Advertisement

Fertigungssteuerungskonzepte zwischen Meister-, Global- und Kontextsteuerung

  • Martin Heidenreich
Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 152)

Zusammenfassung

Die Steuerung betrieblicher Prozesse kann nicht ausschließlich durch computerisierte Steuerungssysteme erfolgen. Vielmehr ist die Einbeziehung des situativen Improvisationsvermögens, der Interessen und des Erfahrungswissens von Fertigungs- und Steuerungsmitarbeitern eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung von Informationssystemen. Die situative Angemessenheit des Organisationsmodells, das einem IuK-System zugrundeliegt, kann nur durch engagierte, kompetente Beschäftigte sichergestellt werden, die das System zur Verbesserung ihrer eigenen Steuerungsentscheidungen nutzen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 53.
    Diese Abteilungen sind seit der Jahrhundertwende als Arbeitsvorbereitungen oder Betriebsbüros auf Grundlage der Prinzipien des tayloristischen «scientific management« entstanden. Vgl. die Fallstudie von Kocka (1969: 339–347) zur Formalisierung und Verschriftlichung der Meistersteuerung bei Siemens (insbesondere durch die Zentralisierung der Zeichnungen und der Auf-tragsverfolgung in sogenannten Gruppenbüros). Taylor selbst beschreibt den beabsichtigten Übergang von einem psychischen zu einem sozialen (bürokratischen) Technisierungsmedium sehr deutlich: «Bisher stand die Persönlichkeit an erster Stelle, in Zukunft wird die Organisation und das System an erste Stelle treten… Wissenschaft [im Sinne systematisierter Betriebs-und Arbeitsmethoden; M.H.], keine Faustregeln!« (Taylor 1919: 4 und 151)Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Martin Heidenreich

There are no affiliations available

Personalised recommendations