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Parteiprogrammatik und Einstellungen politischer Eliten: Konsens- und Konfliktstrukturen in Wahlprogrammen

  • Andrea Volkens
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Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB)

Zusammenfassung

Die programmatische Konkurrenz der Parteien stellt eine der zentralen Voraussetzungen demokratischer Wahlen dar. Gerade in dieser Hinsicht wird eine “allseits konstatierte Themenarmut für den Schlagwortkampf und für die weithin auf Leerformeln reduzierte politische Rhetorik vor allem in Wahlkämpfen”1 kritisiert. Das Modell der Konkurrenzdemokratie unterstellt jedoch nicht nur Rationalität auf Seiten der Bürger, d.h. die Annahme, daß der Wähler für die Partei votiert, die ihm seiner Überzeugung nach die meisten Vorteile bringt; es beinhaltet auch den Anspruch an die Parteien, unterschiedliche, politisch bedeutsame Alternativen zur Wahl stellen. Die zentrale Fragestellung dieses Beitrags lautet deswegen, inwieweit Parteien dieser Forderung in ihren Wahlprogrammen nachkommen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Andrea Volkens

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