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Einführung — Frauenarbeit und Transformation

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Part of the Forschung Soziologie book series (FS, volume 142)

Zusammenfassung

Die Folgen der Vereinigung beider deutscher Staaten haben Männer und Frauen in ungleicher Weise getroffen. Das gilt insbesondere für die Arbeitsmarktrisiken, mit denen sich Frauen in den neuen Bundesländern stärker konfrontiert sehen als Männer. Indizien für eine steigende Ungleichheit zwischen den Geschlechtergruppen zeigen sich am augenfälligsten in der überproportionalen Betroffenheit der Frauen von Arbeitslosigkeit sowie in einer Verengung von Zugangschancen zu Erwerbsfeldern: Sowohl bei der Neuverteilung des knapper werdenden Gutes Erwerbsarbeit als auch bei der Neustrukturierung geschlechtsspezifischer Segregationslinien zwischen Berufsgruppen und Statushierarchien haben Frauen das Nachsehen (Nikkel/Schenk 1996, S. 266f.). Auch gut zehn Jahre nach Beginn der Transformation stellt die Frauendiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt ein akutes und unbewältigtes Problem dar. Bereits mit Beginn des Arbeitsplatzabbaus nach der Währungsunion im Juni 1990 und der politischen Vereinigung im Oktober und dem damit angestoßenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruch verloren Frauen deutlich stärker als Männer ihren Arbeitsplatz bzw. fanden schlechter eine neue Beschäftigung. Überstieg der Anteil der Frauen an den registrierten Arbeitslosen im Jahr 1991 den der Männer um 16,2 Prozentpunkte (Bundesanstalt für Arbeit 1996, S. 129), so stagnierte er seit 1992 zwischen 63 und 65 Prozent. Seit 1997 weist er eine leicht sinkende Tendenz auf (Bundesanstalt für Arbeit 1998a, S. 180).

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Literatur

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    Zu dieser Einschätzung kommt neben Reißig (1994) auch Kollmorgen (1994).Google Scholar
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    Kapitel 1.3 zeigt, in welcher Weise sich dies in der konzeptionellen Anlage dieser Arbeit manifestiert.Google Scholar
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    Zur überblickartigen Darstellung und Diskussion des Gender-Konzeptes vgl. Gildemei-ster/Wetterer (1992) sowie für die Gegenüberstellung und Einordnung bisher entwickelterGoogle Scholar
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    Für eine Begriffsbestimmung der Transformation als nicht nur dynamischen Prozeß, sondern in Abgrenzung zu “sozialem Wandel”, “Innovation’ oder ”Evolution“ als explizit „auf den Übergang vom Realsozialismus zum Post-Sozialismus, zu Marktwirtschaften und parlamentarischen Demokratien; also auf ”Übergänge“, ”Umwälzungen“ von ‘Formationen”, von “Systemen”- vgl. Reißig (1994, S. 324).Google Scholar
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    Mit diesem Tenor etwa Wadi! (1996), Mayer (1994) und Zapf (1994).Google Scholar
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    Prägnant für diese These stehen die Ausführungen von Kruse (1990).Google Scholar
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    Für den deutschsprachigen Raum sind hier zentral: Sackmann (1992) und Sommerfeldt-Siry (1990).Google Scholar
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    Die Region Dresden, die in der ursprünglichen Untersuchung den Status einer Vergleichs-region einnahm, wird in dieser Druckfassung nur ergänzend angeführt. Für die Auswahl dieser beiden Regionen gibt es eine Reihe inhaltlich-konzeptioneller Gründe, die im Regionalkapitel (vgl. Kapitel 3.2) erläutert werden. Auf die Präsentation der ausführlichen Arbeitsmarktanalysen ebenso wie der Interviewanalysen in Kapitel 4 für Dresden wird aus Platzgründen verzichtet. Interessenten seien auf die Dissertationsschrift verwiesen, die bei der Verfasserin bezogen werden kann.Google Scholar
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    Zu den statistischen Grundlagen der Beschäftigungs-und wirtschaftsstrukturellen Analyse der DDR sowie der einsetzenden Transformation vgl. Dietz/Rudolph (1990).Google Scholar
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    Das gilt etwa für den Arbeitsmarktmonitor, Ziehungen aus dem Mikrozensus und für das Sozioökonomische Panel.Google Scholar
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    Zur Einschätzung der Unterschiede zwischen der ‘Berufstätigenerhebung 1989’ und dem ‘Datenspeicher GAV’ bezogen auf die erfaßten Personenkreise, die Merkmale und die Genauigkeit vglGoogle Scholar
  13. Dietz/Rudolph (1990). Nähere Ausführungen zur Datenqualität der in dieser Arbeit verwendeten Daten aus dem Datenspeicher sind in Kapitel 3.4 zu finden.Google Scholar

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© Leske + Budrich, Opladen 2001

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