständig steigendes Interesse an Ästhetik zu verzeichnen, welches seither nahezu universal geworden ist. So wird nicht mehr nur in den traditionellen Bereichen der Ästhetik, wie der Philosophie3 und den Kunstwissenschaften über die Bedeutung des „Ästhetischen“ nachgedacht, sondern auch in den vormals ästhetikabstinenten Bereichen, wie etwa der Ökonomie.4 Einer der Ausgangspunkte für diese neuere allgemeine Ästhetikorientierung war die Rezeption der in Deutschland erstmals in der Philosophie5 und der Literaturwissenschaft6 und dann auch sehr bald in den anderen Geistes- und Sozialwissenschaften aufgenommenen Debatte um die sogenannte „Postmoderne“7.

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Literatur

  1. 3.
    Eine historische Übersicht über die Thematisierung des Ästhetischen in der Philosophie bietet der Stichwortartikel: „Ästhetik“, „ästhetisch“ von Ritter im ersten Band des „Historisches Wörterbuch der Philosophie“. Ritter in: Ritter/Gründer Bd. 1, 1971, S. 555–580;Google Scholar
  2. 10.
    Ein spezifischer Ausdruck von Skepsis an den Konzepten der frühen 70er Jahre war bereits die sogenannte „Alltagswende“ in den Sozialwissenschaften Ende der 70er Jahre. Vgl. Lenzen 1980.Google Scholar
  3. 29.
    Dazu hat Seel einige einschränkende Bemerkungen gemacht. Vgl. Seel in: Seel 1996, S. 20, Kapitel 6, Stichwort: „das Vorbild des Kunstwerks“ in seinem Aufsatz: „Ästhetik als Teil einer differenzierten Ethik“.Google Scholar
  4. 36.
    Hier muß insbesondere die Kunsterzieherbewegung hervorgehoben werden. Exemplarisch: Lichtwark in: Lorenzen 1965, S. 33–44;Google Scholar
  5. 60.
    In vielen Aufsätzen und Monographien hat sich dieser alltagssprachliche Gebrauch von „klassisch“ eingebürgert. Zur Differenzierung des Begriffs „Klassik“ und „klassisch“ vgl. Gadamer 1986, S. 269ff.;Google Scholar
  6. Klafki 1994, S. 16. Dennnoch heißt das nicht, daß diese Theorien auch für eine aktuelle, theoretisch wie empirisch anschlußfähige Theorie der ästhetischen Bildung die Grundlage bilden können. Denn viele Implikationen dieser klassischen Theorien sind, wie in dieser Untersuchung gezeigt werden soll, nicht mehr haltbar.Google Scholar
  7. 92.
    Dieser Terminus wird von Herbart selbst nicht gebraucht, allerdings kann man Ziechner darin folgen, daß „ästhetische Bildung“ vom Begriff her durchaus gemeint ist. Ziechner 1908, S. 163f.Google Scholar
  8. 94.
    Vgl. auch zu dessen neuerlicher Rezeption in der Pädagogik: Hellekamps in: Koch/ Marotzki/Peukert 1994, S. 105–125;Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Yvonne Ehrenspeck

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