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Untersuchungsanordnung

  • Ferdinand Müller-Rommel
Chapter

Zusammenfassung

Die Wahlerfolge beziehungsweise -mißerfolge von Grünen Parteien lassen sich empirisch unterschiedlich bestimmen. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, die Anzahl der Mandate von Grünen Parteien in den nationalen Parlamenten als elektorales Erfolgskriterium zu bewerten. Würde man diese Definition wählen, so wären die Grünen in Irland und Finnland mit durchschnittlichen Wahlergebnissen von 1,4 und 1,8 Prozent „erfolgreich“ und die Grünen in Frankreich mit einem durchschnittlichen Wahlergebnis von 4,3 Prozent „erfolglos“. Die ausschließliche Verwendung dieser Definition erscheint folglich nicht sinnvoll. Eine andere Definition von elektoralem Erfolg Grüner Parteien kann über die prozentualen Wähleranteile erfolgen. Grüne Parteien mit hohen Wahlergebnissen wären dann erfolgreicher als Grüne Parteien mit niedrigen Stimmenanteilen. Auch diese Definition ist — für sich genommen — problematisch, weil sie die Festlegung einer prozentualen Schnittlinie erfordert, die höchst arbiträr sein kann. Wie in Tabelle 5.2.1 dargestellt, variieren die durchschnittlichen Wahlergebnisse der Grünen bei nationalen Wahlen in Westeuropa zwischen 1,1 und 6,3 Prozent, wobei das niedrigste Wahlergebnis bei 0,1 Prozent und das höchste bei 14,9 Prozent liegt. Welche Grünen Parteien können in dieser Spannbreite als erfolgreich und welche als erfolglos definiert werden? Ein drittes Erfolgskriterium kann in der langfristigen Beständigkeit von Wahlergebnissen gesehen werden. Grüne Parteien, die bei mehreren nationalen Wahlen hohe Stimmenanteile erhielten sind erfolgreicher als Grüne Parteien, die erst ein einziges Mal bei nationalen Wahlen kandidierten.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Ferdinand Müller-Rommel
    • 1
  1. 1.LüneburgDeutschland

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