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Zellzyklus

  • August Ruthmann
  • Manfred Hauser
Part of the Teubner Studienbücher der Biologie book series (TSB)

Zusammenfassung

Als Zellzyklus bezeichnet man die Periode von einer Zellteilung zur nächsten. Er schließt nicht nur die mikroskopisch leicht erkennbaren Vorgänge der Kern- und Zellteilung, sondern auch alle biochemischen Veränderungen ein, die den Lebenszyklus sich ständig vermehrender Zellen charakterisieren und die größtenteils noch unbekannt sind. Für die übliche Grobeinteilung der Interphase, des Zeitraums zwischen zwei Mitosen, stützt man sich auf eine relativ leicht bestimmbare Größe, nämlich den DNA-Gehalt (Abb. 28) und nennt den Abschnitt vor Beginn der DNA-Synthese (S-Phase) G1 (engl.: „gap“) und den Abschnitt danach G2. In der G2-Phase ist der DNA-Gehalt des Kerns bereits verdoppelt, obwohl dies erst in der Prophase der folgenden Mitose (M) durch die Verdoppelung der Verteilungseinheit der Chromosomen, der Chromatiden, zum Ausdruck kommt. Zellen eines diploiden Organismus, die jeweils zwei vollständige Chromosomensätze enthalten, haben daher in G2 die DNA-Menge 4c, wobei c die in den haploiden Geschlechtszellen (vgl. Abschn. 6) enthaltene Menge ist. In der G1 -Phase ist demnach die DNA-Menge 2 c, und in der S-Phase steigt sie durch Oberlagerung der nicht in allen Chromosomen und Chromosomenabschnitten gleichzeitig ablaufenden Synthese ungefähr linear auf 4 c an.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1979

Authors and Affiliations

  • August Ruthmann
    • 1
  • Manfred Hauser
    • 1
  1. 1.Universität BochumBochumDeutschland

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