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Für wen und wozu dieses Buch?

  • Armin Klein

Zusammenfassung

„Weiß einer, was das überhaupt ist?“ fragt provozierend der Feuilletonjournalist Mark Siemons in der Frankfurter Allgemeinen Zeitungvom Mai des Jahres 2002 über das von ihm so genannte „Partythema ‚Kulturpolitik‘“. Anlässlich des seinerzeit aktuellen Amtsantritts eines rot-roten Senats in Berlin und dessen Sparzwängen, die auch vor Kunst und Kultur nicht haltmachen konnten, fordert er ganz grundsätzlich, „eine öffentliche Debatte darüber zu beginnen, was ‚Kulturpolitik‘ überhaupt ist und nach welchen Kriterien sie agieren könnte.“ Er beklagt: „Der Nachteil ist, dass niemand weiß, wovon eigentlich die Rede ist. Denn alle sind sich heute darüber einig, dass sich die Politik kein ästhetisches Urteil anmaßen darf und erst recht kein politisches darüber, welche Kunst als förderungswürdig gelten sollte und welche nicht. Die Künste als halbwegs autonome Sphäre der Nichtentfrem-dung sollen nicht funktionalisiert, für außerhalb ihrer Eigengesetzlichkeit liegende Zwecke gebraucht werden. Die Politik, so sagt man gerne, soll nicht selbst Kultur machen, sondern Kultur ermöglichen und dafür das nötige Geld bereitstellen. Die Kultur darf nicht zum Mittel werden. Sie ist doch das Ziel. Es liegt auf der Hand, dass solche gutgemeinten Formulierungen nichts anders als ein Sophismus sind, eine unredliche Verschleierung der Tatsache, dass ‚Kultur‘ keinen homologen Begriff darstellt.“

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Literatur

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2003

Authors and Affiliations

  • Armin Klein

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