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Zur Entwicklung der pronominalen Koreferenzherstellung

  • Evamaria Terhorst
Part of the Psycholinguistische Studien book series (PLS)

Zusammenfassung

In den Textverstehensmodellen, die im zweiten Kapitel dargestellt wurden, wird in der Regel nicht detailliert darauf eingegangen, wie sich die Textverstehensfähigkeit entwickelt. Van Dijk und Kintsch (1983) nehmen zwar an, daß die Fähigkeit, Strategien beim Textverstehen optimal einzusetzen, von den kognitiven Fähigkeiten des Rezipienten und seinen Motiven und Zielen bei der Rezeption eines Textes abhängig ist, sie gehen jedoch nicht darauf ein, welche entwicklungsspezifischen Strategien des Textverstehens es gibt. Auch Strohner (1990) verlangt im Rahmen seines systemtheoretischen Textverstehensmodells, daß eine umfassende Theorie des Textverstehens auch die Ontogenese der Textverarbeitungsfähigkeit beschreiben muß, beläßt es allerdings bei dieser Forderung, ohne selber im Detail auf die Ontogenese einzugehen. Genau so wenig berücksichtigen Sanford und Garrod (1981) oder Just und Carpenter (1987) Entwicklungsaspekte (vgl. Abschnitt 2.3 und 2.4). Nur Tyler und Marslen-Wilson (1981) haben versucht, ihre online interaktiven Annahmen (vgl. Abschnitt 2.5) auch in einer Entwicklungsstudie zu überprüfen. Sie konnten zeigen, daß bereits fünfjährige Kinder gleichzeitig syntaktische und semantische Informationen beim Aufbau ihrer Diskursrepräsentation nutzen können.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Evamaria Terhorst

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