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Zur Psychologie der Persönlichkeit

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Zusammenfassung

Eine Psychologie, die den Einzelnen in seinem sozialen und kulturellen Kontext und in seiner Entwicklung sieht, auf der einen Seite, und eine Sozialisationsfor-schung, die die psychische Binnenstruktur des Einzelnen in seiner Hineinentwicklung in die Gesellschaft nicht nur als „Black Box“ betrachtet, sind schwer voneinander abzugrenzen. In der Tat gibt es in der Sozialforschung zahlreiche Ansätze, die auf der Basis von Lerntheorie, Psychoanalyse oder anderen psychologischen Konzeptionen den Prozeß der Sozialisation erklären (vgl. Hurrel-mann/Ulich 1984/1995), und es gibt psychologische Konzeptionen, z. B. Varianten der Tiefenpsychologie oder die Kritische Psychologie, die die Gesellschaftlichkeit des Individuums von Beginn an in Rechnung stellen. Es gibt jedoch auch psychologisch uninteressierte Soziologie-Konzeptionen, und es gibt Psychologie-Ansätze, die von einem abstrakten privaten Individuum ausgehen:

„Persönlichkeit“ ist insbesondere dann ein Zentralbegriff der Psychologie, wenn dieser Begriff als moderner Nachfolger von den älteren Begriffen wie „Seele“ oder „Charakter“ verstanden wird (vgl. etwa Allport 1970). Dann ist „Persönlichkeitstheorie“ — verstanden als „Charakter-“ oder „Seelenkunde“ — so alt wie die Psychologie selbst. Große paradigmatische Umschwünge in der Behandlung „psychischer“ Vorgänge sind daher stets verbunden mit — oder werden sogar ausgelöst durch — veränderten Verständnisweisen von Person/Charakter/Seele (vgl. die Einführung von Sonntag in Sonntag 1990).

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© Leske + Budrich, Opladen 2001

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