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Optische Hilfsmittel

  • August Ruthmann
  • Manfred Hauser
Part of the Teubner Studienbücher der Biologie book series (TSB)

Zusammenfassung

Maßgeblich für den Einsatz optischer Hilfsmittel bei der cytologischen Strukturanalyse ist ihr Auflösungsvermögen, definiert als der kleinste Abstand, in welchem nahe beieinander gelegene Strukturdetails gerade noch erkennbar gemacht werden können, ohne allerdings Aufschluß über die wahre Form dieser Details zu geben. Das unbewaffnete Auge, dessen Auflösungsvermögen etwas besser als 0,1 mm ist, vermag gerade noch große freilebende Einzeller zu erkennen. Im Lichtmikroskop mit einem optimalen Auflösungsvermögen von 0,2 nm sind Organellen der Zelle (Kern, Nucleolus, Chromosomen, aber auch Golgikörper und Mitochondrien) darstellbar. Hier ist die Auflösungsgrenze letztlich durch die wellenoptischen Eigenschaften des zur Abbildung benutzten Lichtes bestimmt. Eine wesentliche Verbesserung des Auflösungsvermögens auf etwa 2 nm an Ultradünnschnitten und etwa 1 nm an isolierten und besonders kontrastierten biologischen Makromolekülen bringt das Elektronenmikroskop. Die 0,2 nm bis 0,3 nm Auflösungsvermögen, die moderne Geräte an anorganischen Idealobjekten leisten können, lassen sich im biologischen Bereich wegen des relativ schwachen Kontrastes unserer Objekte derzeit nicht ausnutzen. Immerhin wird mit dem Elektronenmikroskop ein wesentlicher Bereich der ultrastrukturellen Organisation der Zelle erschlossen. Unter 1 nm und damit in den eigentlichen Bereich der molekularen Organisation gelangt man nur im Sonderfall kristalliner Anordnungen mit dem indirekten Verfahren der Röntgenkleinwinkelbeugung.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1979

Authors and Affiliations

  • August Ruthmann
    • 1
  • Manfred Hauser
    • 1
  1. 1.Universität BochumBochumDeutschland

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