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Die Arbeiterbewegung richtet sich ein. Eine Fallstudie zu ihren Integrationsleistungen in Stuttgart, 1945–1949

  • Michael Fichter
  • Peter Müller
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Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB)

Zusammenfassung

In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden unter alliierter Herrschaft entscheidende Weichen für die Rekonstruktion einer privatkapitalistischen Wirtschaftsund Gesellschaftsordnung sowie für die Herausbüdung und Konsolidierung einer repräsentativen parlamentarischen Demokratie im westlichen Teil Deutschlands gestellt. Das in den Jahren 1945–1949 entstandene Parteiensystem, der Aufbau des DGB als Einheitsgewerkschaft, die damals getroffenen Entscheidungen über die wirtschaftliche und soziale Struktur und die Ausprägung einer spezifischen politischen Kultur (Pro-Amerika-nismus, Antikommunismus, Verdrängung der NS-Vergangenheit, Herausbildung eines Status-Quo-Denkens u.a.m.) waren wesentliche Grundelemente für die relativ stabile und kontinuierliche Entwicklung der Bundesrepublik in den fünfziger und sechziger Jahren.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. hierzu Ludolf Herbst, Der Totale Krieg und die Ordnung der Wirtschaft, Stuttgart 1982. Herbst stellt die Planungsarbeiten dar, durch die der NS-Apparat sowie führende Kreise der Wirtschaft für ein hohes Maß an Kontinuität im Obergang von einer Kriegs- zu einer Friedenswirtschaft sorgen wollten.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Richard Stöss, Struktur und Entwicklung des Parteiensystems der Bundesrepublik — Eine Theorie, in: Parteien-Handbuch. Die Parteien der Bundesrepublik Deutschland 1945–1980, hrsg. von Richard Stöss, Bd. 1, Opladen 1983, S. 17–309.Google Scholar
  3. 3.
    Diese Studie wird in der Schriftenreihe des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin (Westdeutscher Verlag) veröffentlicht werden.Google Scholar
  4. 4.
    Entgegen vorheriger Planung wurde Stuttgart von französischen Truppen besetzt. Erst am 8. Juli 1945 zogen sich die Franzosen zurück und überließen Stuttgart den Amerikanern.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Handbuch politischer Institutionen und Organisationen 1945–1949, hrsg. v. Hans Booms/Rudolf Morsey, bearb. v. Heinrich Potthoff, Düsseldorf 1983, insbes. S. 47–86.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. unten, Abschnitt 8.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Inge Marßolek, Arbeiterbewegung nach dem Krieg (1945–1948). Am Beispiel Remscheid, Solingen, Wuppertal, Frankfurt a.M. 1983;Google Scholar
  8. 7a.
    Joachim Irek, Mannheim in den Jahren 1945–1949. Geschichte einer Stadt zwischen Diktatur und Republik. Darstellung, Stuttgart 1983.Google Scholar
  9. 8.
    Diese Haltung blieb indes besonders in den Führungskreisen des SPD-Ortsverbands Stuttgart und im gewerkschaftlichen Bereich nicht unangefochten. Die Auseinandersetzungen in der sozialdemokratischen Bewegung vor dem Ersten Weltkrieg führten dazu, daß sich die Stuttgarter SPD bereits Ende Januar 1915, ein Jahr vor dem Ausschluß Liebknechts aus der Reichstagsfraktion, spaltete und damit den organisatorischen Bruch der Reichspartei einleitete.Google Scholar
  10. 9.
    Schwäbische Tagwacht, 28.4.1931. Mit Carl Lautenschlager wollte die SPD dann im Jahr 1945 den von der französischen Militärregierung eingesetzten Oberbürgermeister Dr. Arnulf Klett wieder entmachten.Google Scholar
  11. 10.
    Vgl. zu diesem Abschnitt insgesamt Lutz Niethammer, Kampfkomitees und Arbeitsausschüsse in Stuttgart, in: Arbeiterinitiative 1945. Antifaschistische Ausschüsse und Reorganisation der Arbeiterbewegung in Deutschland, hrsg. v. Lutz Niethammer/Ulrich Borsdorf/Peter Brandt, Wuppertal 1976, S. 503–602.Google Scholar
  12. 11.
    Vgl. Hermann Vietzen, Chronik der Stadt Stuttgart 1945–1948, Stuttgart 1972, S. 15ff.;Google Scholar
  13. 11a.
    Widerstand und Erneuerung. Neue Berichte und Dokumente vom inneren Kampf gegen das Hitler-Regime, hrsg. v. Otto Kopp, Stuttgart 1966, S. 98–200.Google Scholar
  14. 12.
    Vgl. Emil Schuler in Zuffenhausen, Bericht über die AA-Tätigkeit, Mai/Juni 1946, in: 0434–1, Stadtarchiv Stuttgart; Vietzen, Chronik (Anm. 11), S. 147.Google Scholar
  15. 13.
    Vgl. dazu weiter unten, Abschnitt 4.2.Google Scholar
  16. 14.
    Vgl. Albert Buchmann, Die Ausschüsse und ihre öffentliche Tätigkeit. Rede vor dem AA-Gaisburg, in: Zwei Reden zur Zeit, Bl. 25, 0434–1/2 Stadtarchiv Stuttgart.Google Scholar
  17. 15.
    Vgl. Kurzbericht über die Gründung des Württembergischen Gewerkschaftsbundes, gez. Schleicher, 313.1945, in: Ordner Gründungsprotokolle, Genehmigungen, Richtlinien, Archiv Deutscher Gewerkschaftsbund, Landesbezirk Baden-Württemberg (DGB BW).Google Scholar
  18. 16.
    Vgl. ausführlich hierzu: Michael Fichter, Aufbau und Neuordnung. Betriebsräte zwischen Klassensolidarität und Betriebsloyalität, 1945–1949, in: Von Stalingrad zur Währungsreform. Zur Sozialgeschichte des Umbruchs in Deutschland, hrsg. v. Martin Broszat/Klaus-Dietmar Henke/Hans Woller, München 1987, S. 469–549.Google Scholar
  19. 17.
    Vgl. Eugen Eberle, Sieben Jahre offensiver Kampf gegen das Kapital, in: Tilman Fichter/Eugen Eberle, Kampf um Bosch, Berlin 1974, S. 141; Rede des Betriebsratsvorsitzenden Josef Holzner, Betriebsversammlung des Werks Sindelfingen der Daimler-Benz AG, 5.9.1945, in: Archiv des Betriebsrats, Werk Sindelf ingen der Daimler-Benz AG.Google Scholar
  20. 18.
    Vgl. Kurzbericht (Anm. 15); Beginn und Entwicklung der gewerkschaftlichen Angestelltenbewegung in Württemberg-Baden 1945–1949, hrsg. v. der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft, Landesverband Württemberg-Baden, Stuttgart [1958], S. 8.Google Scholar
  21. 19.
    Vgl. Urk. Rolle Nr. 9/1945, 31.5.1945, in: Ordner Gründungsakten und -protokolle des Württ. Gewerkschaftsbundes, DGB BW. Erst am 8. Juni gaben Johannes Streubel und Kurt Hasisteiner ihre Beitrittserklärungen im Namen der Hirsch-Dunckerschen Gewerkschaften ab.Google Scholar
  22. 20.
    Zur Konfliktlage zwischen Altfunktionären und Betriebsaktivisten in anderen Regionen und Industriegebieten vgl. z.B. Gunther Mai, Die Geislinger Metallarbeiterbewegung zwischen Klassenkampf und Volksgemeinschaft 1931–1933/34. Mit einem Nachwort: Der Neubeginn 1945, Düsseldorf 1984;Google Scholar
  23. 20a.
    Holger Christier, Sozialdemokratie und Kommunismus. Die Politik der SPD und der KPD in Hamburg 1945–1949, Hamburg 1975; Marßolek, Arbeiterbewegung (Anm.7);Google Scholar
  24. 20b.
    Niethammer/Borsdorf/Brandt, Arbeiterinitiative 1945 (Anm. 10);Google Scholar
  25. 20c.
    Angelika Jacobi-Bettien, Metallgewerkschaft Hessen 1945 bis 1948. Zur Herausbildung des Prinzips autonomer Industriegewerkschaften, Marburg 1982.Google Scholar
  26. 21.
    Bericht der provisorischen Gewerkschaftsleitungen über den Aufbau der Württembergischen und Badischen Gewerkschaften vom Mai 1945 bis August 1946, hrsg. v. Gewerkschaftsbund Württemberg-Baden, Bundesvorstand, Stuttgart 1946, S, 21, in: Mappe Satzungskommission, Ordner Wü-Ba Organisationsaufbau, DGB BW.Google Scholar
  27. 22.
    Vgl. Michael Fichter, Besatzungsmacht und Gewerkschaften. Zur Entwicklung und Anwendung der US-Gewerkschaftspolitik in Deutschland 1944–1948, Opladen 1982.Google Scholar
  28. 23.
    Vgl. Maxon to Cassidy, 26.1.1946, in: AG45–46/8/1 OMGUS. Bingham an Arbeitsminister, 11.2.1946, in: 551–3–83 Hamburger Bibliothek für Sozialgeschichte und Arbeiterbewegung.Google Scholar
  29. 24.
    Vgl. hierzu Christfried Seifert, Entstehung und Entwicklung des Gewerkschaftsbundes Württemberg-Baden bis zur Gründung des DGB 1945 bis 1949, Marburg 1980.Google Scholar
  30. 25.
    Vgl. Fichter, Besatzungsmacht (Anm. 22), S. 76.Google Scholar
  31. 26.
    Vgl. Christier, Sozialdemokratie und Kommunismus (Anm. 20), S. 59–105.Google Scholar
  32. 27.
    Vgl. Württembergischer Gewerkschaftsbund, Informationsbericht über den Neuaufbau der Gewerkschaften in Württemberg, 12.2.1946, in: 12/8–1/10 OMGWB.Google Scholar
  33. 28.
    Vgl. Aktenvermerk Schleicher 6./8.8.1945, in: Ordner Gründungsakten und -protokolle, DGB BW. Vgl. hierzu auch die Aussage von E. Holzwarth aus der Sicht eines Aktivisten der Arbeitsausschüsse, in: Arbeiterbewegung und Wiederaufbau Stuttgart 1945–1949. Materialsammlung und Katalog zur Ausstellung, hrsg. v. DGB Kreis Stuttgart, Stuttgart 1982, S. 41.Google Scholar
  34. 29.
    Zu dieser Einschätzung der Kampfkomitees im Gewerkschaftskreis trug sicherlich der Fall Brehm bei. Brehm versuchte im Auftrag der KK-Zentrale eine Betriebsvertretung in den Technischen Werken Stuttgarts zu errichten. Vgl. 0051, Stadtarchiv Stuttgart.Google Scholar
  35. 30.
    Vgl. Arbeiterbewegung und Wiederaufbau (Anm. 28), S. 33, 41–43; Denkschrift über die Besetzung der Stadt Kornwestheim und die geleisteten Arbeiten des bisher bestandenen Aktions-Ausschusses, 9.7.1945, in: ED 117/89, Nachlaß Fritz Eberhard, Institut für Zeitgeschichte, München.Google Scholar
  36. 31.
    Zum Fortgang der Entnazifizierung bei Bosch vgl. T. Fichter/E. Eberle, Kampf um Bosch (Anm. 17); M. Fichter, Aufbau und Neuordnung (Anm. 16).Google Scholar
  37. 32.
    WüGB, Informationsbericht (Anm. 27).Google Scholar
  38. 33.
    Vgl. hierzu: Fritz Eberhard, Stuttgart im Mai 1945, abgedr. in: Zwischen Befreiung und Besatzung, hrsg. v. Ulrich Borsdorf/Lutz Niethammer, Wuppertal 1976, S. 66; Betriebsrat an die Fachgruppe Metall, 29.5.1945, in: Mappe IV Metall, Ordner Metall/Musiker, DGB BW.Google Scholar
  39. 34.
    Der Betriebsrat der Fa. W. Grupp Eisengießerei, Anschlag 1/45, 24.8.1945, abgedr. in: Württembergischer Gewerkschaftsbund, Protokoll der Vorstandssitzung vom 19.9.1945, Ordner 1946 Vorstandssitzungen, Besprechungen, DGB BW.Google Scholar
  40. 35.
    Henry Bernhard, Ein Bericht über die Sorgen und Stimmungen der Stuttgarter Bevölkerung, 16.6.1945, in: 12/8–3/7 OMGWB. Bernhard war der ehemalige Privatsekretär von Gustav Stresemann und am Anfang der Besatzung Informant der US-Nachrichtenabteilung. Später war er einer der ersten Lizenzträger der Stuttgarter Zeitung.Google Scholar
  41. 36.
    Vgl. Protokolle der Besprechungen mit der Militärregierung am 12. und 16.7.1945, in: 0314–3 Stadtarchiv Stuttgart, Siehe auch die Berichte über die AA vom 7. und 20. Juli 1945, in: 12/8–3/6 OMGWB.Google Scholar
  42. 37.
    Bereits Anfang Juni hatte die sowjetische Besatzungsmacht die Zulassung von antifaschistischen Parteien (und Gewerkschaften) bekanntgegeben.Google Scholar
  43. 38.
    Stenografische Niederschrift über die Sitzung des vorbereitenden Ausschusses für den zu bildenden Gemeindebeirat am Freitag, 31.8.1945, S. 55–56, in: 118, Stadtarchiv Stuttgart.Google Scholar
  44. 39.
    Wochenbericht der Polizei vom 30.11.1945, in: 000–8/7 CIC-Berichte 1945–48, Stadtarchiv Stuttgart.Google Scholar
  45. 40.
    Schumacher an Steinmayer, 2.7.1945, in: J5, Bestand PV der SPD (Schumacher), Archiv der sozialen Demokratie, Bonn (AsD).Google Scholar
  46. 41.
    Vgl. Denker an Schumacher, 18.9.1945, in: ebd.Google Scholar
  47. 42.
    Die Sozialdemokratische Partei ruft! [September 1945], in: DGB (Hrsg.), Arbeiterbewegung und Wiederaufbau (Anm. 28), S. 157.Google Scholar
  48. 43.
    So in einer Rede von Kurt Schumacher auf einer öffentlichen Versammlung am 12.1.1946 in Stuttgart, zit. in: ebd., S. 163.Google Scholar
  49. 44.
    Denker an Schumacher, 8.8.1945, in: J5, Bestand PV, AsD.Google Scholar
  50. 45.
    Denker an Schumacher, 18.9.1945, in: ebd.Google Scholar
  51. 46.
    Aufruf der Kommunistischen Partei!, in: Arbeiterbewegung und Wiederaufbau (Anm. 28), S. 159.Google Scholar
  52. 47.
    Denker an Schumacher, 27.9.1945, in: J5, Bestand PV, AsD.Google Scholar
  53. 48.
    Arbeitsausschuß Groß-Stuttgart, Zentralstelle, Protokoll über Besprechung mit den Vertretern der politischen Parteien Groß-Stuttgarts am 14.12.1945, in: 0434–1/3 Stadtarchiv Stuttgart.Google Scholar
  54. 49.
    Denker an Schumacher, 8.8.1945, in: J5, Bestand PV, AsD.Google Scholar
  55. 50.
    Siehe hierzu z.B. die Sendung “Parteien diskutieren” vom 243.1946, in: Zentralarchiv des Süddeutschen Rundfunks, Stuttgart.Google Scholar
  56. 51.
    Theo Pirker, Albeiterbewegung und Arbeiterkultur, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, 36Jg. (1985), S. 678–680.Google Scholar
  57. 52.
    Vgl. Horst Ueberhorst, Frisch, frei stark und treu. Die Arbeitersportbewegung in Deutschland 1893–1933, Düsseldorf 1973, S. 346.Google Scholar
  58. 53.
    Vgl. Helmut Mielke, “Sport und Politik”, in: Sozialistische Monatshefte, 3 Jg.(1948), Nr. 8, S. 19.Google Scholar
  59. 54.
    Vgl. Interview Alfred Wiedmann, ehemaliger Geschäftsführer der Kulturgemeinschaft der Gewerkschaften, 9.6.1983 Stuttgart.Google Scholar
  60. 55.
    Vgl. Niethammer, Kampfkomitees (Anm. 10), S. 572f.Google Scholar
  61. 56.
    Vgl. Kontrollratsdirektive Nr. 23: Beschränkung und Entmilitarisierung des Sportwesens in Deutschland, 17.12.1945, in: Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland, Nr. 3, 21.1.1946, S. 21f. Danach wurden alle bestehenden Sportvereine aufgelöst. Neu zulassen würde man “nichtmilitärische Sportorganisationen örtlichen Charakters”, die überdies nur Sportarten nachgehen dürften, “denen in keiner Weise eine militärischer Bedeutung zukommen” könnte.Google Scholar
  62. 57.
    Zur Entwicklung dieses Organisationsbereichs in einer anderen Region vgl. Hans Woller, Gesellschaft und Politik in der amerikanischen Besatzungszone. Die Region Ansbach und Fürth, München 1986.Google Scholar
  63. 58.
    Vgl. hierzu den anschaulichen Bericht der Stuttgarter Polizei vom 2.11.1945, in: 000–8/7 Stadtarchiv Stuttgart.Google Scholar
  64. 59.
    Vgl. Arbeiterbewegung und Wiederaufbau (Anm. 28), S. 190.Google Scholar
  65. 60.
    Vgl. Ansprache Oberst Jackson, Radio Stuttgart, 22.9.1945, in: Zentralarchiv des SDR StuttgartGoogle Scholar
  66. 61.
    Military Government — Germany, U.S. Zone, Gesetz Nr. 8, 26.9.1945, in: Das Recht der Besatzungsmacht, hrsg. v. Felix Brandi, Heidelberg 1947, S. 374.Google Scholar
  67. 62.
    Ein besonders interessantes Beispiel hierfür bietet das Verfahren gegen den Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG, Haspel. Vgl. EA 11/1, Bü 183, Hauptstaatsarchiv Stuttgart.Google Scholar
  68. 63.
    Vgl. “Dr. Reinhold Maier und Wilhelm Simpfendörfer angeklagt”, in: Stuttgarter Zeitung, 25.1.1947, S. 1. Im Laufe der Ermittlungen gegen Simpfendörfer kam weiteres belastendes Material ans Licht. Die Affäre endete mit dem Rücktritt Simpfendörfers.Google Scholar
  69. 64.
    Insbesondere wären die SPD-Politiker Wilhelm Keil und Erich Roßmann davon betroffen gewesen. Vgl. Michael Fichter, “Es ist nicht so gekommen, wie man gehofft hat”, in: “Wir kriegen jetzt andere Zeiten”. Auf der Suche nach der Erfahrung des Volkes in nachfaschistischen Ländern, hrsg. v. Lutz Niethammer/Alexander von Plato, Bd. 3: Lebensgeschiente und Sozialkultur im Ruhrgebiet 1930 bis 1960, Berlin/Bonn 1985, S. 238f.Google Scholar
  70. 65.
    Vgl. hierzu und zu allen weiteren Wahlergebnissen in diesem Abschnitt: Die Wahlen des Jahres 1946 in Württemberg-Baden, bearb. von den Statistischen Landesämtern in Stuttgart und Karlsruhe, Karlsruhe 1947; Elections and Political Parties in Germany, 1945–1952, hrsg. v. Office of the U.S. High Commissioner for Germany, Bad Godesberg/Mehlem 1952; Statistisches Handbuch der Stadt Stuttgart, 1900–1957, bearb. u. hrsg. v. Statistischen Amt der Stadt Stuttgart, Stuttgart 1959.Google Scholar
  71. 66.
    Rede Erwin Schoettle, in: SPD, Bezirk Württemberg-Baden, Protokoll des Zweiten Landesparteitags in Eßlingen, 26./27.4.1947, S. 28–30.Google Scholar
  72. 67.
    Vgl. Der Stuttgarter Metallarbeiter, Sonderdruck [1949], in: Privatarchiv Eugen Eberle.Google Scholar
  73. 68.
    Vgl. hierzu die Studie von Karl-Heinz Boeßenecker, Der DGB und seine Jugendarbeit in Köln nach 1945. Eine Lokalstudie gewerkschaßicher Organisationsprozesse (Schriftenreihe des Archivs der Arbeiterjugendbewegung, Nr. 9/85), Bonn 1985.Google Scholar
  74. 69.
    Schreiben Industrieverband Metall an den Betriebsrat der Firma Bosch, 27.4.47, in: Privatarchiv Eugen Eberle.Google Scholar
  75. 70.
    Vgl. Konferenz der Betriebsräte des Bosch-Firmenverbandes sowie Aussprache zwischen Vertretern von Betriebsräten der Bosch-Betriebe und dem Württ. Gewerkschaftsbund am 5.4.1948, in: ebd.Google Scholar
  76. 71.
    Vgl. Verhandlungen des Württ.-Bad. Landtags, 1. Wahlperiode, 81. Sitzung, 23.7.1948, S. 1976f.Google Scholar
  77. 72.
    Siehe hierzu oben, Abschnitt 9.5.Google Scholar
  78. 73.
    Vgl. OMGWB Information Control Division, Weekly Political Intelligence Report, 11.6.1947, in: 12/8–1/2, OMGWB. OMGWB Stuttgart Liaison & Security Office, Weekly Intelligence Report No. 22 (2.6.1948) und 24 (16.6.1948), in: 12/221–1/10–11 OMGWB. Solche Angaben sind im allgemein zuverlässig, sie können allerdings im Einzelfall fehlerhaft sein, da die parteipolitische Zugehörigkeit oder Richtung der Kandidaten in den Betriebsratswahlen nicht offiziell bekanntgegeben wurde.Google Scholar
  79. 74.
    Vgl. Statistisches Handbuch der Stadt Stuttgart 1900–1957, S. 233f. Für das Land Württemberg-Baden, vgl. Office of the U.S. High Commissioner for Germany, Elections and Political Parties in Germany 1945–1952 (Anm. 65), S. 40ff.Google Scholar
  80. 75.
    Vgl. Baden-Württemberg. Eine politische Landeskunde, Stuttgart 1981.Google Scholar
  81. 76.
    Vgl. Siegfried Heimann, Die Arbeiter-Partei, in: Parteien-Handbuch, Bd. I (Anm. 2), S. 376ff.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Michael Fichter
  • Peter Müller

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