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Die Zukunft der Arbeit im „Dritten Sektor“: Empfehlungen

  • Sigrid Betzelt
  • Rudolph Bauer
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Zusammenfassung

Die deutsche Teilstudie des NETS-Projekts zielte zum einen darauf ab, durch eine empirische Bestandsaufnahme des „Dritten Sektors“ (siehe Teil I) Daten zur genaueren Kenntnis seiner Struktur, der Finanzierung von NPOs und ihrer Personalentwicklung zu gewinnen. Eine weitere Zielsetzung war es herauszufinden, ob die Nonprofit-Organisationen in der Bundesrepublik erkennbare Beschäftigungspotenziale aufweisen, die bisher noch nicht oder unzureichend erschlossen sind (siehe Teil II). Ein drittes Anliegen des Projekts besteht darin, aus den Forschungsergebnissen Erkenntnisse abzuleiten, die anwendungsbezogen eine Antwort auf die Frage zulassen, was zu tun sei, damit in Zukunft im deutschen „Dritten Sektor“ neue, zusätzliche Erwerbsarbeitsplätze geschaffen werden können.

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Literatur

  1. 109.
    Zimmer / Priller 1999: 79–80, 255. Die Frage lautete „In welchem Maße sieht sich Dire Organisation gegenwärtig mit folgenden Problemen konfrontiert? “ Vorgegeben waren 25 verschiedene Antworten, die auf einer Skala von vier Graden bewertet werden sollten. Die genannten Prozentwerte ergeben sich aus der Summe der beiden stärksten Bewertungsgrade („sehr stark“ und „stark“).Google Scholar
  2. 110.
    Eine eingehende Kritik der rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen des deutschen „Dritten Sektors“ findet sich in Betzelt 2000b.Google Scholar
  3. 112.
    Vgl. dazu das Standardwerk von Sauter / Schweyer 1990.Google Scholar
  4. 116.
    Es liegen mittlerweile mehrere Gesetzentwürfe für eine Reform des Stiftungsrechts vor, die z.T. die im folgenden Text genannten Änderungen enthalten. Bislang verabschiedet wurde jedoch nur das Stiftungssteuergesetz (BT-Drs. 14/2340), das stärkere steuerliche Anreize für Stiftungen sowie Erleichterungen für deren Vermögensbildung vorsieht. Vgl. Bertelsmann Stiftung / Maecenata Institut 1999.Google Scholar
  5. 121.
    Es wäre vermessen, den Reformbedarf dieser komplexen Materie hier im einzelnen darstellen zu wollen. Weitergehende Empfehlungen hat die Expertenkommission zur Reform des Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrechts vorgeschlagen. Vgl. Bertelsmann Stiftung / Maecenata Institut 1999 (siehe Fußnote 116).Google Scholar
  6. 123.
    Vgl. Anlage 7 der Einkommensteuer-Richtlinien sowie § 52 Allgemeine Abgabenordnung.Google Scholar
  7. 126.
    Vgl § 58 Abs. 7a Allgemeine Abgabenordnung. — Inzwischen wurde im neuen Stiftungssteuergesetz der rücklagefähige Anteil der Erträge für Stiftungen auf ein Drittel erhöht.Google Scholar
  8. 145.
    So lag der Anteil der durch aktive Arbeitsfördermittel finanzierten, sozialversicherungspflichtigen Angestellten bei den „Organisationen ohne Erwerbszweck“ (der statistischen Hilfsgröße für den „Dritten Sektor“) bei 28%, in Berlin sogar bei 38% (1998).Google Scholar
  9. 146.
    Zu beobachten war ein starker Anstieg von Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) im erwerbswirtschaftlichen Sektor bei gleichzeitigem Rückgang von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im „Dritten Sektor“. Diese Entwicklung ist im Zusammenhang sowohl einer veränderten „Philosophie“ aktiver Arbeitsmarktpolitik zu sehen, als auch einer unterschiedlich starken fiskalischen Belastung des Bundes durch diese beiden Förderinstrumente. In der Teilstudie von Schröder sind die durchschnittlichen fiskalischen Be- und Entlastungswirkungen von ABM/SAM für die verschiedenen Kostenträger enthalten (vgl. Schröder 1999).Google Scholar
  10. 147.
    Berechnet wurden einerseits die Kosten der durchschnittlichen Lohnersatzleistungen, andererseits die durchschnittlichen Kosten für Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen auf der Basis der in Bremen erhobenen Daten. Da in der Bremer Studie die Sozialversicherungsbeiträge u.a. Lohnnebenkosten nur pauschal grob geschätzt werden konnten, liegt der Betrag erheblich über einem Vergleichsbetrag von DM 11.400 durchschnittlichen Nettokosten für geförderte Beschäftigung, der auf Basisdaten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung beruht (30% der durchschnittlichen Kosten pro Arbeitsloser in Höhe von DM 38.000; diese Berechnung bezog die von den Beschäftigungsträgern zu erbringenden Regiekosten nicht ein. Vgl. IAB 1998).Google Scholar
  11. 149.
    Die Berliner Studie ergab ein noch immer erheblich höheres Versorgungsniveau an Kinderbetreuungsplätzen im östlichen Stadtteil, der auf das historisch gewachsene hohe Niveau öffentlicher Kinderbetreuung in der DDR zurückgeht. Aus diesem Grund legten wir für eine Kostenkalkulation nur der westlichen Bundesländer die (höheren) Bedarfszahlen in Bremen zugrunde. Diese Kalkulation kann selbstverständlich nur Annäherungswert haben, da von regionalen Unterschieden auch in den westlichen Ländern auszugehen ist. Dennoch bestätigte der Zehnte Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (BMFSJ 1998) unsere Schätzungen im großen und ganzen. Zu Details der o.g. Kalkulationen vgl. Betzelt 1999.Google Scholar
  12. 150.
    Einen erheblichen unbefriedigten Bedarf an öffentlicher Kinderbetreuung konstatieren auch andere empirische Studien wie z.B. des Deutschen Jugendinstituts (DJI 1998) oder die dem 10. Jugendbericht zugrundeliegenden Erhebungen (BMFSJ 1998).Google Scholar
  13. 152.
    Vgl. Sargatzky 1999. In Bremen erwies sich die Datenlage als noch weitaus unbefriedigender, weshalb auf einen Vergleich verzichtet werden musste.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Sigrid Betzelt
  • Rudolph Bauer

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