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Kooperation, Vernetzung und Steuerung bei der beruflichen Integration von Jungendlichen

  • Frank Braun
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Zusammenfassung

Seit 1974/75 in der alten Bundesrepublik die Zahl arbeitsloser Jugendlicher emporschnellte und der Mangel an Lehrstellen sich jährlich verschärfte, begann eine Vielzahl von Akteuren qualifizierungs- und arbeitsmarktpolitische Programme und Maßnahmen zu konzipieren, finanzieren und umzusetzen: die Europäische Union mit ihren auf die Beseitigung regionaler Disproportionalitäten angelegten Fonds und Programmen, auf der Bundesebene insbesondere das Arbeits- und das Bildungsministerium, in den Ländernhäufig in Konkurrenz zwischen den Ressorts — Arbeits-, Kultus- und Jugendministerien, in Kommunen und Landkreisen Instanzen der Wirtschaftsförderung aber auch Jugend- und Sozialämter. Es entwickelte sich ein komplexes System von „Übergangshilfen“, in dem für die Gestaltung von Angeboten und die Zuweisung von Teilnehmerinnen jeweils unterschiedliche Stellen verantwortlich zeichneten, deren Aktivitäten im Regelfall untereinander nicht abgestimmt waren. Während im Ausbildungssystem alte Zuständigkeiten und Verfahren der Koordination an Bedeutung verloren, gab es eine Vielfalt von neuen Kompetenzen, die wiederum in die Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse des Ausbildungssystems nicht eingebunden waren. Aus dem relativ überschaubaren Zusammenwirken von Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen bei der beruflichen Erstausbildung entstand ein Übergangssystem mit einer Vielfalt von Institutionen, Angeboten und Zuständigkeiten, dessen charakteristische Merkmale Unübersichtlichkeit und Mangel an Abstimmung sind.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

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  • Frank Braun

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