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Zur Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Köln

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Part of the Interkulturelle Studien book series (IKS, volume 14)

Zusammenfassung

Kriminalität ist sozial konstruiert, d.h. Handlungen und Ereignisse, die mit dem Strafrecht verstanden und bearbeitet werden, müssen nicht so verstanden und bearbeitet werden. So kann eine Massenschlägerei unter den Nachbarjugendlichen einer Straße von diesen und ihren Eltern und Anwohnern als Ärgernis eingestuft und im Gespräch bewältigt werden. Dasselbe Ereignis kann aber auch als gefährliche Körperverletzung zur Anzeige bei der Polizei gebracht werden. Dieses Verständnis von Kriminalität als Zuschreibung vermittelt, dass es „Kriminalität“ nur als Relationsbegriff gibt. Wenn wir es im Folgenden durch die Daten der amtlichen Statistiken mit Delikten, Tatverdächtigen und Tätern zu tun haben, sollte das immer bewusst sein: Kriminalität ist Ausdruck einer sozialen Beziehung und nicht Merkmal einer Person oder Handlung (vgl. Sack 1993: 107).

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© Leske + Budrich, Opladen 2003

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