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Stilistik

  • Wolfgang Wypijeski
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Zusammenfassung

Eine gute Stilistin sind Sie, wenn Sie sprachliche Ausdrucksformen beherrschen. Dann kommen die Formulierungen, wie sie in der Situation gebraucht werden. Dazu gehört Denken. Denn wer stilistisch „in“ ist, trainiert immer wieder aufs neue sein Denken. Vom guten zum wirkungsvollen Stil ist es nur ein Schritt. Woran erkennen Sie die gute Stilistin? Antwort: am richtigen Gebrauch des Genitiv (2. Fall/Wes-Fall), des Konjunktiv II (Möglichkeitsform des Irrealen) und Einsetzen des Semikolons. Hinzu kommt eine aktive (nicht: passive) Ausdrucksweise, „ansprechende“ persönliche Formulierungen, öfter mal ein „bitte“ und „danke“, vor allem aber mehr aktive Verben (Tätigkeitswörter), Sätze mit Doppelpunkt und Fragezeichen, kaum Superlative und einfacher Satzbau. Das kann nicht alles sein? Stimmt. Der Empfänger Ihres Schreibens sollte positiv stimuliert, motiviert werden. Deshalb keine Negativwörter oder -formulierungen. Welche? Zum Beispiel Killerphrasen (Sie können wohl nicht rechnen), „Stacheldrahtwörter“ (nämlich, ärgerlich, müssen absurd, reklamieren) oder Blockadewörter, die Ihre Kommunikation beeinträchtigen (kosten, schlecht, bezahlen, schwierig, unterlassen Sie, Verlust, verpflichtet Sie). In Abwandlung eines Sprichworts von Cato (rem tene, verba sequentur) kann man es so sagen: Beherrschen Sie Ihre Aufgabe, dann folgen die Worte von allein. Wenn Sie stilistisch gut „drauf sind, kennen Sie sicher Goethes Aphorismus: „Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am seltensten erstiegen.“ Weshalb eigentlich? Wie Sie die letzten Stufen bravourös meistern, können Sie auf den nächsten Seiten nachlesen. Und anwenden. Eine vollständige Stillehre will und kann dieses Buch nicht sein. Sie wollen es aber genau wissen? Dann legen Sie sich Ludwig Reiners „Stilfibel“ zu. Einverstanden?

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1993

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  • Wolfgang Wypijeski

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