Advertisement

Die extreme Rechte im Aufwind?

  • Richard Stöss
Chapter
  • 56 Downloads

Zusammenfassung

Mitte der achtziger Jahre setzte die dritte Erfolgswelle des parteiförmig organisierten Rechtsextremismus in der Bundesrepublik ein, die ihren Höhepunkt vermutlich noch nicht erreicht hat. Der Aufwärtstrend deutete sich bereits bei der Europawahl 1984 an, als die NPD mit 0,8 Prozent (knapp 200.000 Stimmen) ein vergleichsweise beachtliches Resultat verbuchen konnte. 1986 verabredeten die Vorsitzenden von NPD und Deutscher Volksunion (DVU), Mußgnug und Frey, eine Zusammenarbeit beider Organisationen, die weitere Wahlerfolge zeitigte. Bei der Bundestagswahl 1987 mobilisierte die NPD über 225.000 Wähler (0,6%), im selben Jahr konnte der Rechtsextremismus erstmalig seit 1968 wieder ein parlamentarisches Mandat auf Landesebene erzielen: In Bremen gelang es der DVU, die Sperrklausel zu überwinden. 1988 brachte es die NPD in Baden-Württemberg auf 2,1 und in Schleswig-Holstein auf 1,2 Prozent der Stimmen. 1989 zogen die hessischen Nationaldemokraten in einige Kommunalparlamente ein, in Frankfurt beispielsweise mit sieben Abgeordneten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Renate Schütte, Der Wind schlägt um. Gedichte, Kritik, 43/1978, S. 5.Google Scholar
  2. 5.
    Günter Rohrmoser, Das Debakel, in: Criticon 89, Mai/Juni 1985, S. 109f.Google Scholar
  3. 31.
    Dies ist auch von Vertretern des rechtsextremen Lagers mehrfach konstatiert worden. Vgl. z.B. TheoTannert, Erstgeburtsrecht, in: Nation Europa, 39. Jg. (1989), H. 1, S. 52. Und in Frankreich behauptete Le Pen eine weitgehende Identität der Programme von Front National und Republikanern.Google Scholar
  4. 40.
    Erik Zimmer, Volk in der Krise. Wo bleibt die politische und geistige Wende?, in: Der Republikaner, 5. Jg. (1988), Nr. 4, S. 1f.Google Scholar
  5. 50.
    Dieter Roth, Auf dem Weg zum Fünf-Parteien-System?, in: Vorwärts, Nr. 7 v. 18.2.1989, S. 15f.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Richard Stöss

There are no affiliations available

Personalised recommendations