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Arbeitnehmer, Gewerkschaften und SPD in der Krise der achtziger Jahre

  • Horst W. Schmollinger
  • Richard Stöss
Chapter
Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB)

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag ist ein Zwischenbericht. Diese Einschränkung soll nicht etwa die hier vorgetragenen Forschungsergebnisse relativieren, sie weist vielmehr auf den Umstand hin, daß die Ausgangsfragestellung des (Teil-) Projekts im Verlauf der Arbeiten erweitert werden mußte.

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Literatur

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    Ebd., S. 57.Google Scholar
  26. 19.
    Wir danken Klaus Hesse, Achim Kreis und Bernhard Weßels für die Mitarbeit an der Materialbeschaffung und Datenaufbereitung.Google Scholar
  27. 20.
    Die für die wahlberechtigte Bevölkerung der Bundesrepublik repräsentativen Umfragen fanden von Anfang 1963 an monatlich und ab dem II. Quartal 1975 wöchentlich statt. Für die Zwecke unseres Projekts wurden die Umfrageergebnisse für bestimmte demographisch und soziokulturell definierte Bevölkerungsgruppen jeweils quartalsweise aggregiert. Das I. und das IL Quartal 1965 wurden zusammengefaßt, weil für das I. Quartal 1965 keine ausreichenden Fallzahlen vorlagen. Unsere Auswertung basiert also auf einer Zeitreihe 1963–1985 mit 91 Zeitpunkten im Quartalsabstand. Bis Dezember 1981 wurden für die Umfragen Personenstichproben, ab Januar 1982 Haushaltsstichproben gezogen. Eine Umgewichtung der Haushaltsstichproben auf Personenstichproben war nicht möglich, weil die dafür notwendigen Informationen nicht durchgängig zur Verfügung standen.Google Scholar
  28. 21.
    Dieser Umstand bot verschiedentlich Anlaß zu heftiger Kritik an unseren Ergebnissen. Nun soll auch gar nicht in Abrede gestellt werden, daß die Flexibilisierungsthese nur auf der Grundlage von Individualdaten wissenschaftlich zweifelsfrei widerlegt werden kann. Dieses Verfahren ist aber nicht über längere Zeit hinweg durchführbar. Wir sind daher auf Verfahren angewiesen, die ihrer Natur nach nur empirisch abgesicherte Thesen zulassen. Freilich darf nicht übersehen werden, daß die Befürworter der Flexibilisierungsthese nicht nur nicht mit langfristigen Panel-Daten aufwarten, sondern nicht einmal so dichte und umfangreiche Zeitreihen mit Aggregratdaten präsentieren, wie das hier der Fall ist.Google Scholar
  29. 22.
    Mitglieder des Christlichen Gewerkschaftsbundes und des DBB weisen relativ starke Affinitäten zur CDU/CSU auf und drücken so die Stärke des Zusammenhangs von Gewerkschaftsmitgliedschaft und SPD-Wahlabsicht auf eine niedrigeres Niveau.Google Scholar
  30. 23.
    Sie unterscheiden sich von jenen durch die Teilnahme an Gewerkschaftsveranstaltungen.Google Scholar
  31. 24.
    Die so erzielten Schätzwerte der Ergebnisse für die Quartale, in denen Wahlen stattfanden, stimmen mit den amtlichen Wahlergebnissen recht gut überein: Sie liegen mit Ausnahme des Jahres 1972 maximal zwei Prozentpunkte unter den (gerundeten) tatsächlich erzielten Werten. Die erhebliche Abweichung im Jahre 1972, die beispielsweise auch in der Vorwahlumfrage der Forschungsgruppe Wahlen zu finden ist, führen wir auf die hohe öffentlich demonstrierte Identifikation mit der SPD in der damals politisch stark polarisierten Wahlsituation zurück. — Wir gehen davon aus, daß die von uns benutzten Zeitreihen die wesentlichen Momente der tatsächlichen Entwicklung der Wahlabsichten wiedergeben.Google Scholar
  32. 25.
    Vgl. Alber, Wohlfahrtsstaat (Anm. 17).Google Scholar
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  34. 27.
    Vgl. Krieger, Arbeitsmarktsituation (Anm. 16), S. 3.Google Scholar
  35. 28.
    Offenbar haben die Grünen in den achtziger Jahren vor allem bei gewerkschaftlich organisierten Beamten und Angestellten Erfolge erzielt und so ihren Einfluß unter den Gewerkschaftsmitgliedern insgesamt verbessert. Bei einem Anteil von 8 % an den Wählern im IV. Quartal 1984 erreichten sie mit 11 % unter den Gewerkschaftsmitgliedern insgesamt, 14 % in der Subgruppe der Gewerkschaftsaktivisten und 14 % in der Teilgruppe der gewerkschaftlich organisierten Angestellten und Beamten überdurchschnittliche Ergebnisse.Google Scholar
  36. 29.
    Karl-Heinz Janzen, Das Maß an Zumutungen ist voll, in: Die Neue Gesellschaft, 29. Jg. (1982), H. 8, S. 774 ff.Google Scholar
  37. 30.
    Vgl. Gewerkschaften vor den Herausforderugen der 90er Jahre, hrsg. v. d. Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf 1987, S. 111 ff.Google Scholar
  38. 31.
    Daher muß die Rand-Kern-”Schmelzthese” der FGW relativiert werden: Unter bestimmten politischen Bedingungen ist es offenkundig auch möglich, daß eine Partei überdurchschnittliche Verluste im Kernbereich ihrer Wähler hinzunehmen hat, dann nämlich, wenn sie die Belange ihrer Stammwähler nachhaltig und über längere Zeit vernachlässigt. Dieser Umstand ist von erheblicher Tragweite für ein Parteiensystem mit extrem hoher Wahlbeständigkeit, in dem letztlich ein kleiner Teil von Wechselwählern über den Wahlausgang entscheidet.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Horst W. Schmollinger
  • Richard Stöss

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