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Einige unangenehme Wahrheiten

  • Manfred Gburek

Zusammenfassung

Die folgende Geschichte ist bis auf den Namen Klein-Moritz, wie wir den Kunden in Abgrenzung zu seiner großen Deutschen Bank nennen wollen, leider wahr. Klein-Moritz also kaufte am 7. März 1994 Anteile des Fonds Rendite Spezial der Investmentgesellschaft DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Die Abrechnung war zwar nicht ganz verständlich, weil hinter „Börse“ gleich „außerbörslich“ und hinter „Verwahrung“ das Fremdwort „Girosammeldepot“ stand, aber das regte den Kunden noch nicht weiter auf. Gut acht Monate später kam allerdings mit dem Datum 14. November 1994 die „Ertragsgutschrift bei Freistellungsauftrag“, und der gewiß nicht dumme Klein-Moritz geriet allmählich in Rage. Denn was ihm da zugemutet wurde, las sich schlimmer als jede Strom- oder Gasrechnung. Die „Aussch. p. St. 1993/94“ konnte er soeben noch als Ausschüttung für irgendwas identifizieren. Doch das kunterbunte Allerlei danach verschlug ihm die Sprache: „KEST-pfl. Ant. p. Stck DM 4,40“ Schluß, aus, keine Erklärung. „verr. gez. Stückzinsen DM 418,00“ ??? „KEST-pfl. Anteil somit DM 462,00“ ??? Danach der einzige gerade Satz: „Kapitalerträge sind einkommensteuerpflichtig.“ Der führte allerdings sofort zu weiteren Fragezeichen, weil unmittelbar danach in Großbuchstaben die Bemerkung folgte: „WIEDERANLAGERABATT BIS 20. 1. 95“. Auf der Rückseite schließlich fanden sich einige belehrende Hinweise, die mit dem Inhalt der Vorderseite nichts zu tun hatten.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Manfred Gburek
    • 1
  1. 1.GrünwaldDeutschland

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