Advertisement

Film und Krieg pp 127-134 | Cite as

Medienfiktionen beim NATO-Einsatz im Kosovo-Krieg 1999

Chapter
  • 164 Downloads

Zusammenfassung

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich bin kein Parteigänger von Miloševič, wenn ich mich kritisch zur NATO und ihrer Legitimierung ihres Krieges im Kosovo durch Medien äußere. Ich bin aber auch kein erklärter Feind der NATO. Ich verabscheue den Krieg und halte ihn allenfalls für die „ultima ratio“ (wenn wirklich alle Mittel der Konfliktlösung ausgeschöpft sind). Ich mußte im Frühjahr 1999 an mir selbst erleben, dass ich eine ambivalente Haltung einnahm: Dass es vielleicht genauso verwerflich sein könne, den Opfern Miloševičs, nicht beizustehen — und sei es durch militärisches Eingreifen —, wie den Krieg zu führen. Dass ich zu dieser ambivalenten Haltung gelangen konnte, hat mich — erst im Nachhinein, wie ich gestehen muß — erschreckt, weil ich offenbar von der public relation der NATO und des Bundesverteidigungsministeriums moralisch aufgeweicht wurde.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Angerer, Jo/Werth, Mathias (2001): Es begann mit einer Lüge [Film]. WDR 2001Google Scholar
  2. Luhmann, Niklas ( 2000 ): Die Realität der Massenmedien. Opladen.Google Scholar
  3. Schmidt, Siegfried J. (1996): Die Welten der Medien: Grundlagen und Perspektiven der Medienbeobachtung. Braunschweig.CrossRefGoogle Scholar
  4. Olschewski, Malte (1992): Krieg als,Show‘. Wien.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations