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Kulturelle Dimensionen der sozialen Schichtung

  • M. Rainer Lepsius

Zusammenfassung

Schon immer hat man in sozialen Schichten auch kulturelle Einheiten gesehen und so der bürgerlichen Welt die traditionelle Bauernkultur gegenübergestellt, von einer proletarischen Kultur und von höfischen Sitten gesprochen. Weithin sind die alten Sitten- und Kulturgeschichten nichts anderes als Beschreibungen von Schichtkulturen. W. H. Riehs „Naturgeschichte des Volkes“ ist ein derartiges Dokument. „Nicht in dem Verhältnis der Arbeit zum Kapital liegt für uns der Kern der sozialen Frage, sondern in dem Verhältnis der Sitte zur bürgerlichen Entfesselung. Die soziale Frage ist zuerst eine ethische, nachher eine ökonomische,«1 ruft Riehl der liberalistischen wie sozialistischen Ökonomisierung der Problematik 1851 entgegen. Freilich, die eigentlichen strukturellen Konflikte der neuen Industriegesellschaft konnte Riehl auf diese Weise nicht erfassen, doch der Gedanke, die Kultur der verschiedenen Schichten nicht als bloße historische Merkwürdigkeiten sondern als Ausdruck einer spezifischen sozialen Lage dieser Schicht anzusehen, hat seine Gültigkeit behalten.

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Literatur

  1. 1.
    W. H. Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 10. Aufl., Stuttgart und Berlin, 1907, S. 363.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. insbesondere: W. Lloyd Warner und Paul S. Lunt, The Social Life of a Modern Community, New Haven 1941; dies., The Status System of a Modern Community, New Haven 1942; W. Loyd Warner u. a., Democracy in Jonesvile, New York 1949; ferner James West, Plainville U. S. A., New York 1945 sowie W. Goldschmidt, Social Class and the Dynamics of Status in America, American Anthropologist, Vol. 57 (1955), 5.1209 ff.Google Scholar
  3. 3.
    The Concept of the Sub-Culture and Its Application, Social Forces, Vol. 26 (1947), S. 40 — 42.Google Scholar
  4. 4.
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  5. 5.
    Social Class in American Sociology, Durham, 1958, S. 255.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. A. K. Cohen, Kriminelle Subkulturen, in: P. Heintz und R. König, Soziologie der Jugendkriminalität, Sonderheft 2 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. 1957, S. 103 —117.Google Scholar
  7. 7.
    A. K. Cohen, Kriminelle Jugend, Hamburg, 1961, S. 19.Google Scholar
  8. 8.
    Contra-Culture and Subculture, American Sociological Review Vol. 25 (1960), S. 625 — 633.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. M. C. Ericson, Child-rearing and Social Status, American Journal of Sociology Vol. 52 (1946).Google Scholar
  10. 10.
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  11. 11.
    Vgl. M. L. Kohn und E. E. Carroll, Social Class and the Allocation of Parental Responsibilities, Sociometry Vol. 23 (1960), S. 372 — 392;Google Scholar
  12. M. L. Kohn, Social Class and the Exercise of Parental Authority, American Sociological Review Vol. 24 (1959), S. 352 f.Google Scholar
  13. Auch in Deutschland konnte man zwischen der Stellung der Mutter und der sozialen Schichtzugehörigkeit eine Abhängigkeit feststellen: mit steigendem sozialen Status nimmt die Bedeutung des Vaters zu, während die Dominanz der Mutter abnimmt. Vgl. E. K. Scheuch und D. Rüschemeyer, Scaling Social Status in Western Germany, British Journal of Sociology Vol. 11 (1960), S. 161.Google Scholar
  14. 12.
    Vgl. M. MacDonald, C. McGuire und R. J. Havighurst, Leisure Activities and the Socioeconomic Status of Children, American Journal of Sociology Vol. 54 (1949), sowie R. C. White, Social Class Differences in the Uses of Leisure, American Journal of Sociology Vol. 61 (1955).Google Scholar
  15. 13.
    Vgl. B. Neugarten, Social Class and Friendship Among School ChildrenGoogle Scholar
  16. 14.
    A. B. Wilson, Residential Segregation of Social Classes and Aspirations of High School Boys, American Sociological Review Vol. 24 (1959), konnte zeigen, daß der vorherrschende Schichtcharakter der Schulklasse die jeweilige Minderheit beeinflußt. Kinder der Arbeiterklasse zeigen im höheren Maße Konformität zu Mittelklassennormen, wenn das dominante Klassenmilieu mittelständischen Charakter trägt; umgekehrt werden Kinder der Mittelklasse, wenn sie eine Minderheit darstellen, im Erwartungsniveau gesenkt, wenn durch das dominante Milieu der Arbeiterklasse die Bedeutung der Schulleistungen abgewertet wird.Google Scholar
  17. 15.
    Aus der Fülle der zu diesem Problemkreis wichtigen Literatur sei wenigstens auf folgende Arbeiten ausdrücklich hingewiesen: Ch. Lütkens, Die Schule als Mittelklasseninstitution, in: P. Heintz (Hrsg.), Soziologie der Schule, Sonderheft 4 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 1959;Google Scholar
  18. Floud J.: Die Schule als eine selektive Institution, ebenda, B. Bernstein, Sozio-kulturelle Determination des Lernens, ebenda; W. Ll. Warner, R. J. Havighurst und M. B. Loeb, Who Shall be Educated? New York, 1944;Google Scholar
  19. Davis A.: Social Class Influences upon Learning, Cambridge, 1948;Google Scholar
  20. Schelsky H.: Schule und Erziehung in der industriellen Gesellschaft, Würzburg, 1957;Google Scholar
  21. McClelland D. C.: Talent and Society, Princeton 1958. burg, 1957;Google Scholar
  22. McClelland D. C.:Talent and Society, Princeton 1958.Google Scholar
  23. 16.
    Zur sozialen Position des Lehrers: J. Kob, Die Rollenproblematik des Lehrerberufes und H. v. Recum, Volksschullehrerberuf und soziale Mobilität, in: P. Heintz (Hrsg.), Soziologie der Schule, a. a. O.; R. J. Havighurst und B. L. Neugarten, Society and Education, Boston, 1957Google Scholar
  24. Teil IV. Für den vorliegenden Zusammenhang besonders aufschlußreich: H. S. Becker, The Career of the Chicago Public School Teacher, American Journal of Sociology Vol. 58 (1952).Google Scholar
  25. 17.
    Der Konflikt zwischen der Mittelklassenkultur der Schule und der Arbeiterkultur eines großen Teils ihrer Schüler gibt nicht nur zu Ressentiments Anlaß, er erschwert auch die Selektionsfunktion der Schule. Zumeist wird auf diesen Kulturkonflikt nicht eingegangen, wohl in der Überzeugung, daß eine Anpassung an die Mittelklassenwerte erzwungen werden müsse. Zwei Vorschläge verdienen, ausdrücklich genannt zu werden. Warner, Havighurst und Loeb beantworten ihre Frage, wer soll erzogen werden? mit der Forderung, die Lehrer müßten so erzogen werden, daß sie sich dieser Problematik bewußt werden. Th. Geiger fordert darüber hinaus, die Schule solle nicht die Klassenstruktur der Gesellschaft verwischen, sondern den Kindern verdeutlichen und erklären. Das Ergebnis werde dann nicht „Klassenressentiment“ sondern ein klares Selbstbewußtsein von den Strukturbedingungen der Gesellschaft sein (Klassenlage, Klassenbewußtsein und öffentliche Schule, in: Die Arbeit, 7. Jahrg. (1930), abgedruckt in Th. Geiger, Arbeiten zur Soziologie, Neuwied 1962.Google Scholar
  26. 18.
    H. Hetzer, Kindheit und Armut, Leipzig, 1929, wies bereits darauf hin, daß die Einsicht in die sozialen und politischen Strukturzusammenhänge der Gesellschaft zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr einsetzt und bis zum 16. Jahr allgemein durchdringt.Google Scholar
  27. Hyman H.: Political Socialization, Glencoe, 1959, der eine große Zahl von Studien über den Sozialisierungsprozeß in poltisches Verhalten analysiert, berichtet, daß sich klassenspezifische Unterschiede in der politischen Orientierung schon im Alter von 9 bis 13 Jahren feststellen lassen, und daß Jugendliche von 14 bis 18 Jahren bereits ebenso ausgeprägte politische Einstellungen aufweisen wie Erwachsene (S. 39). Auch das Interesse an politischen Radiosendungen steigt zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr rapide an (S. 55).Google Scholar
  28. Vgl. dazu auch S. M. Lipset, P. F. Lazarsfeld, A. H. Barton und J. Linz, The Psychology of Voting, in: Gardner Lindzey, Handbook of Social Psychology, Vol. 2, Cambridge, 1954, Abschnitt III,1. Eine Untersuchung von E. A. Weinstein, Childrens Conceptions of Occupational Stratification, Sociology and Social Research Vol. 42 (1958) ergab, daß zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr ein scharfer Bruch in der Prestigezuordnung von Berufen erfolgt. Kinder mit 10 Jahren billigen Polizisten und Feuerwehrmännern hohes Prestige zu, während sie mit 12 und 14 Jahren akademischen und wirtschaftlich selbständigen Berufen ein hohes Prestige zusprechen, genau in dem Sinne, wie es der Prestigeskala von Erwachsenen entspricht.Google Scholar
  29. 19.
    L. Rosenmayr konnte in bisher unveröffentlichten Untersuchungen zeigen, daß z. B. im literarischen Geschmack Volksschüler auf der Stufe der Schulentlassung stehen bleiben, während Oberschüler eine entsprechende Weiterbildung erfahren. Volksschüler werden also gemessen an Oberschülern in die Nationalkultur nur unvollkommen akkulturiert.Google Scholar
  30. 20.
    Vgl. dazu die eindrucksvolle Studie von L. Schatzmann und A. Strauss, Social Class and Modes of Communication, American Journal of Sociology Vol. 60 (1955), sowieGoogle Scholar
  31. Bernstein B.: Soziokulturelle Determinanten des Lernens, a. a. O.; ders. Language and Social Class, British Journal of Sociology Vol. 11 (1960).Google Scholar
  32. 21.
    Mit diesem Ausdruck übersetzen wir den von L. Schneider und S. Lysgaard eingeführten Begriff „deferred gratification pattern“. Er bezieht sich sowohl auf eine Zurückstellung der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung, eine Abwehr von Impulshandlungen, wie auf ein soziales Verhalten, dessen erwartete positive Sanktionen (Belohnungen) vom Handelnden nicht mehr unmittelbar kontrolliert werden können. Es bedarf dafür des Vertrauens in die Wirksamkeit bestimmte institutioneller Mechanismen, die die Wahrscheinlichkeit garantieren, daß die beabsichtigte Zielerreichung zu einem künftigen Zeitpunkt möglich wird. Allerdings darf man annehmen, daß diesem „Vertrauen” bestimmte soziale Strukturzusammenhänge zugrundeliegen, die diese Haltung nicht zu einem bloß „blinden“ Vertrauen werden lassen. Ein Individuum, das dem „deferred gratification pattern” folgt, wird auf eine Weise an sozialen Prozessen beteiligt sein wollen, die ihm eine gewisse Kontrolle der Wahrscheinlichkeit, mit der die künftige „Bedürfnisbefriedigung“ eintritt, erlaubt. Das Verhaltensmuster der Bedürfnisvertagung korrespondiert mit der Teilnahme an Komplexen sozialen Strukturen, dasjenige der direkten Bedürfnisbefriedigung läßt hingegen auf eine soziale Strukturarmut schließen.Google Scholar
  33. 22.
    Vgl. dazu L. Schneider und S. Lysgaard, The Deferred Gratfication Pattern, American Sociological Review Vol. 18 (1953), S. 142 —149 und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  34. 23.
    Vgl. dazu B. M. Spinley, The Deprived and the Privileged, London 1953, insbes. S. 129 f., eine Untersuchung der Persönlichkeitsentwicklung von Bewohnern eines Londoner Slums. Es ließen sich dazu noch eine Vielzahl weiterer Studien anführen, insbes. über die Subkulturen verschiedener unterprivilegierter ethnischer Gruppen in den USA wie der Neger. Vgl. z. B. J. Dollard, Caste and Class in a Southern Town, New York, 1949, St. Clair Drake und H. R. Cayton, Black Metropolis, New York, 1945. Ferner als gutes Beispiel für die lebendigen Deskriptionen der Chicago-Schule aus den zwanziger Jahren: H. W. Zorbaugh, The Gold Coast and the Slum, Chicago, 1929. Als Musterbeispiel für die Analyse der Gruppenstrukturen von unterprivilegierten italienischen Einwanderern: W. F. Whythe, Street Corner Society, Chicago, 1943.Google Scholar
  35. 24.
    M. Kerr hat diese Zusammenhänge in ihrer Studie über die irischen Bewohner eines Slums in Liverpool auf überaus interessante Weise einer ersten Analyse unterzogen: The People of Ship Street, London, 1958. Sie betont die Gleichzeitigkeit von sozialer Strukturarmut und der Entwicklungshemmung der Persönlichkeitsstruktur, wobei sie in der zentralen Stellung der Mutter das Symbol für eine mangelnde psychische wie soziale Differenzierung sieht.Google Scholar
  36. 25.
    Vgl. im einzelnen die Darstellung zahlreicher Materialien bei B. Barber, Social Stratification, New York 1957, Kap. 11 und 12.Google Scholar
  37. 26.
    Beispielsweise sei darauf hingewiesen, daß man auch innerhalb der Mittelklasse zwei verschiedene Erziehungssysteme unterschieden hat: Eltern aus dem wirtschaftlich selbständigen „alten Mittelstand“ erziehen ihre Kinder stärker zur selbstverantwortlichen, der Umwelt gegenüber aktiven und rationalen Haltung als Eltern des „neuen Mittelstandes”, die mehr auf gute Umgangsformen und soziale Anpassung Wert legen. Vgl. D. Miller und G. Swanson, The Changing American Parent, New York, 1958, S. 75 f.Google Scholar
  38. Andererseits hat M. Kohn, Social Class and Parental Values, American Journal of Sociology, Vol. 64 (1959), gezeigt, daß Mütter aus der Mittel-wie aus der Arbeiterklasse gleichermaßen bei der Erziehung ihrer 10- bis 11-jährigen Kinder folgende Eigenschaften für wichtig halten: Ehrlichkeit, Fürsorglichkeit, Gehorsam, Verläßlichkeit.Google Scholar
  39. 27.
    Vgl. A. Davis, B. B. Gardner und M. R Gardner, Deep South, Chicago, 1941, die eine doppelte Klassenpyramide herausstellen. — Andererseits konnten A. Davis und R. J. Havighurst, Social Class and Color Differences in Childrearing, American Sociolocal Review Vol. 11 (1946) feststellen, daß in den Methoden der Kindererziehung zwischen den Mittelklassen der beiden ethnischen Bevölkerungsteile ebenso geringe Unterschiede bestanden wie zwischen der Arbeiterklasse der Weißen und der der Neger.Google Scholar
  40. 28.
    Vgl. dazu die z. T. erhebliche Unkenntnis der politischen Institutionen, wie sie in allen Umfragen zu Tage tritt. Z. B. bei E. Noelle und E. P. Neumann, Jahrbuch der öffentlichen Meinung, 1957, Allensbach, 1957, S. 165 ff;Google Scholar
  41. Neumann E. P.,und E. Noelle, Antworten, Politik im Kraftfeld der öffentlichen Meinung, Allensbach, 1955, S. 83 ff.Google Scholar
  42. 29.
    Wir haben nicht allein eine spezifische Unterschichtskriminalität sondern gleichermaßen eine spezifische Mittelklassenkriminalität, wie auch berufsspezifische Kriminalität mittlerer und höherer Angestellter, die E. Sutherland „White Collar Crime“ (New York 1949) nannte.Google Scholar
  43. 30.
    C. K. Warriner, The Nature and Functions of Official Morality, Vol. 64 (1958), S. 165 —168, analysiert einen interessanten Fall, in dem „öffentliche“ und „private” Moral auseinanderfallen. In einer kleinen Gemeinde in Kansas tritt die Bevölkerung geschlossen für die Abstinenz ein, obwohl sie im privaten Zirkel erhebliche Mengen von alkoholischen Getränken konsumiert. Der öffentlich bekannten Moral widerspricht das tatsächliche Verhalten. Die öffentliche Moral ist eine kollektive Realität mit scharfen Sanktionen, ohne jedoch verinnerlicht zu sein, sie ist auf bestimmte soziale Situationen beschränkt und verschafft den ihr zugrunde liegenden Wertvorstellungen doch keine tatsächliche Gültigkeit. Eine ähnliche Situation herrscht auf dem Gebiet der Sexualmoral. Warriner meint, eine derartige Moralspaltung trete dann ein, wenn unterschiedliche Wertvorstellungen bestünden, ihre offene Austragung aber zu einer vermeintlichen oder tatsächlichen Gefährdung der Stabilität des Gesamtsystems führe. Der Konsensus besteht dann nicht im Inhalt einer bestimmten Verhaltensnorm sondern in der Wünschbarkeit sozialen Gleichgewichts.Google Scholar
  44. 31.
    Vgl. dazu den Aufsatz von W. J. Goode, Norm Commitment and Conformity to Role-Status Obligation, American Journal of Sociology Vol. 66 (1960), in dem er die von D. Riesman hochgespielte These von der außengeleiteten Konformität, der ein konventioneller massenpsychologischer Affekt anhaftet, einer sehr differenzierten strukturellen Analyse unterzieht.Google Scholar
  45. 32.
    Vgl. R. König, Die Mode in der menschlichen Gesellschaft, Zürich, 1957; B. Barber und L. S. Lobel, Fashion in Women’s Clothes and the American Social System, Social Forces Vol. 51 (1952); L. A. Fallers, A Note on the „Trickle Effect“, Public Opinion Quarterly, Vol. 18 (1950).Google Scholar
  46. 33.
    Vgl. Wirtschaft und Gesellschaft, 3. Aufl., Tübingen, 1947, S. 267 — 296 (§ 7 der Religionssoziologie).Google Scholar
  47. 34.
    Ebenda, S. 268.Google Scholar
  48. 35.
    Ebenda, S. 270.Google Scholar
  49. 36.
    Ebenda, S. 276.Google Scholar
  50. 37.
    Ebenda, S. 281.Google Scholar
  51. 38.
    Der Ausdruck „gedachte Ordnung“ wurde von E. K. Francis geprägt, er hat auch die analytische Bedeutung dieser Kategorie, die in der Soziologie unter den verschiedensten Bezeichnungen auftritt, systematisch herausgearbeitet. Vgl. E. K. Francis, Wissenschaftliche Grundlagen soziologischen Denkens, München 1957, passim, insbes. S. 100 — 106; sowie E. K. Francis, Soziologie, in Staatslexikon, 6. Aufl., Freiburg 1962, S. 434.Google Scholar
  52. 39.
    T. H. Marshall, Citizenship and Social Class, Cambride 1950. gliedschaft besteht auch dann, wenn es in Teilen noch nicht erfüllt ist. Der Gleichheitsanspruch besteht also immer, er bestimmt den Geltungsbereich der gedachten Ordnung.Google Scholar
  53. 40.
    Vgl. die Arbeiten von T. Caplow, Soziologie der Arbeit, Meisenheim 1958, E. K. Scheuch, Sozialprestige und soziale Schichtung und G. Kleining, Über soziale Images, beide in: D. V. Glass und R. König (Hrsg.), Soziale Schichtung und Mobilität, Opladen 1961. Ferner: A. Kornhauser, Toward an Assesment of the Mental Health of Factory Workers, Human Organization, Vol. 21 (1962).Google Scholar
  54. 41.
    Vgl. zum Problem der relativen Deprivation und der damit verbundenen Theorie der Bezugsgruppen insbesondere: R. K. Merton, Social Theory and Social Structure, 2. Aufl. Glencoe 1957, Kap. VIII u. IX; R. H. Turner, R.le-taking, Role Standpoint, and Reference Groups Behavior, American Journal of Sociology, Vol. 61 (1956), S. 327f.; T: Shibutani, Reference Groups as Perspectives, American Journal of Sociology, Vol. 60 (1955), S. 562–89; W. G. Runciman, Problems of Research on Relative Deprivation, Europäisches Archiv für Soziologie, Vol. 2 (1961), S. 315–323.Google Scholar
  55. 42.
    Vgl. seinen Aufsatz Social Structure and Anomie, sowie die Weiterführung in Continuities in the Theory of Social Structure and Anomie, beide in R. K. Merton, Social Theory and Social Structure, 2. Aufl. Glencoe 1957, sowie die Diskussion dazu zwischen Dubin, Cloward und Merton in American Sociological Review Vol. 24 (1959).Google Scholar
  56. 43.
    Vgl. H. Hyman, The Value Systems of Different Classes, in: R. Bendix und S. M. Lipset, Class, Status and Power, Glencoe 1953. S. 435.Google Scholar
  57. 44.
    Vgl. die Untersuchungsergebnisse von L. T. Empey, Social Class and Occupational Aspirations, American Sociological Review Vol. 21 (1956).Google Scholar
  58. 45.
    Vgl. B. C. Rosen, The Achievement Syndrome: A Psychocultural Dimension of Social Stratification, American Sociological Review Vol. 21 (1956);Google Scholar
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    Vgl. E. Chinoy, The Tradition of Opportunity and the Aspirations of Automobile Workers, American Journal of Sociology Vol. 57 (1952);Google Scholar
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    Vgl. dazu R. L. Simpson und J. H. Simpson, The Psychiatric Attendant: Development of an Occupational Self-Image in a Low-Status Occupation, American Sociological Review Vol. 24 (1959).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • M. Rainer Lepsius

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