Advertisement

Bezahlte Elternschaft. Voraussetzungen und Folgen einer monetären Anerkennung der Erziehungsarbeit durch ein Erziehungsgehalt

  • Michael Opielka

Zusammenfassung

Anfang 1996 wurde der Öffentlichkeit durch einen Familienverband („Deutscher Arbeitkreis für Familienhilfe“) ein Gutachten vorgestellt, in dem das Modell eines „Erziehungsgehaltes“ ausgeführt und auf seine volkswirtschaftlichen Effekte untersucht wurde (vgl. Leipert/Hatzold 1996, Leipert o.J./ 1994). Das Modell beruhte im wesentlichen auf folgenden Annahmen:
  • soweit die oder der vornehmlich Erziehende nicht mehr als halbtags beschäftigt ist, soll ein steuer- und sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt von 1.300 DM im Monat je Kind bis zum 12. Lebensjahr gezahlt werden;

  • die Finanzierung dieses Erziehungsgehaltes soll durch Transferumschichtungen und durch einen Beitrag in Höhe von 3,6% auf alle Bruttoeinkommen (incl. Vermögenseinkommen) ohne Beitragsbemessungsgrenze erfolgen;

  • die Verwaltung der Transfers soll durch einen zu gründenden Familienfonds geschehen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Beck, U. (1997). Demokratisierung der Familie. In: ders. (Hrsg.), Kinder der Freiheit. Frankfurt, 195–216Google Scholar
  2. Blanke, K./Ehling, M./Schwarz, N. (1996): Zeit im Blickfeld. Ergebnisse einer repräsentativen Zeitbudgeterhebung. Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 121. Stuttgart u.a.Google Scholar
  3. Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (Hrsg.) (1996): Statistisches Taschenbuch 1996. Bonn.Google Scholar
  4. Deutscher Bundestag (1994): Fünfter Familienbericht. Drucksache 12/7560. Bonn.Google Scholar
  5. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) (Bearb.: Kirner, E./Schwarze, J.) (1996): Zur Einkommenssituation und Einkommensverwendung von Familien mit jüngeren Kindern. Berlin.Google Scholar
  6. dass. (Bearb.: Meinhardt, V. u.a.) (1996a): Fiskalische Auswirkungen der Einführung eines Bürgergeldes. Gutachten im Auftrage des Bundesministers der Finanzen. Berlin.Google Scholar
  7. Gauthier, A.H. (1996): The State and the Family. A Comparative Analysis of Family Policies in Industrialized Countries. Oxford.Google Scholar
  8. Hatzold, 0./Leipert, C. (1996): Erziehungsgehalt. Wirtschaftliche und soziale Wirkungen bezahlter Erziehungsarbeit der Eltern. Freiburg.Google Scholar
  9. Heidelberger Büro für Familienfragen und Sozialpolitik (Hrsg.) (1996): Wissenschaftliches Kolloquium „Erziehungsgehalt“ am 21/22. Juni 1996 in Bonn. Heidelberg.Google Scholar
  10. IES — Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung, 1990, Lebenssituation alleinstehender Erziehungsgeldempfänger. 2 Bde., IES-Berichte 221.90. Hannover.Google Scholar
  11. Kaufmann, F.-X. (1994): Staat und Wohlfahrtsproduktion. In: Derlien, H.-U. u.a. (Hrsg.), Systemrationalität und Partialinteresse. Festschrift für Renate Mayntz. Baden-Baden, 357–380.Google Scholar
  12. ders. (1995): Zukunft der Familie im vereinten Deutschland. Gesellschaftliche und politische Perspektiven. München.Google Scholar
  13. ders. (1996): Stellungnahme. In: Heidelberger Büro 1996, 40–44.Google Scholar
  14. Kirner, E. (1994): Sozialleistungen, Einkommensausgleich und erziehungsbedingte Teilzeitarbeit. In: Bäcker, G./Stolz-Willig, B. (Hrsg.), Kind, Beruf, soziale Sicherung. Zukunftsaufgabe des Sozialstaats, Köln, 72–102.Google Scholar
