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Die „gefährliche“ Straße

  • Jürgen Fischer

Zusammenfassung

Fallbeispiel 11: Martinstag, 18.00 Uhr — durch die Straßen der Stadtrandsiedlung ziehen Gruppen von Kindern mit Laternen in den Händen. Sie pilgern von Haus zu Haus, klingeln die Bewohner heraus und singen, wenn ihnen geöffnet wird. Nach dem Lied oder der Strophe halten die Kinder Beutel, Tüten oder Taschen auf und die darauf vorbereiteten Hausbewohner belohnen die Sänger mit Süßigkeiten, Nüssen und Ost, hier und da auch mit etwas Hartgeld. Eine der Gruppen, die ohne Begleitung von Erwachsenen unterwegs ist, wird von drei anderen Kindern auf der anderen Straßenseite beobachtet und verfolgt. Es handelt sich bei den dreien, die die Lichtkegel der Straßenlaternen meiden, um den 14-jährigen Thorsten, die 13 Jahre alte Annika und ihren Zwillingsbruder Alexander. Sie haben keine Laternen und Taschen bei sich und sie singen auch nicht. 18.45 Uhr — die Kerzen in den Laternen sind heruntergebrannt. Die sechs Kinder sind sehr zufrieden, die Taschen und Beutel sind gut gefüllt, das Geld ist gezählt. Für jeden sind ein paar Mark zusammengekommen. Die meisten von ihnen müssen um 19.00 Uhr zu Hause sein. Von den Süßigkeiten wird das eine oder andere schon mal probiert.

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Literatur

  1. Bienemann, G./Hasebrink, M./Nikles, B.W. (Hg.) 1995: Handbuch des Kinder-und Jugendschutzes, MünsterGoogle Scholar
  2. Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 1996 der Bundesrepublik Deutschland, Wiesbaden 1997 Zuber, H. 1992: Straßenkinder — Ein Report, HamburgGoogle Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Jürgen Fischer

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