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Portfolioselektion und „Fehlbewertungen“: Arbitragetheorie

  • Wolfgang Breuer
  • Marc Gürtler
  • Frank Schuhmacher
Chapter
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Zusammenfassung

Nachdem im Kapitel II erläutert worden ist, wie auf der Grundlage des Erwartungsnutzenprinzips unterschiedliche Investorpräferenzen durch die Voraussetzung verschiedener Nutzenfunktionen abgebildet werden können, soll in diesem Kapitel von den konkreten Risikopräferenzen der Marktteilnehmer abstrahiert und ausschließlich die wenig einschränkende Annahme positiven Grenznutzens als Ausgangspunkt der Analyse gewählt werden. Dies bedeutet, dass für alle nachfolgenden Überlegungen dieses Kapitels III die Prämisse genügt, dass Investoren mehr Geld ceteris paribus gegenüber weniger Geld vorziehen. Augenscheinlich handelt es sich hierbei um eine Präferenzannahme, deren Gültigkeit kaum in Zweifel gezogen werden kann. Insofern werden sich die Resultate des vorliegenden Kapitels als vergleichsweise robust erweisen. Neben besagter Präferenzannahme benötigt man lediglich noch die Voraussetzung eines vollkommenen Kapitalmarktes im Gleichgewicht. Vor diesem Hintergrund wird es konkret um die Herleitung von Preisbeziehungen zwischen den auf einem Kapitalmarkt gehandelten Wertpapieren gehen. Ferner wird dargelegt, welche Möglichkeiten sich für die Portfolioselektion ergeben, wenn das entwickelte Preisgefüge (kurzfristig) nicht vorliegt. In diesem Zusammenhang dient der vorliegende Abschnitt 1 zur Präsentation der konzeptionellen Grundlagen, die den Ausgangspunkt für die Betrachtung der nachfolgenden Abschnitte 2 und 3 dieses Kapitels bilden. Konkret werden im nachfolgenden Abschnitt 1.2 zunächst die Begriffe „Arbitragemöglichkeit“ und „Arbitragefreiheit” defmiert, und es wird das erforderliche Umfeld eines vollkommenen Kapitalmarkts im Gleichgewicht erläutert. Im Abschnitt 1.3 werden vor dem Hintergrund eines vollkommenen Kapitalmarkts im Gleichgewicht grundlegende Bewertungseigenschaften wie das „Gesetz des Einheitspreises“, die „Monotonie der Marktbewertung“ und die „Wertadditivität“ hergeleitet. Abschnitt 1.4 fasst die wichtigsten Ergebnisse dieses einführenden Abschnitts 1 zusammen.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Breuer
  • Marc Gürtler
  • Frank Schuhmacher

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