  15. Kress, U. (1994): Die negative Einkommensteuer: Arbeitsmarktwirkungen und sozialpolitische Bedeutung. Ein Literaturbericht. In: MittAB, 3, 246–254.Google Scholar
  16. Kreyenfeld, M. u.a. (1997): Ein Neues Organisationsmodell in der Kinderbetreuung: Kinderkasse, Betreuungsgutscheine, Qualitätskommissionen, Diskussionspapiere aus der Fakultät für Sozialwissenschaft. Ruhr-Universität Bochum, 97–05. Bochum.Google Scholar
  17. Krüsselberg, H.-G. (1996): Das Thema „Erziehungsgehalt“ in familienökonomischer und familienpolitischer Perspektive. In: Heidelberger Büro 1996, 24–33. Lampert, H. ( 1996 ): Priorität für die Familie. Berlin.Google Scholar
  18. Lampson, H. (1996): Wertschöpfung im Musikseminar. In: Verbund-Spektrum, 8.12. 1996, 6f.Google Scholar
  19. Lenhardt, G./Offe, C. (1977): Staatstheorie und Sozialpolitik. Politisch-soziologische Erklärungsansätze für Funktionen und Innovationsprozesse in der Sozialpolitik. In: Ferber, C. von/Kaufmann, F.-X. (Hrsg.), Soziologie und Sozialpolitik, KZfSS SH 19. Opladen, 98–127.Google Scholar
  20. Leipert, C. o.J. (1994): Aufwertung der Erziehungsarbeit. Ein Vorschlag zur Schaffung eines KINDER- UND FAMILIENFONDS, Kirchzarten: Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe e. V.Google Scholar
  21. ders./Opielka, M. (1998): Erziehungsgehalt 2000. Ein Weg zur Aufwertung der Erziehungsarbeit. Bonn.Google Scholar
  22. Meier, U., 1996, Stellungnahme. In: Heidelberger Büro 1996, 45–53.Google Scholar
  23. Mitschke, J. (1994): Integration von Steuer-und Sozialleistungssystem — Chancen und Hürden. In: StuW, 2, 153–162.Google Scholar
  24. Österrreichisches Institut für Familienforschung (1997): Die Machbarkeitsstudie des Kinderbetreuungsschecks, Ms. Wien.Google Scholar
  25. Opielka, M. (1997): Familienpolitik im Wohlfahrtsstaat. In: Zeitschrift für Sozialreform, 5, 337–364.Google Scholar
  26. ders. (Hrsg.) (1998a): Grundrente in Deutschland. Opladen (i.E.).Google Scholar
  27. ders. (1998b): Die solidarische Gesellschaft. Opladen (i.E.).Google Scholar
  28. Pfau-Effinger, B./Geissler, B. (1992): Institutionelle und sozio-kulturelle Kontextbedingungen der Entscheidung verheirateter Frauen für Teilzeitarbeit. Ein Beitrag zur Soziologie des Erwerbsverhaltens. In: MittAB, 3, 358–370.Google Scholar
  29. Raffelhüschen, B./Walliser, J. (1997): Was hinterlassen wir zukünftigen Generationen? Ergebnisse der Generationenbilanzierung. In: Knappe, E./Winkler, A. (Hrsg.), Sozialstaat im Umbruch. Frankfurt/New York, 65–89.Google Scholar
  30. Ringen, S. (1997): Citizens, Families, and Reform. Oxford.Google Scholar
  31. ders. (1997a): How Much is the Family Worth? Paper presented at the CEUConference. Prague, April 24“-2e, 1997.Google Scholar
  32. Spieß, C.K./Wagner, G. (1997): Außerhäusige Kinderbetreuung in Deutschland — Institutionenanalyse des Status Quo und ein Reformvorschlag, Diskussionspapiere aus der Fakultät für Sozialwissenschaft. Ruhr-Universität Bochum, 97–02, Bochum.Google Scholar
  33. Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (1992): Die Zeitverwendung der Bevölkerung. Methode und erste Ergebnisse der Zeitbudgeterhebung 1991/2, Tabellenband I. Wiesbaden.Google Scholar
  34. dass. (Hrsg.) (1997): Datenreport 1997. Bonn.Google Scholar
  35. Wingen, M. (1997): Familienpolitik. Grundlagen und aktuelle Probleme. Bonn.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Michael Opielka

There are no affiliations available

Personalised recommendations