Advertisement

Jemen 1997

Chapter
  • 30 Downloads

Zusammenfassung

Wichtigstes Ereignis in der Politik des Jemen (J.) im abgelaufenen Jahr waren die Parlamentswahlen vom 27.4., die zweiten seit der Vereinigung des J. im Mai 1990 (→ Jemen, JB 1993). Bis zur Stimmabgabe beherrschte der bereits im Vorjahr angelaufene Wahlkampf die innenpolitische Szene. Von den Oppositionsparteien boykottierte die Mehrzahl die Wahlen, u.a. auch die Jemenitische Sozialistische Partei (JSP), die nach längerer Diskussion auf der Sitzung des Zentralkomitees am 5.3. die Nichtteilnahme an den Wahlen beschloß. Generalsekretär Ali Salin Ubad Muqbil erklärte, daß die Wahlen lediglich dazu dienten, den Ausgang des von Präsident AH Abdallah Salin geführten Bürgerkrieges nachträglich zu legitimieren. Zudem forderte er als Voraussetzung für eine Wahlbeteiligung die Rückgabe des im Bürgerkrieg beschlagnahmten Besitzes der JSP. Jarallah Umar, führendes Mitglied der JSP, hingegen plädierte für eine Wahlbeteiligung, weil die JSP sich sonst von der politischen Arena ausschließen würde (AW, 17.4.). Die in London ansässige Nationale Oppositionsfront unter Leitung von Abd al-Rahman al-Jifri rief ebenfalls zum Wahlboykott auf. Die beiden Regierungsparteien, der Allgemeine Volkskongreß (AVK) unter Führung von Staatspräsident Ali Abdallah Salin sowie die Reform-Partei (RP) unter Führung von Abdallah Ibn Husain al-Ahmar, Oberscheich der Hashid-Stammeskonföderation und Parlamentspräsident, einigten sich am 20.1. auf ein Wahlbündnis, wobei 170 Wahlkreise dem AVK und 80 der RP zugeteilt wurden und nur in den restlichen 51 Wahlkreisen Kandidaten beider Parteien gegeneinander antreten würden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Burrowes, Robert D.: Historical dictionary of Yemen. Lanham, Md.: Scarecrow, 1996, 508 S.Google Scholar
  2. Joffe, E.G.H. u.a. (Hg.): Yemen today: crisis and solutions. London: Caravel Press, 1997Google Scholar
  3. Mackintosh-Smith, Tim: Yemen: travels in dictionary land. London: John Murray, 1997, 280 S.Google Scholar
  4. Mercier, Eric: Aden. Un parcours interrompu. Tours: URBAMA, 1997, 163 S.Google Scholar
  5. Mermier, Franck: Le Cheikh de la nuit. Sanaa: organisation des souks et société citadine. Paris: Sindbad, Actes Sud, 1997, 256 S.Google Scholar
  6. Orth, Günther: “Die Farbe des Regens”. Entstehung und Entwicklung der modernen jemenitischen Kurzgeschichte. Muhammad ‘Abdalwali, Zaid Muti’ Dammag und Ahmad Mahfuz ‘Umar. Berlin: Klaus Schwarz, 1997, 248 S.Google Scholar
  7. Otto, Ingeborg/Schmidt-Dumont, Marianne: Der Jemen seit 1990. Eine Auswahlbibliographie. Hamburg: Deutsches Übersee-Institut, 1997, 139 S. (deutsch/englisch)Google Scholar
  8. Wald, Peter: Jemen. Antike und Islam — Geschichte, Kultur und Kunst im Südwesten Arabiens. Köln: DuMont, 1997, 288 S.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations