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Politisierung der Revolte: Zur Bedeutung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) für die Studentenbewegung der sechziger Jahre

  • Frank Uwe Fuhrmann
  • Reiner Koll
  • Siegward Lönnendonker
  • Bernd Rabehl
  • Klaus Schroeder
Chapter
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Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB)

Zusammenfassung

Die “meist jugendlichen Demonstranten”, über die die Sprecher der Nachrichtensendungen in regelmäßigen Abständen informieren, gehören in Wellen unterschiedlicher Intensität seit zwanzig Jahren zum Erscheinungsbild der Bundesrepublik. Standen die außerparlamentarischen Proteste in den fünfziger und frühen sechziger Jahren in — wenn auch durchaus nicht widerspruchsfreier — Verbindung zu den Organisationen der Arbeiterbewegung, so markiert die Studentenbewegung der späten sechziger Jahre hier einen Bruch. Diese hochgradig politisierte Generationsrevolte entwickelte eine Dynamik, die nur sehr unvollständig und unter großen Anstrengungen und inneren Spannungen von den Organisationen der traditionellen Linken vereinnahmt werden konnte. Die kulturrevolutionäre Euphorie der Revolteure setzte Bewegungen in Gang, die nicht nur von konservativer Seite als Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik angesehen werden.

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Literatur

  1. 1.
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    Zum Zusammenhang von außerparlamentarischem Protest und Massenmedien vgl. die exemplarische Studie von Todd Gitlin, The Whole World is Watching. Mass Media in the Making and Unmaking of the New Left, Berkeley/Los Angeles/London: University of California Press 1980.Google Scholar
  3. 3.
    Beispiele dafür liefern u.a. die Hauptautoren der letzten Shell-Jugendstudien: Jugendwerk der Deutschen Shell (Hrsg.), Jugend ‘81. Lebensentwürfe, Alltagskulturen, Zukunftsbilder, Hamburg: 1982;Google Scholar
  4. 3b.
    Beispiele dafür liefern u.a. die Hauptautoren der letzten Shell-Jugendstudien: Jugendwerk der Deutschen Shell (Hrsg.),, Jugendliche und Erwachsene ‘85. Generationen im Vergleich, Opladen: Leske & Budrich 1985.Google Scholar
  5. 4.
    Vgl. dazu den lesenswerten Aufsatz von Helmut Thomé, Wandel zu postmaterialistischen Werten?, in: Soziale Welt, 36. Jg. (1985), H. 1.Google Scholar
  6. 5.
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  8. 7.
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  10. 9.
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  11. 10.
    Die hier vorgelegte und in vielen Punkten ergänzungsbedürftige Skizze basiert auf vorläufigen Arbeitsergebnissen des von der Stiftung Volkswagenwerk geförderten und von Prof. Dr. Theo Pirker geleiteten Forschungsprojekts über Bedeutung und Geschichte des SDS.Google Scholar
  12. 11.
    Vgl. statt vieler Erwin K. Scheuch, Bereiten die Studenten den Bürgerkrieg vor?, Itzehoe: Hansen & Hausen 1969;Google Scholar
  13. 11a.
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  14. 12.
    Besonders deutlich bei Caspar v. Schrenck-Notzing, Zukunftsmacher. Die neue Linke in Deutschland und ihre Herkunft, Stuttgart: Seewald 1968..Google Scholar
  15. 13.
    Vgl. u.a. Helmut Schelsky, Systemüberwindung. Demokratisierung und Gewaltenteilung, München: Beck 1973;Google Scholar
  16. 13a.
    Helmut Schelsky, Die Arbeit tun die anderen. Klassenkampf und Priesterherrschaft der Intellektuellen, Opladen: Westdeutscher Verlag 1975;Google Scholar
  17. 13b.
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  18. 14.
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    Vgl. Arnulf Baring, Machtwechsel, Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt 31982.Google Scholar
  20. 16.
    Vgl. Hellmuth Bütow, Radikale Demokratie oder Demokratie der Radikalen, Berlin: Colloquium 1969.Google Scholar
  21. 17.
    Richard Löwenthal, Der romantische Rückfall, Stuttgart: Kohlhammer 1970.Google Scholar
  22. 18.
    Vgl. Kurt Sontheimer, Gefahr von rechts — Gefahr von links, in: Kurt Sontheimer u. a., Der Überdruß an der Demokratie, Köln: Markus 1970.Google Scholar
  23. 19.
    Löwenthal, Rückfall (Anm. 17).Google Scholar
  24. 20.
    Jürgen Habermas, Protestbewegung und Hochschulreform, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1969.Google Scholar
  25. 21.
    Vgl. Jürgen Habermas, Protestbewegung und Hochschulreform, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1969, S. 147.Google Scholar
  26. 22.
    Jürgen Habermas, Protestbewegung und Hochschulreform, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1969, S. 148.Google Scholar
  27. 23.
    Vgl. Hans Eisler, Wider die Bärger im Marxpelz, Köln: facit 1968.Google Scholar
  28. 24.
    Vgl. Gerd Bauss, Die Studentenbewegung der sechziger Jahre, Köln: Pahl-Rugenstein 1977.Google Scholar
  29. 25.
    Eisler, Marxpelz (Anm. 23); vgl. auch Wolfgang Harich, Kritik der revolutionären Ungeduld, Basel: edition etcetera 1971.Google Scholar
  30. 26.
    Damit soll keine Kausalität zwischen den Theoretikern und der dann entstehenden Revolte hergestellt werden. Diese Sichtweise, die auch immer wieder einmal zu politischer Münze umgeprägt wird, vernachlässigt den Umstand, daß in politisierten Revolten ein Bedürfnis nach theoretisch-geistesgeschichtlicher Fundierung entsteht. Aus diesem Interesse resultiert häufig eine eklektische Herangehensweise, die zumindest nicht immer den Intentionen der Theoretiker gerecht wird. Die Interpretation orientiert sich häufig an Problemen und Bedürfnissen, die aus der Protestbewegung heraus als Erwartungen an eine Theorie geknüpft werden. Dieser Diskurs folgt anderen Regeln als der systematisch-analytische Wissenschaftsdiskurs.Google Scholar
  31. 27.
    Karl Korsch, Marxismus und Philosophie, Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt 1966;Google Scholar
  32. 27a.
    Georg Lukácz, Geschichte und Klassenbewußtsein, Darmstadt/Neuwied: Luchterhand 1979;Google Scholar
  33. 27b.
    Georg Lukácz, Die Zerstörung der Vernunft, Darmstadt/Neuwied: Luchterhand 1973Google Scholar
  34. 27c.
    Georg Lukácz, Die Zerstörung der Vernunft, Darmstadt/Neuwied: Luchterhand 1974;Google Scholar
  35. 27d.
    Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, Berlin (DDR): Aufbau — Verlag 1959.Google Scholar
  36. 28.
    Wilhelm Reich, Die Massenpsychologie des Faschismus, Köln: Kiepenheuer und Witsch 1971;Google Scholar
  37. 28a.
    Erich Fromm, Die Furcht vor der Freiheit, Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt 1966Google Scholar
  38. 28a.
    Erich Fromm, Die Furcht vor der Freiheit Frankfurt a.M., Berlin, Wien: Ullstein 1983.Google Scholar
  39. 29.
    Max Horkheimer/Theodor W. Adorno, Dialektik der Aufklärung, Frankfurt a.M.: S. Fischer 1969;Google Scholar
  40. 29a.
    Max Horkheimer, Traditionelle und kritische Theorie, in: 6. Jg. (1937), 2;Google Scholar
  41. 29b.
    Theodor W. Adorno, Studien zum autoritären Charakter, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1973;Google Scholar
  42. 29c.
    Theodor W. Adorno, Drei Studien zu Hegel, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1963.Google Scholar
  43. 30.
    Herbert Marcuse, Kultur und Gesellschaft, Bd. 1 u. 2, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1965;Google Scholar
  44. 30a.
    Herbert Marcuse, Die Gesellschaftslehre des sowjetischen Marxismus, Darmstadt/Neuwied: Luchterhand 1974;Google Scholar
  45. 30b.
    Herbert Marcuse, Ideen zu einer kritischen Theorie der Gesellschaft, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1969,Google Scholar
  46. 30c.
    Herbert Marcuse, darin insbes.: Das Individuum in der “Great Society” (1966);Google Scholar
  47. 30d.
    Herbert Marcuse, Triebstruktur und Gesellschaft, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1979 (engl. 1955);Google Scholar
  48. 30e.
    Herbert Marcuse, Der eindimensionale Mensch, Darmstadt/Neuwied: Luchterhand 1967 (engl. 1964);Google Scholar
  49. 30f.
    Herbert Marcuse, mit Robert P. Wolff und Barrington Moore, Kritik der reinen Toleranz, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1966.Google Scholar
  50. 31.
    Marcuse, Der eindimensionale Mensch (Anm. 30).Google Scholar
  51. 32.
    Horkheimer, Traditionelle und kritische Theorie, (Anm. 29); Horkheimer, Der autoritäre Staat, 1942Google Scholar
  52. 33.
    Johannes Agnoli, Die Transformation der Demokratie, Berlin: Voltaire 1967.Google Scholar
  53. 34.
    Karl Mannheim, Das Problem der Generationen, zit. nach Ludwig v. Friedeburg (Hrsg.), Jugend in der modernen Gesellschaft, Köln: Kiepenheuer und Witsch 1965;Google Scholar
  54. 34a.
    zur Einführung vgl. Hartmut M. Griese, Sotialwissenschaßiche Jugendtheorien, Weinheim/Basel: Beltz 1982, S. 78 ff.Google Scholar
  55. 35.
    “Im Zentrum der Frage steht das Bestreben, ein generelles Gesetz der historischen Rhythmik zu finden, und zwar auf Grund des biologischen Gesetzes der begrenzten Lebensdauer des Menschen und der Gegebenheiten der Altersstufen. Das Ziel ist, aus der Sphäre der Biologie heraus unmittelbar den formalen Wechsel der geistigen und sozialen Strömungen zu verstehen, die Gestalt des Fortschreitens des menschlichen Geschlechtes von den vitalen Grundlagen her zu erfassen.” Mannheim, Generationen (Anm. 34), S. 25 (Hvh. im Orig.).Google Scholar
  56. 36.
    “Das Generationsproblem wird hier auf diese Weise zum Problem des Vorhandenseins einer nicht meßbaren, rein qualitativ erfaßbaren inneren Zeit…. Aus dem Problem des nur mathematisch zählbaren wird ein Problem des Qualitativen, das nur nacherlebbar ist: Generationsabstand wird innerlich nacherlebbare Zeit, Generationsgleichzeitigkeit zu einem innerlich Identisch-Bestimmtsein.” Ebd., S. 27, 28.Google Scholar
  57. 37.
    Ebd., S. 30.Google Scholar
  58. 38.
    Ebd., S. 31.Google Scholar
  59. 39.
    Ebd., S. 30.Google Scholar
  60. 40.
    Vgl. Griese, Jugendtheorien (Anm. 34).Google Scholar
  61. 41.
    Mannheim, Generationen (Anm. 34), S. 34 (Hvh. im Orig.).Google Scholar
  62. 42.
    Vgl. auch Arnold Gehlen, Anthropologische Forschung, Reinbek: Rowohlt 1981;Google Scholar
  63. 42a.
    Helmut Schelsky, Über die Stabilität von Institutionen, besonders Verfassungen, in: Helmut Schelsky, Auf der Suche nach Wirklichkeit, München: Goldmann 1979.Google Scholar
  64. 42b.
    Ohne daß sich direkte Bezüge nachweisen ließen, finden sich erstaunliche Parallelen bei Pierre Bourdieu, Soziologie der symbolischen Formen, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1974, S. 125 ff., “Über die Bedeutung des Habitus”, sowie bei David Riesman, Die einsame Masse, Hamburg: Rowohlt 1958, S. 20 ff., hinsichtlich seiner Charaktertypologie. Und aus einer psychoanalytischen Perspektive vgl. Alexander Mitscherlich, Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft, München: Piper 1973 (Neuausgabe).Google Scholar
  65. 43.
    Karl Mannheim, Ideologie und Utopie, Frankfurt a.M.: Klostermann 1985, 3. Kap., insbes. S. 96 ff.Google Scholar
  66. 44.
    Mannheim, Generationen (Anm. 34), S. 32, 36 ff.Google Scholar
  67. 45.
    Zu dieser Frage siehe weiter unten.Google Scholar
  68. 46.
    Vgl. die diesbezüglichen Bemerkungen bei Mannheim, Generationen (Anm. 34), S. 28 f.Google Scholar
  69. 47.
    Ebd., S. 36 (Hvh. im Orig.).Google Scholar
  70. 48.
    Beispielsweise um welches politische System es sich handelt, in welchem Entwicklungsstadium eine Gesellschaft sich befindet…Google Scholar
  71. 49.
    Mannheim, Generationen (Anm. 34), S. 36.Google Scholar
  72. 50.
    Vgl. Gerhard Vowe/Gernot Wersig, “Kabel-Demokratie” — der Weg zur Informationskultur, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr.45/83 (12.11.1983), S. 22 ff.Google Scholar
  73. 51.
    Vgl. Helmut Klages, Wertwandel in der Bundesrepublik: Ideologie und Realität, in: Albrecht Randelzhofer/Werner Süß (Hrg.), Konsens und Konflikt, Berlin/New York: Walter de Gruy-ter 1986 (m.w.N.).Google Scholar
  74. 52.
    Der Wahrheitsgehalt all dieser Aussagen ist nicht von Belang, entscheidend ist allein, daß sie fürwahr gehalten werden. Insofern sind die soziale Tatsachen im Durkheimschen Sinne.Google Scholar
  75. 53.
    Insoweit bedarf die These vom Zerfall sozialer Milieus und ihres Bedeutungsgehalts einer Relativierung bzw. einer Ergänzung um die Frage nach der Bedeutung soziale Milieus übergreifende kulturelle Milieus. Vgl. zur Bedeutung einer stabilisierten sozialen Existenz Gehlen, Anthropologische Forschung, (Anm. 42); Helmut Schelsky, Ist die Dauerreflexion institutionalisierbar? und Über die Stabilität von Institutionen, besonders Verfassungen, beide in: ders., Suche nach Wirklichkeit (Anm. 42); aus undogmatisch marxistischer Sicht: Joachim Hirsch, Der Sicherheitsstaat, Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt 1980;Google Scholar
  76. 53a.
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  77. 53b.
    André Gorz, Abschied vom Proletariat? Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt 1980.Google Scholar
  78. 54.
    Vgl. die Diskussion des Zusammenhangs von Elitenbildung und “politischem Generationalismus” bei Robert Wohl, The Generation of 1914, Cambridge, Mass. 1979, insbes. p. 208: “Most generational theorists hesitated, as Mentré did, between defining generations in terms of small elites and defining them in terms of larger masses.… For the essential feature of generational concept, as Ortega preceived, was that it represented a meditation of ‘dynamic compromise’ between outstanding individuals and a mass.”Google Scholar
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    Vgl. statt vieler Dietrich Thränhardt, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1986, S. 42 ff., 71 ff., 81 ff.;Google Scholar
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  83. 57.
    Deren Triftigkeit hier nicht zur Diskussion steht. Vgl. dazu Werner Süß, Friedensstiftung durch präventive Staatsgewalt, Opladen: Westdeutscher Verlag 1984, insbes. Kapital 2 (S. 17 ff.).Google Scholar
  84. 58.
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  88. 62.
    Vgl. dazu Theo Pirker, Die SPD nach Hitler, München: Rütten & Loening 1965; ders., Die verordnete Demokratie, Berlin: Olle & Wolter 1977.Google Scholar
  89. 63.
    Vgl. dazu das zuerst 1947 erschienene und in der zeitgenössischen Theoriedebatte der Sozialdemokratie wichtige Buch von Richard Löwenthal (Paul Sering), Jenseits des Kapitalismus, Berlin/Bonn: Dietz 1977.Google Scholar
  90. 64.
    Kurt Schumacher, Rede vor Studenten 1946, in: neue kritik, 1. Jg. (1960), H. 1.Google Scholar
  91. 65.
    Zur Generationsmentaliät der “skeptischen Generation” vgl. die nicht unproblematische, aber nach wie vor lesenswerte zusammenfassende Untersuchung von Helmut Schelsky, Die skeptische Generation, div. Auflagen.Google Scholar
  92. 66.
    Zit. nach Briem, SDS (Anm.59), S. 63, 64.Google Scholar
  93. 67.
    Zit. nach Fichter, SDS (Anm. 61), S. 50.Google Scholar
  94. 68.
    Vgl. ebd., S. 90–93.Google Scholar
  95. 69.
    Briem, SDS (Anm. 59), S. 91.Google Scholar
  96. 70.
    Vgl. hierzu insgesamt die minutiöse Studie von Hans K. Rupp, Außerparlamentarische Opposition in der Ära Adenauer, Köln: Pahl-Rugenstein 1970,Google Scholar
  97. 70a.
    die theoretisch anspruchsvollere Darstellung von Karl A. Otto, Vom Ostermarsch zur APO, Frankfurt a.M./New York: Campus 1982 sowie jüngst T. Fichter, SDS (Anm. 61), S. 230 ff., 246 ff.Google Scholar
  98. 71.
    Vgl. die Auseinandersetzung um den Artikel von Ulrich Lohmar, in: Briem, SDS (Anm. 59), S. 165 ff.Google Scholar
  99. 72.
    Vgl. Fichter, SDS (Anm. 61), S. 197 ff., 338 ff.Google Scholar
  100. 73.
    Vgl. Otto, Ostermarsch (Anm. 70), S. 66; Fichter/Lönnendonker, SDS (Anm. 60), S. 55 ff.Google Scholar
  101. 74.
    Vgl. Otto, Ostermarsch (Anm. 70), S. 67 ff.Google Scholar
  102. 75.
    Vgl.Fichter, SDS (Anm. 61), S. 294 ff.Google Scholar
  103. 76.
    Vgl. ebd., S. 342.Google Scholar
  104. 77.
    Zit. n. Hans M. Bock, Geschichte des “Unken Radikalismus” in Deutschland, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1976, S.195.Google Scholar
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    Cyril Levitt, Children of Privilege. Student Revolt in the Sixties, Toronto/Buffalo/London: 1984.Google Scholar
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    Zit. n. Bock, “Linker Radikalismus” (Anm. 77), S.196.Google Scholar
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    Samuel N. Eisenstadt, Revolution und Transformation von Gesellschaften. Eine vergleichende Untersuchung verschiedener Kulturen, Opladen: Westdeutscher Verlag 1982, S. 288.Google Scholar
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    Vgl. R. Fraser u. a., Generation of 68. Eine vergleichende Untersuchung der Bürgerrechts- und Studentenbewegung in den USA, Frankreich, Großbritannien und der BRD basierend auf über 30 Interviews. Erscheint 1988 in London.Google Scholar
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    Zur Auflösung des SDS vgl. insgesamt Klaus Schroeder, Die Auflösung des SDS in etablierte Politik und die Extrempositionen von marxistisch-leninistischem Parteiaufbau und Partisanenabteilungen, Abschrift des Vortrags auf dem SDS-Symposium des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der FU Berlin am 27.6.1985. Quellenstandort: Archiv “APO und soziale Bewegungen” am Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung der FU Berlin.Google Scholar
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    Zur “leninistischen Wende” in den europäischen Studentenbewegungen vgl. Gianni Statera, Death of a Utopia. The Development ans Decline of Student Movements in Europe, New York: Oxford University Press 1975, insbes. S. 219–291.Google Scholar
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    Bernd Rabehl, Marxismus heute, Zürich/Frankfurt a.M.: Veritas/ISP-Verlag 1986.Google Scholar
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    Zu diesem Komplex vgl. insgesamt Otthein Rammstedt, Soziale Bewegung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1978.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Frank Uwe Fuhrmann
  • Reiner Koll
  • Siegward Lönnendonker
  • Bernd Rabehl
  • Klaus Schroeder

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